Ein ehemaliger Lead Artist von Bethesda, Nate Purkeypile, sorgt mit neuen Aussagen für Diskussionen rund um die Zukunft zweier der größten Rollenspielmarken der Branche.
In einem Interview mit Esports Insider beschreibt er die Situation des Studios als eine Art „No‑Win Scenario“, besonders im Hinblick auf The Elder Scrolls 6 und Fallout 5.
Erwartungen, die kaum zu erfüllen sind
Purkeypile verweist auf die enorme Strahlkraft früherer Bethesda‑Titel. Skyrim gilt bis heute als eines der erfolgreichsten und meistgelobten Spiele aller Zeiten.
Gleichzeitig wurde Fallout 4 von vielen Fans als Enttäuschung wahrgenommen, was die Erwartungshaltung zusätzlich verschärfte.
Seine Frage: „Wie soll man ein Spiel toppen, das seit über einem Jahrzehnt als Klassiker gilt?“
Er erklärt, dass selbst ein Spiel, das „genauso gut wie Skyrim“ wäre, heute nicht reichen würde. Die Community reagiere oft extrem – inklusive Hasskommentaren und sogar Drohungen. Diese toxische Erwartungshaltung sei einer der Gründe gewesen, warum er das Studio verlassen habe.
Auf die Frage nach dieser „ausweglosen“ Situation für das Studio antwortete Purkeypile: „Ja, und das hat definitiv zu meiner Entscheidung beigetragen, das Unternehmen zu verlassen, denn Skyrim ist eines der zehn besten Spiele aller Zeiten – wie soll man das übertreffen?“ Er räumte ein, dass Bethesda das Potenzial habe, mit seinen zukünftigen Spielen die Erwartungen zu übertreffen. Allerdings merkte er an, dass es für den Entwickler nicht ausreichen würde, nur die Erwartungen zu erfüllen.
„Wenn sie das schaffen, großartig! Und ich hoffe, dass es ein großartiges Spiel wird, aber selbst wenn es nur so gut ist wie Skyrim, wird es immer noch so viele Leute geben, die hasserfüllte Kommentare abgeben. Ich bin mir sicher, dass es wieder mehr Morddrohungen geben wird. All diese Dinge. Es ist wirklich bedauerlich, dass sich die Dinge so entwickelt haben“, sagte er.
TES6: Weniger Größe, mehr Fokus?
Im Gespräch geht Purkeypile auch auf die mögliche Ausrichtung von The Elder Scrolls 6 ein. Seiner Einschätzung nach wird Bethesda vermutlich eine neue Region von Tamriel wählen, jedoch den Umfang stärker begrenzen als bei Starfield.
„Ich sollte darüber wahrscheinlich nicht spekulieren, außer dass es keine der Regionen sein wird, die sie kürzlich bereits behandelt haben. Außerhalb von Daggerfall. Das zählt nicht“, sagte er. „Ich würde mir wünschen, dass sie einfach eine Region von Tamriel auswählen, denn das ist einer der Gründe, warum ich mich nicht so sehr für Starfield begeistern konnte. Es war vor allem der Umfang.“
„Ich denke, es spricht einiges dafür, etwas zurückhaltender zu sein. Ich fand das Ziel sowieso immer seltsam. Niemand hat zuvor gesagt, dass er sich mehr Bethesda-Spiele wünscht! Es ist doch so: Die Leute spielen das Spiel mehr als ein Jahrzehnt später. Muss es wirklich noch größer sein? Man kann in diesem Raum immer tiefer und tiefer graben, weil er bereits so groß ist.“
Er betont, dass Spiele nicht zwangsläufig größer werden müssen. Im Gegenteil: Ein engerer Fokus könne zu einem besseren Erlebnis führen, da man „tiefer in eine Welt eintauchen“ könne, statt sie immer weiter auszudehnen.
Warum TES6 so früh angekündigt wurde
Purkeypile bestätigt zudem, dass die frühe Ankündigung von TES6 vor allem ein Fan‑Management‑Move war.
Nach so vielen Jahren ohne neues Elder Scrolls wollte Bethesda verhindern, dass die Community frustriert reagiert – besonders im Zuge der Starfield‑Enthüllung. Allerdings sei eine solche Ankündigung teuer, da Trailer aufwendig produziert werden müssen.
Ein Blick hinter die Kulissen
Purkeypile beschreibt Spieleentwicklung als ein multidimensionales, kollektives Kunstwerk, in dem Inhalte ständig entstehen, verworfen oder verschoben werden.
Der Prozess sei komplex, chaotisch und voller Kompromisse – und genau deshalb sei es unmöglich, jede Idee umzusetzen oder jede Erwartung zu erfüllen.
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Ach recht machen kann man es bei den großen spielen eh niemanden mehr.
Ja wieder ein Ex Mitarbeiter der was negatives sagt 🤔 einfach abwarten was die Zeit mit sich bringt
Recht machen kann man es heute leider so gut wie niemandem mehr.
Davon abgesehen bin ich aber auch der Meinung, dass Games nicht mehr größer werden müssen. Ich hab einfach keine Lust mehr, 100e Stunden in ein und der selben Welt zuzubringen, bevor ich den Abspann sehe. Da ist mir eine lebendige Welt und eine intensive Spielerfahrung in weniger Zeit deutlich lieber.
Da stimme ich dir zu. Manchmal ist der Umfang einfach zu hoch.
Ex Mitarbeiter = negatives Statement , Check .
Meine Güte , man sollte den Ex Mitarbeitern echt ihren Zugang zu Medien weg nehmen.
Es nervt nur noch , das entlassene Mitarbeiter nur noch solche Statements raus hauen um ihren ehemaligen Brötchengeber zu schaden .
Next
Am Ende wird halt immer gejammert wenn ein Spiel nicht auf den ganz persönlichen Geschmack zugeschnitten wird.
Und ja, Fallout 4 wurde massiv kritisiert – es war aber auch unglaublich erfolgreich.
Das Internet hat nicht immer unbedingt etwas mit der Realität zu tun, es ist nur der lauteste Teil.
Schuld sind aber in diesem Fall leider die Spieler mit ihren überzogenen Erwartungen
Ich finde auch das es nicht größer werden muss und sollte, generell in Videospielen. Es frisst zu viel Zeit und man möchte trotz des Gefallens und Spaß habens auch fertig werden und das nächste Game in Angriff nehmen. Deswegen mach ich schon länger keine 100% mehr bzw längerdauernde Erfolge, weils schlicht zu lange dauert und ich keine Katze bin die ausreichend Leben zur Verfügung hat um alle Spiele die sie hat abzuarbeiten 😉
Das siegt man ganz gut bei Starfield. Ein tolles Spiel, aber es wurde massiv kritisiert und ich denke das da Vergleiche und Erwartungen eines Skyrim im Weltraum mitgespielt haben
Dieses trennen fällt vielen leider schwer. Man merkt natürlich, dass Fallout (3+4), TES und Starfield die gleichen Eltern haben, aber trotzdem jeder seinen eigenen Charakter.
Diese Vergleiche führen meistens dazu das man enttäuscht wird, anstatt sich darauf einzulassen.
Wer hat nach Starfield bitte noch hohe Erwartungen? 🤣
🙋🏼♂️
Wieso? Starfield ist super.
Ja TES 6 wird es nicht leicht haben, aber man muss es auch nicht jeden Recht machen.
TES 6 hat z.B. schon für viele verloren, wenn keine Drachen vorkommen. Für andere jedoch wird es genau anders rum sein und wenn Drachen vorkommen, dann sehen sie schon wieder eine zu starke Kopie des Vorgängers oder es ist ausgelutscht und wenig einfallsreich etc.
Was mir eigentlich schon immer gefallen hätte, wenn die TES Teile alle wie ein Puzzle ineinander greifen und irgendwann ein ganzes Tamriel ergeben, wo man alle Regionen erkunden kann und eben auch an frühere Orte etc. Reisen kann, die man in vorherigen Teilen geprägt hat. Aber technisch ist dies kaum umsetzbar, da auch einfach zuviel Zeit zwischen den Teilen vergeht…
Wobei, Oblivion haben sie ja bereits geremastered, dann noch Skyrim auf den neuesten Stand bringen und beide mit dem neuen Teil kombinieren. Das wär mega! Ähnlich TESO nur ohne den ganzen Multiplayermist etc.!
Beyond Skyrim könnte was die Landmasse betrifft das sein, was dir vorschwebt.
Danke für die Info, kannte ich noch nicht! Das hätte ich mir damals als ich Skyrim gespielt hatte echt gebraucht! Wollte öfters über die Grenzen hinaus weiterlaufen…
Jetzt brauch ich nur noch jemanden, der mir die nötige Zeit dafür gibt 🙈😅