Activision: Unternehmen verteidigt hohes Gehalt von CEO Bobby Kotick gegen Vorwürfe der Aktionäre

Activision Blizzard reagiert auf den Vorwurf von Aktionärsseite, ihrem CEO Bobby Kotick zu hohe Boni auszuzahlen.

Bobby Kotick, CEO von Activision Blizzard, ist eine der bestbezahltesten Führungskräfte der gesamten Unterhaltungsmedienbranche. Allein 2019 verdiente er mehr als 30 Millionen US-Dollar.

Zu viel, wie die CtW Investment Group, einer der Aktionäre des Unternehmens, meint. Sie fordert nun andere Aktionäre dazu auf, gegen eine geplante Maßnahme zu stimmen, welche Activision die Freiheit gibt Kotick Sätze in dieser Höhe auszuzahlen.

Laut CtW Investments Group Director Dieter Waizenegger finde das Unternehmen immer wieder Möglichkeiten seinem CEO gegen den Willen der Aktionäre übergroße Aktienprämien auszuzahlen. Kotick habe allein in den letzten 4 Jahren neben seinem Grundgehalt jährlich Aktien- oder Optionskapital im Wert von 20 Millionen US-Dollar erhalten. Allein der Wert dieser Boni sei höher als die Gesamtvergütung der CEOs anderer vergleichbaren Spielunternehmen.

Währenddessen sähen sich Activision-Mitarbeiter infolge von 800 Entlassungen trotz Rekordleistung im Jahr 2019 mit Arbeitsplatzunsicherheit konfrontiert und verdienten in der Regel weniger als 0,3 Prozent des Verdienstes ihres CEOs.

Als Antwort auf die erhobenen Vorwürfe verteidigte ein Sprecher von Activision Blizzard Koticks Gehaltsrate und wies darauf hin, dass die Gesamtmarktkapitalisierung von Activision Blizzard unter Koticks Führung von weniger als 10 Millionen US-Dollar auf mehr als 53 Milliarden US-Dollar gestiegen sei:

„Während der Amtszeit von Mr. Kotick – der längsten aller CEOs eines öffentlichen Technologieunternehmens – hat sich die Marktkapitalisierung von Activision Blizzard von weniger als 10 Millionen US-Dollar auf über 53 Milliarden US-Dollar erhöht. In den letzten fünf Jahren hat der Aktienkurs von Activision Blizzard den S & P 500 um mehr als 120 % übertroffen, und über die letzten 20 Jahren hat der Aktienkurs von Activision Blizzard unter der Führung von Mr. Kotick den S & P 500 um über 11.000 % übertroffen.“

„Über 90 % der von Mr. Kotick gemeldeten Vergütung ist erfolgsabhängig und er hat einen außergewöhnlichen Wert für die Aktionäre von Activision Blizzard geliefert. Unsere Rate der Verwässerung des Eigenkapitals gehört weiterhin zu den niedrigsten unserer Vergleichsgruppe.“

Die Hauptversammlung von Activision Blizzard ist für den 11. Juni 2020 geplant und wird aufgrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie virtuell abgehalten.

30 Kommentare Added

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  1. Robilein 257585 XP Xboxdynasty Veteran Silber | 06.06.2020 - 17:05 Uhr

    Wenn das Gesamtmarktkapital auf 53 Milliarden US-Dollar gestiegen ist und 2019 ein Rekordjahr für das Unternehmen war, warum wurden dann 800 Mitarbeiter entlassen? Echt lächerlich. So werden die Reichen immer reicher.

    Ohne die Menschen, die das Schiff am laufen halten, wäre der Kapitän nichts sag ich nur.

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    • DerLandvogt 40740 XP Hooligan Krauler | 06.06.2020 - 17:27 Uhr

      Ist doch überall das gleiche… Und selbst wenn die ein Unternehmen in den Bankrott stürzen bekommen sie noch fette Boni… So läuft das in dieser Welt nun mal und das wird sich auch leider nicht ändern 🤬🤬

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    • Ash2X 162840 XP First Star Silber | 06.06.2020 - 18:10 Uhr

      Ich finde es natürlich auch nicht gut, aber erfolgreich oder nicht, der Markt ändert sich.
      Man kann nicht jeden umschulen damit er einen komplett anderen Job macht wenn der alte nicht mehr gebraucht ist.

      Es ist halt für Unternehmen leichter bei bspw Enginewechseln Mitarbeiter die damit umgehen können einzustellen als monatelang kostenintensiv Mitarbeiter umzuschulen die keine führenden Aufgaben haben.

      Ist kacke, läuft leider in allen kreativen Berufen mit Auftragsarbeiten so.

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    • Murky Claw 31530 XP Bobby Car Bewunderer | 06.06.2020 - 18:18 Uhr

      Das finde ich auch immer blös. Mitarbeiter werden da nur als Zahlen gesehen….Oh, wenn wir 800 Leute nicht entlassen, dann verfehlen wir das Ziel um 1%, dann sind die Aktionäre nicht so zufrieden mit uns. Also entlassen wir die einfach, stehen mit den Zahlen besser da und alle bekommen ihre Boni.

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    • Holy Moly 48074 XP Hooligan Bezwinger | 06.06.2020 - 23:40 Uhr

      Ja, das System kränkelt und ist derweilen wirr bis absurd. Mann darf gespannt sein wie sich dieses System welches nur durch (unbegrenztes!) Wachstum funktioniert reagiert und am leben erhält, indem es immer mehr Menschen entlässt und somit ohne Kaufkraft hinterlässt…

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      • DerLandvogt 40740 XP Hooligan Krauler | 06.06.2020 - 23:45 Uhr

        Wenn 70% arbeitslos sind die bzw in Niedriglohnsektoren arbeiten werden wir es sehen… Denn dann bricht dieses System zusammen!

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      • Robilein 257585 XP Xboxdynasty Veteran Silber | 06.06.2020 - 23:50 Uhr

        Ja Hi, endlich bist du wieder da🤣🤣🤣

        Ich bin nicht neidisch oder so, mir geht’s nur um die Verhältnismäßigkeit. Klar hat ein CEO viel Verantwortung und hat sich ein entsprechendes Gehalt verdient, bestreite ich auch nicht.

        Aber in diesem Fall kriegt er zu seinem üppigen Grundgehalt zusätzlich Geld aus Aktien und anderen Kapitalen, während andere Menschen gekündigt werden oder Angst um ihre Jobs haben müssen. Und das finde ich einfach ungerecht.

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    • Archimedes Boxenberger 226520 XP Xboxdynasty Veteran Bronze | 07.06.2020 - 08:46 Uhr

      Ich kann es nachvollziehen dass ein Unternehmen seine Manager nach dem Erfolg des Unternehmens bezahlt. Aber: es muss auch gewährleistet sein dass der Erfolg nachhaltig ist. Und einfach mal 800 Leute entlassen damit die Bilanz in dem Jahr stimmt ist nicht nachhaltig und darf meiner Meinung nach nicht mit solchen Boni belohnt werden

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  2. Merowinger 15365 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 06.06.2020 - 17:59 Uhr

    Auch wenn viele ihn unsympathisch finden, die Zahlen sprechen für sich. Die Verträge wurden gemacht, also hat er sich die Kohle verdient. In unserer Neidgesellschaft mag das für manchen schwer zu akzeptieren sein. Aber so läuft das nunmal.

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    • Robilein 257585 XP Xboxdynasty Veteran Silber | 06.06.2020 - 18:01 Uhr

      Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit Ungerechtigkeit 😉

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      • Holy Moly 48074 XP Hooligan Bezwinger | 06.06.2020 - 23:51 Uhr

        Absolut richtig @Robilein.

        Mann sollte auch den kleinen (aber feinen) Unterschied zwischen „verdienen“ und „bekommen“ aufarbeiten.

        Klischee Beispiel: Eine Krankenschwester bekommt *2.500€. Verdient hätte Sie jedoch mehr.

        Ein Börsianer verdient **nichts. Bekommt aber *500.000.000€.

        *Netto-Löhne
        **persönliche Auffassung

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    • Murky Claw 31530 XP Bobby Car Bewunderer | 06.06.2020 - 18:21 Uhr

      Naja, wenn man aber nur eine sechs-siebenstellige Bonizahlung bekommt, wenn man die Kosten durch Entlassene korrigiert und damit sein Ziel erreicht hat, dann hat es nicht mit Neid zutun, wenn man das verabscheuendswürdig findet.

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    • de Maja 111035 XP Scorpio King Rang 1 | 06.06.2020 - 18:33 Uhr

      Und wieso kriegen die normalen Mitarbeiter die, die eigentliche Arbeit machen keinen Anteil der Boni. Die Summen sind einfach unverhältnismäßig. Kein Wunder das Geld immer wieder neu gedruckt werden muss und dadurch eine Inflation verursacht wird, wenn wenige das Geld horten, versagt irgendwann der Kreislauf der Wirtschaft.

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    • panik0815 0 XP Neuling | 06.06.2020 - 20:19 Uhr

      Kann dir nur absolut zustimmen Mero. Man braucht ja nur mal hier zu schauen wie viele wegen dem bunten Papier regelrecht aus der Haut fahren was natürlich wenig überrascht da Gamer nicht besonders für ihre Intelligenz bekannt sind. Doch so wie der Text oben schon geschrieben ist kann man auch dem Autor vorwerfen, populistisch zu provozieren, ich meine vergleicht der da echt das Gehalt des CEO mit dem der normalen Arbeiter? lol.
      Unmoralische Summen HaHA, null verstanden wie die Wirtschaft funktioniert.
      Keiner von uns kann über die Verhältnismäßigkeit dieser Summen urteilen, grundsätzlich kann man sich immer merken, wer mehr Geld als ich verdient der arbeitet auch härter.
      Das sollten auch Zocker hinbekommen oder?

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      • Merowinger 15365 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 06.06.2020 - 23:00 Uhr

        So siehts eben aus. Bin da auch Realist. Ob das fair ist sollen andere beurteilen, aber ich würde dem kotick keinen Vorwurf machen, nur weil er seinen Job gut macht. Die Belegschaft sieht das ja anscheinend ähnlich, immerhin bekommt er Rückendeckung aus den eigenen Reihen.

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      • de Maja 111035 XP Scorpio King Rang 1 | 06.06.2020 - 23:18 Uhr

        Alter, du willst doch nicht wirklich Reichtum mit „harter Arbeit“ vergleichen. Bisher sind die Leute nur reich geworden durch entweder Erbe oder vom Ausnutzen der hart arbeitenden Bevölkerung bei niedrigen Löhnen. Hart arbeiten kann man das nicht nennen, er hatte wahrscheinlich ziemlich gute Voraussetzungen und weiß einfach wie man gut investiert. Da muß man wohl erstmal definieren was harte Arbeit wirklich ist und ob es zum Beispiel ein lebensrelevanter Beruf ist, bloß das zeigt nur wieder wie krank das ganze System einfach nur ist.

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      • Robilein 257585 XP Xboxdynasty Veteran Silber | 06.06.2020 - 23:25 Uhr

        „grundsätzlich kann man sich immer merken, wer mehr Geld als ich verdient der arbeitet auch härter.“

        Das war doch bestimmt nicht dein ernst oder?

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      • DerLandvogt 40740 XP Hooligan Krauler | 06.06.2020 - 23:42 Uhr

        😂😂😂 was für ein dünnschiss!!! Woher willst du wissen wer härter arbeitet?? Mal im ernst diese Summen stehen in keinem Verhältnis zur Leistung!! Jede Pflegekraft hätte so ein Gehalt verdient aber nicht ein CEO einer Unterhaltungsfirma!!!!

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      • Murky Claw 31530 XP Bobby Car Bewunderer | 07.06.2020 - 00:37 Uhr

        @Merowinger @panik0815 Es geht ja nicht nur darum, dass er viel Geld durch Boni usw. bekommt, sondern auf welche Art und Weisen teilweise solche Boni zustande kommen. Warum müssen einige ihren Job verlieren, damit die Vorgesetzten ihre Boni bekommen.
        Mein Bruder macht sich momentan Gedanken über einen Exit-Plan oder Plan-B, wenn er gekündigt wird. Es heißt immer die Mitarbeiter machen sehr gute Arbeit, ohne die Belegschaft würde es nicht funktionieren usw. Aber immer mehr Abteilungen werden outgesourced. Mitarbeiter werden gekündigt, damit der Vorgesetzte sein Boni bekommt und nach ein paar Jahren geht er. Der nächste macht das auch so und geht, bevor am Ende eh nicht mehr zu holen ist. Das ist für mich zum Beispiel unverständich, wie Menschen-Schicksale herumhantiert werden, nur weil man sie als Nummer ansieht, die man in der Gleichung anpasst.

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    • Commandant Che 74140 XP Tastenakrobat Level 2 | 07.06.2020 - 10:01 Uhr

      Es ist okay, wenn jemand 800 Leute entlässt und nur somit die Geschäftsziele erreicht und so einer ist in deinen Augen dann auch noch ein fähiger Mann und verdient das Geld?

      Zunächst einmal, niemand verdient solche Summen, niemand!
      Viele „Köpfe“ so mancher Unternehmen kriegen es, ja und einige sogar noch sehr viel mehr, aber sie kriegen es.
      Und etwas kriegen ist etwas ganz anderes, als etwas zu verdienen.

      In einer Gesellschaft, in der manche trotz Vollzeit ihre Miete oder ihren Strom nicht bezahlen können, weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, verdienen solche Gestalten schon mal Garnichts von dem, was sie kriegen.

      Und komm jetzt nicht mit Neid, diesem behämmerten Totschlagsargument.
      Neid spielt hier keine Rolle, sondern vielmehr ein soziales Gefühl, was einem klar macht, dass da was ganz und gar nicht stimmt.
      Wenn Gerechtigkeitsgefühl für die gleichzusetzen ist mit Neid, dann bist du eh schon verloren.

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  3. 89P13 4000 XP Beginner Level 2 | 06.06.2020 - 19:02 Uhr

    Arbeiter brauchen ja auch nichts davon, geschweige denn feste Jobs. Naja, ich kauf von denen sowieso nichts

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  4. churocket 102655 XP Elite User | 06.06.2020 - 19:16 Uhr

    Scheiss Menschen System es wird Zeit das es Zerstört wird, sonst wird das elend noch schlimmer was ich kommen sehe in der Zukunft 😡😠😡😠

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      • churocket 102655 XP Elite User | 06.06.2020 - 20:44 Uhr

        Ich glaube zwar nicht 100 dran, aber wenn ich sehe was im Moment abgeht und sie lag bei 80% Trefferquote

        Ihre Wahrsage für 2020, die aktuell nicht nur die Daily Mail bewegt, stammt aus ihrem Buch „The Call to Glory“ aus dem Jahr 1971. Darin beschrieb sie für die Jahre 2020 bis 2037 das Wiederkommen von Christus: „Die Schlacht von Armageddon, aber, die soll im Jahr 2020 stattfinden.“ Eine pikante Vorhersage – gibt es doch Forscher, die 2020 und die folgenden Jahre als entscheidend angesichts der globalen Klimakrise* sehen und sagen, dass sich auch soziale Konflikte dramatisch verschärfen werden. Mit ihrer Vorhersage ist sie nicht allein – auch Baba Wanga, eine blinde bulgarische Wahrsagerin mit angeblich hoher Trefferquote – sieht für 2020 nicht als Unheil voraus. Die Bulgarin soll auch die Corona-Krise angedeutet haben.

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        • DerLandvogt 40740 XP Hooligan Krauler | 06.06.2020 - 21:47 Uhr

          Ja hohe Trefferquote mag sein aber liegt wahrscheinlich auch an der Menge der vorhersagen 😉 aber ich denke auch das die Zukunft düster wird in den nächsten Jahren

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  5. Dr Gnifzenroe 86125 XP Untouchable Star 3 | 06.06.2020 - 20:00 Uhr

    Das sind einfach unmoralische Summen. Kein Mensch braucht solche Summen auf dem Konto. Aber diese Gier ist neben Klimaignoranz, Rassismus und Egopolitik nur eines von vielen gesellschaftlichen Problemen.

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  6. Phonic 69315 XP Romper Domper Stomper | 06.06.2020 - 21:40 Uhr

    Sehr gutes Beispiel dafür das es einfach zu viele Halsabschneider Unternehmen gibt. Allerdings scheint der Typ für sich alles richtig zu machen und wie immer leiden die kleinen darunter

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  7. XLegend WolfX 17130 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 06.06.2020 - 22:48 Uhr

    Man sollte Mal dennen die von Neid reden Lohn einfrieren kein Geld mehr geben am Ende noch mit Familie bin gespannt ob nochmal solche Töne kommen wenn Lohn nach Hart Arbeiten ginge.. wären Arbeiter Millionäre und nicht Fussballer etc nur Mal so!

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    • Merowinger 15365 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 06.06.2020 - 23:03 Uhr

      Warum sollte man das tun? Wer gute Arbeit leistet wird doch normalerweise auch gut bezahlt. Jeder ist seines Glückes Schmied. Von mir aus kann der Kotick soviel verdienen wie er will. Es sei ihm gegönnt. Mir selbst geht’s gut und ich gönne anderen auch alles. So sollte es doch auch sein.

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