Activision: PlayStation- und Xbox-Chefs kritisieren tiefsitzende Kultur der Diskriminierung und Belästigung

PlayStation-Chef Jim Ryan und Xbox-Chef Phil Spencer kritisieren die „tief sitzende Kultur der Diskriminierung und Belästigung“ bei Activision Blizzard.

Activision Blizzard sieht sich mit mehreren behördlichen Untersuchungen wegen angeblicher sexueller Übergriffe und Belästigungen weiblicher Angestellter konfrontiert, von denen sich ein Großteil auf den World of Warcraft-Entwickler Blizzard konzentriert.

Des Weiteren wurde in einem Bericht des Wall Street Journal behauptet, dass Robert Kotick – CEO bei Activision Blizzard – von mehreren Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens wusste und ihm auch vorgeworfen wird, mehrere weibliche Mitarbeiter persönlich belästigt zu haben. Kotick wird auch beschuldigt, mehrere weibliche Angestellte misshandelt zu haben. So hinterließ er 2006 eine Sprachnachricht, in der er drohte, eine Assistentin töten zu lassen.

Trotz des Berichts hat Activision Blizzard Berichten zufolge seinen Mitarbeitern mitgeteilt, dass es keine Beweise für die Behauptungen gibt, was bedeutet, dass die neu eingeführte Null-Toleranz-Politik in Bezug auf Belästigung nicht auf den Leiter des Unternehmens angewendet werden kann.

In einer von Bloomberg eingesehenen E-Mail an die Xbox-Mitarbeiter erklärte Spencer, dass er und das Führungsteam „beunruhigt und zutiefst besorgt über die schrecklichen Ereignisse und Handlungen“ bei Activision Blizzard seien. Spencer erklärte in seiner E-Mail, dass „diese Art von Verhalten in unserer Branche keinen Platz hat“ und dass er „alle Aspekte der Beziehung zwischen [Xbox] und Activision Blizzard evaluiert und laufend proaktive Anpassungen vornimmt“.

Der PlayStation-CEO, Jim Ryan, meldete sich ebenfalls bei seinen Mitarbeitern und kritisierte Activision’s „tief sitzende Kultur der Diskriminierung und Belästigung“.

Jim Ryan schrieb in einer E-Mail an seine Mitarbeiter: „Wir haben uns sofort nach der Veröffentlichung des Artikels an Activision gewandt, um unsere tiefe Besorgnis auszudrücken und um zu fragen, wie sie auf die Behauptungen in dem Artikel reagieren wollen“, schrieb er. „Wir sind nicht der Meinung, dass ihre Erklärungen der Situation gerecht werden“.

Ryan schrieb weiter, dass PlayStation selbst sich weiterhin dafür einsetzt, dass sich die Entwickler- und Gamer-Community sicher und respektiert fühlt, und jedem Mitarbeiter ein sicheres Arbeitsumfeld bietet.

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