The Maw

Erstellt am
29.12.2009
Streetdate
21.01.2009
Gametyp
Adventurespiel
Entwickler
Twisted Pixel
Publisher
Microsoft
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3613

User Artikel The Maw

Twisted Pixel (unter anderem Splosion Man) schenkt uns das Haustier, das wir niemals haben wollten: einen Magen. Stellt sich die Frage, was kann man mit so einem Magen alles anfangen? Tja, zwangsläufig kommt man nur zu einem Ergebnis - man füttert ihn mit verschiedenen Leckerein.

Wir übernehmen die Rolle eines kleinen Außerirdischen, der zu Anfang des Spiels von einer bösen Rasse Aliens entführt wird. An Bord des Raumschiffs der fiesen Aliens stellen wir fest, dass dieses anscheinend verschiedene Arten aus der ganzen Galaxie sammeln. Mit unter den Entführten: „the Maw“, auf Deutsch „der Magen“. Kurz nach dieser Einführung beginnt es auf dem Raumschiff zu krachen und das Schiff stürzt auf einen Planeten ab. Alle zuvor gefangenen Wesen werden über die Oberfläche verstreut und wir wachen benommen neben unserem neuen Gefährten auf. Gleich zu Beginn unserer Reise finden wir eine Art „Energie“-Hundeleine mit der wir den Magen anstandsgemäß Gassi führen können. Das Ziel: Zurück in die Heimat!

Nun bewegen wir uns über die Oberfläche und lassen unseren (noch!) kleinen Freund alles mampfen, was ihm vor die Füße läuft; je mehr er isst umso größer wird unser permanenter Begleiter. Dies ist auch dringend notwendig. Immerhin kann man das jeweilige Levelende nur passieren, wenn Maw eine gewisse Größe erreicht hat. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass bestimmte Gegnertypen (obwohl das Wort „Fressopfer“ besser gewählt wäre) ihre Fähigkeiten auf unseren Freund übertragen. Je nachdem was unserem „Magen“ gerade schwer im Magen liegt, kann er Feuer speien oder sogar wie ein Ballon durch die Luft gleiten. Um diese Elemente drehen sich dann auch meist die Rätseleinlagen. Wirkliche Kopfschmerzen bereiten diese aber zu keinem Zeitpunkt. Das Spiel macht gerade am Anfang richtig Spaß, gerade weil es auch für einen Arcade-Titel eine sehr gute Grafik zu Eigen hat. Nach einigen Levels fängt allerdings das sehr gemächliche Spieltempo an, negativ ins Gewicht zu fallen. Der Hauptcharakter ist sehr langsam, die Levels werden hingegen logischerweise immer größer. Da schleicht sich dann ein kleiner Leerlauf ein. Dem Spielspaß bringt das aber nur bedingt Schaden. Die Entwickler haben es verstanden, zum richtigen Zeitpunkt immer kleine neue „Motivationsmomente“ einzubauen, zum Beispiel neue Beute für Maw. die jeweils mit neuen Fähigkeiten aufwartet.


Die Steuerung ist eingängig und sollte niemanden überfordern. Die Schultertasten des Xbox360-Controllers werden zu keinem Zeitpunkt gebraucht, lediglich die vier Aktionstasten und die Sticks werden benötigt, meist genügt die A-Taste. Bei bestimmten Quicktime Events wird auch mal die B- oder Y-Taste verlangt. X dient dazu, auch mal andere Tierchen als euren Schoßhund an die Leine zu nehmen. Schade ist die Umsetzung der Kamera im Spiel. Selten hat man da optimalen Überblick, besonders wenn unser kleiner Alien hinter Maw hergeschleift wird. Glücklicherweise lässt sie sich mit dem rechten Stick frei nachjustieren. Bis auf einen Level (DLC) braucht man keine Checkpoints, da es im Spiel unmöglich ist zu sterben. Man hat keine Speicherpunkte im Level, weshalb man immer einen Level beenden sollte, bevor man aufhört zu spielen; die Leveldauer überschreitet aber selten 30 Minuten. Das Spiel bietet leider kaum Wiederspielwert, man kann zwar in jedem Level ein seltenes Beuteopfer für Maw finden oder die Herausforderung annehmen eben alles zu fressen was zu finden ist, aber mehr als Gamerscore erhält man dafür nicht. Sehr schön finde ich persönlich die Tatsache, dass man, erfüllt man innerhalb des Spiels bestimmte Vorraussetzungen, mit Spielerbildern oder gar einem Premium Thema belohnt wird. Das sollte meiner Meinung nach viel öfter in Spielen Verwendung finden.


Die Grafik ist wirklich schick, gerade für einen Arcade-Titel, das Spiel glänzt mit feiner Comic-Optik und liebevoll gestalteten Charakteren sowie Tieren. Auch die Zwischensequenzen sind in der Ingame-grafik gehalten und fügen sich daher wunderbar ins Gesamtbild ein. Gesprochen wird in dem Spiel, abgesehen von Essgeräuschen, gar nicht. Anhand von Gestik und Mimik weiß der Spieler aber zu jedem Zeitpunkt, was zu tun ist und worum es geht. Das kann man sich wie bei einem LEGO-Titel („Star Wars“, „Batman“ etc.) vorstellen. Zuletzt geht auch die musikalische Untermalung in Ordnung, selbst wenn keine wirklich einprägsamen Tracks dabei sind. Aber das unterschwellige Gepfeife wird so schnell nicht mehr aus euren Köpfen zu verscheuchen sein.


Einen Multiplayer hat „The Maw“ nicht zu bieten, aber zumindest Highscore-Listen sind im Spiel zu finden. Ein wenig schade um das verschenkte Potenzial. Wenigsten haben die Entwickler „The Maw“ mit drei Downloadcontents versehen, mit welchen man die etwas kurze Kampagne ein wenig länger genießen kann - zumal sich die Level nahtlos ins Gesamtspiel einfügen. Obendrein bringt jeder der Level noch mal einen Erfolg für das Gamerscore-Konto mit sich.


Mein Fazit:

Das Spiel hat ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis (800 MS points, bis 3.Januar sogar nur 400 MS points). Die Grafik ist wunderschön und das Spiel wunderbar entspannend. Hier gibt es definitiv keine fliegenden Xbox-Controller. Die Tatsache, dass man sogar Spielerbilder und ein Thema freispielen kann, finde ich sehr löblich. Lediglich die geringe Spielgeschwindigkeit fällt an manchen Stellen im späteren Spielverlauf negativ auf. Das stört nur umso mehr, weil das Spiel ohnehin sehr kurz ist und es an Wiederspielwert gänzlich mangelt - immerhin können auch Gamerscore-Laien locker an einem Wochenende alle Erfolge holen.

Gesamtbewertung von Kaoru zero one

7.8

Kommentare


Kaoru zero one

Kaoru zero one(R-furt) - SAMMLER(spiele)& JÄGER(gamerscore)

ich belege damit das sich die männerschaft seit der steinzeit nicht weiterentwickelt hat, naja.. zumindest bin ich den wurzeln treu geblieben XD