Assassin’s Creed: Origins

Auf dem 10 Jahre Anniversary Event angespielt

Wir haben Assassin’s Creed: Origins für euch angezockt. Lest unseren ersten Eindruck vom neuesten Ableger der Reihe.

Als wir uns zum Assassin’s Creed: Origins Event im Brandenburger Tor Museum aufmachte, ahnten wir noch nicht, dass Sturm Xavier gerade über Berlin tobt. Fast vom Winde verweht, landeten wir letztlich glücklicherweise Heile am Austragungsort und konnten so gut wie ohne Zeitverzögerung Hand an das Spiel anlegen.

Nach einer kurzen Einführung durch den Narrative Director von Assassin’s Creed: Origins, der den anwesenden Redakteuren unter anderem verdeutlichte, dass Ägypten aus mehr als nur Pyramiden besteht, konnten wir es uns auch schon gemütlich auf unseren Sesseln machen, die Kopfhörer anlegen und der Xbox One X auf den Zahn fühlen. Ja, ihr habt richtig gelesen: Assassin’s Creed: Origins war ausschließlich auf Xbox One X anspielbar. Laut Ubisoft handelt es sich bei der Xbox One X-Version um die schönste von allen, was ohne einen direkten Vergleich mit den anderen Plattformen zwar schwer zu beurteilen ist, dennoch war es unübersehbar, dass Assassin’s Creed: Origins auf der neuen Konsole von Microsoft ziemlich schick aussieht. Farbenpracht wohin man auch hinsah, auch wenn man meinen mag, dass Ägypten nicht gerade vor farblicher Varietät strotzt. Die Flora bietet weitaus mehr als nur Sand und Palmen. Und auch die Fauna, also die Lebewesen abseits des Menschen, die sich in der ägyptischen Sonne ihr Zuhause mehr oder minder ausgesucht haben, belebten das scheinbar karge Wüstensetting zu einem netten Schauplatz, der ein bisschen an Far Cry erinnerte – und das nicht nur, weil so viele wilde Tiere herum streunen. In Assassin’s Creed: Origins erwartet euch nämlich ein Crafting-System mit dem ihr allerlei neue Ausrüstungsgegenstände herstellen könnt. Für irgendetwas müssen sich die zahlreichen herumirrenden Viecher in dem Spiel ja auch ausgezahlt machen.

Wer sich die Frage stellt, was Assassin’s Creed: Origins eigentlich von seinen Vorgängern unterscheidet – schließlich ließ sich Ubisoft für den neuesten Ableger besonders viel Zeit, um die Kritik an den sich in Sachen Gameplay immer wiederholenden Veröffentlichungen neuer Titel des Franchises endlich anzunehmen – bekommt eine flotte, vielleicht aber auch verwirrende Antwort: Nicht viel und doch so einiges. Soll heißen: Im Kern ist Assassin’s Creed: Origins nach wie vor ein Ableger der Assassin’s Creed-Reihe. Das bedeutet, dass dieselbe Klettermechanik zum Einsatz kommt; dass ihr Attentate ausübt und schlicht und ergreifend ein Assassine seid. Wer Assassin’s Creed: Origins also anspielt, wird erstmal keine großen Veränderungen feststellen. Das Grundprinzip bleibt bestehen, auch bei der Bewegung und Steuerung des Charakters.
Ubisoft hat sich für Assassin’s Creed: Origins allerdings auch die Punkte ausgesucht, für die es bei früheren Teilen besonders viel Kritik hagelte. Das wäre das Kampfsystem, das einst eigentlich nur aus Knöpfchendrücken bestand. Und das wäre zum Anderen fehlende Tiefe. Beide Probleme hat Ubisoft am Schopf gepackt, abgerissen, umgeschmissen und neu gebaut.

Das Kampfsystem hat somit gewisse Anleihen eines The Witcher 3 oder Dark Souls, wobei man sich beim Vergleich mit letztgenanntem Titel doch schon sehr weit aus dem Fenster lehnt. Die Kämpfe sind in Assassin’s Creed: Origins zwar schwieriger, doch Dark Souls, dessen Kern-Gameplay-Mechanik nun mal das Kämpfen ist, kann Assassin’s Creed: Origins nicht das Wasser reichen. Aber das möchte und muss es auch gar nicht. In Assassin’s Creed: Origins kehrt in den Kampfsequenzen auch ohne das tiefe Dark Souls-Gameplay der Anspruch zurück ins Franchise. Ihr kämpft nun nämlich nicht mehr in fixierten Bereichen, sondern visiert eure Gegner eigenhändig an, rennt vor ihnen weg wie es euch gefällt, pariert, weicht aus und schlagt im richtigen Moment zu, beispielsweise, wenn ihr die Ausdauer eures Gegenübers auf Null gebracht habt und er ins Schwanken gerät. Zudem habt ihr die Wahl zwischen diversen Waffen. Das reicht von Säbel und Schild bis hin zu schweren Keulen. Und sollte euch ein Mordwerkzeug besonders gut gefallen, könnt ihr es beim hiesigen Schmied aufrüsten. Ihr merkt schon, in Assassin’s Creed: Origins steckt mehr Individualität für den einzelnen Spieler als in den Vorgängern. Pfeil und Bogen sind übrigens ebenfalls eure ständigen Begleiter und lassen sich dementsprechend mit den linken Schultertasten bedienen. So könnt ihr mal eben schnell im Kampf einen Pfeil auf euren Gegner schießen und anschließend wieder mit eurem Schwert reinsticheln. Auch bei Pfeil und Bogen habt ihr die Qual der Wahl, was deren Fähigkeiten angeht. Ihr findet diverse unterschiedliche Ausführungen, die mal präziser, mal schneller oder gleich einen Dreifachschuss abgeben. Also viel Spaß beim Entscheiden!

Neben den Waffen gibt es auch noch ganz andere Items, die ihr nach eurem Gusto auswählen könnt. Protagonist Bayek darf sich umziehen und er darf auch unterschiedliche Reittiere ausnutzen. In der Demo, die wir für rund eineinhalb Stunden spielen durften, besaß Bayek bereits zwei Pferde und ein Kamel. Die Nutztiere werden übers Menü ausgewählt und können dann im Spiel per Digipad-Druck herbei gepfiffen werden. Natürlich wäre Assassin’s Creed: Origins nicht Assassin’s Creed Origins, wenn nicht auch diese Objekte unterschiedliche Vor- und Nachteile hätten. Demnach zu urteilen gibt es in der ägyptischen Welt des Spiels wahrscheinlich auch das ein oder andere besondere Reittier zu entdecken.

Eine weitere Neuerung ist der Skillbaum. Ihr könnt die Hauptfigur, in deren Rolle ihr schlüpft, aufleveln und ihm somit neue Fähigkeiten verschaffen. Wir haben uns als ersten Perk die Brandbomben freigeschaltet, die sich im Kampf als durchaus nützlich erwiesen haben. Ihr merkt also, dass Assassin’s Creed: Origins in puncto Tiefe ganz schön zugelegt hat. Zu guter Letzt dürfen wir nicht den treuen Adler-Begleiter Bayeks vergessen. Zu jenem lässt es sich nahtlos wechseln und durch die Lüfte gleiten. Dadurch können interessante Punkte auf der Karte aufgedeckt oder Missionsziele erkannt werden. Und ja, das hat tatsächlich Freude bereitet. Praktisch war beispielsweise, dass in einer bewachten Gegend, Bayeks Adler völlig unauffällig die Patrouillen entdecken und markieren kann.

Abgesehen vom Gameplay sei auch noch dem Austragungsort etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt, denn das Brandenburger Tor Museum wurde Assassin’s Creed gerecht dekoriert. Da es sich bei dem Event um eine kleine Zelebrierung des 10. Geburtstags von Assassin’s Creed handelte, gab es außerdem noch einen kleinen Raum, in dem sich der Interessierte die gesamte Geschichte des Franchises durchlesen konnte. Das Hauptstück des Events war allerdings der Anspielbereich. In jenem flimmerte über alle Wände Assassin’s Creed: Origins mit angenehm ägyptischen Flair. Da war von Sturm Xavier (um den Kreis zu schließen), der draußen sein Unwesen trieb, rein gar nichts mehr zu spüren.

Assassin’s Creed: Origins wird am 27. Oktober für Xbox One, PlayStation 4 und PC erscheinen.

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13 Kommentare Added

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  1. Killswitch0408 126750 XP Man-at-Arms Gold | 16.10.2017 - 16:18 Uhr

    Werds mir auch nächste Woche holen. Bis auf Syndicate hab ich alle durchgezockt … freu mich schon auf Origin! Syndicate werde ich erst danach nachholen.

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