BioWare: Ehemaliger General Manager spricht über Schwierigkeiten mit der Frostbite Engine

Der ehemalige General Manager Aaron Flynn spricht über die Schwierigkeiten mit der Frostbite Engine im Hause BioWare.

Electronic Arts nutzt bei der Entwicklung seiner Spiele gerne die hauseigene Frostbite Engine. Die Battlefield Macher DICE haben sie geschaffen und arbeiten ebenfalls damit. Auch andere interne Studios des Publishers wie EA Canada (FIFA 20) oder BioWare (Anthem) nutzen die Engine.

Im Falle von BioWare hatte das aber den Nachteil, dass man sie für Rollenspiele nutzte, obwohl sie dafür weniger geeignet ist. Das wirkte sich negativ auf die Entwicklung der Spiele aus, da man zu sehr mit der Engine selbst beschäftigt war, anstatt die Zeit in die Qualität zu stecken.

Über die Probleme bei der Nutzung der Frostbite Engine hörte man zuletzt bei der Entwicklung von Anthem. BioWare hatte sich bislang aber dazu nicht geäußert.

In einem Interview sprach nun der ehemalige General Manager Aaron Flynn über die Frostbite Engine. Zwar lobt er die Engine als mächtiges Werkzeug, gab aber zu, dass sie große Ressourcen benötige, um sie zu pflegen und das Beste aus ihr herauszuholen.

„… und wir wechselten auf eine Engine namens Frostbite. Und Frostbite ist ein interne Engine von EA; sehr leistungsstark, schnell, schön, zweckmäßig gebaut, um einige wirklich coole Dinge zu tun. Aber es ist auch extrem empfindlich und braucht eine riesige Mannschaft.“

„Unglaubliche, beeindruckende technologische Höchstleistungen, wirklich am Puls des Machbaren. Aber man braucht eine riesige Mannschaft von Leuten, um sie zu pflegen und die optimale Leistung aus ihr herauszuholen. Und das ist wirklich die Metapher für die frühesten Tage von Frostbite.“

21 Kommentare Added

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  1. OzeanSunny 37255 XP Bobby Car Raser | 20.11.2019 - 15:40 Uhr

    Tja da ist das Problem. Aber dann ein Spiel so auf den Markt zu werfen ist verantwortungslos.

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  2. snickstick 169650 XP First Star Onyx | 20.11.2019 - 15:40 Uhr

    Naaa sucht da jemand nach Gründen verschiedenster Art um nicht so gute Ergebnisse zu rechtfertigen? Ein grundf alleine reicht aber nicht, da muss mehr kommen. Und ein eingeständiniss, das man dachte man schmeist den Leuten einfach das selbe wie sonst hin, würde auch mal gut kommen.

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  3. Temdox 12360 XP Sandkastenhüpfer Level 1 | 20.11.2019 - 15:57 Uhr

    Ich frage mich dann weshalb die Engine benutzt wurde wenn solche Probleme bekannt gewesen sind. Die Entscheidung scheint wohl in einem anderen Büro getroffen worden zu sein.

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    • Extreme Teddy 3440 XP Beginner Level 2 | 20.11.2019 - 16:17 Uhr

      Jo, oft wird sowas von der oberen Etage entschieden und das Team muss dann mit der Entscheidung zurecht kommen.

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    • n1co 23365 XP Nasenbohrer Level 2 | 20.11.2019 - 16:41 Uhr

      TL;DR

      Es gibt mit jeder Engine Probleme wenn man sie nach eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen verbiegen möchte. Das ist ein ganz normaler Prozess, dass Probleme beseitigt oder gemeistert werden, bietet sich z.B. Epic an die Leute zu Schulen oder zu helfen die Probleme mit der Unreal Engine haben… zwar nicht umsonst, aber Epic hilft auch Nvidia z.B. um optimale Treiber für Spiele mit ihrer Engine zu genießen bevor sie veröffentlicht werden.

      Das Problem hier ist aber tatsächlich, das EA zum Zeitpunkt der Entwicklung, meinte das die Gamer keine Single Player Spiele benötigen oder wollen. Bioware stand im Zugzwang ein solches Spiel zu liefern wie der Publisher es wünscht. Wobei bei Misserfolg auch die Trennung von EA und Bioware im Raum stand. Geld hatten sie genug bekommen, aber die Aktionäre geben niemanden die Zeit, zudem war Bioware überfällig.

      Anthem fühlt sich für mich wie ein Abfall Produkt von Bioware an. Wer weiß wie Bioware Geschichten in Spiele umsetzen und erzählen kann (Neverwinter Nights, Baldurs Gate, Dragon Age…) der weiß auch das Bioware Potenzial hat gute Spiele zu entwickeln. Nur gute Singleplayer Spiele hatte EA kein Interesse…

      Um so schöner das Star Wars Jedi Fallen Order so richtig den Nerv der Game getroffen hat.

      Daumendrücken das Bioware zum Gameplay von Anthem noch eine coole Story dazu bastelt die Singleplayer und Multiplayer vermischt….

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  4. Alex DeLarge 40885 XP Hooligan Krauler | 20.11.2019 - 16:00 Uhr

    naja so schlimm ist seine aussage nun nicht.
    was macht er denn? er kritisiert das er die eigene Hausengine nehmen musste.
    da sie anfällig ist. er entschuldigt das dadurch die qualität gelitten hat.

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  5. Robilein 172685 XP P3P3 L3 P3W P3W Shot 2 | 20.11.2019 - 16:22 Uhr

    Wenn sie wussten das die Engine nicht geeignet ist warum haben sie es dann verwendet? Klar, so eine Entscheidung geht über mehrer Instanzen. Aber als Entwickler müssen sie doch sagen ne, das wird nichts.

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    • Devilsgift 5760 XP Beginner Level 3 | 20.11.2019 - 18:17 Uhr

      Na die hohen Herren bei EA wollten das die Frostbite Engine für alle Spiele genutzt werden.

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  6. de Maja 96465 XP Posting Machine Level 3 | 20.11.2019 - 16:34 Uhr

    Das war ja nur ein Grund warum das Game so schlecht geworden ist, dazu kommt noch das man zwei Jahre vor Release noch nicht wusste was Anthem so richtig werden sollte und der vorgestellte erste Trailer versprach Sachen die bis heute nicht im Spiel vorkommen.

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  7. Ash2X 137600 XP Elite-at-Arms Gold | 20.11.2019 - 17:32 Uhr

    Das Problem mit der Engine istoffensichtlich – sie ist bei jedem Titel bisher ein Problem gewesen und hat ewig gebraucht bis sie genug für diese Generation war…und dann haben selbst ihre Entwickler,DICE, noch Spiele rausgehauen mit extremen Ladezeiten.Irgendwann sollte man sich halt eingestehen das man wieder zurück zu einer anderen Engine gehen sollte.

    Die Entwicklung einer eigenen Engine frisst ganz gerne mal 150+ Millionen,und Lizenzkosten können verdammt unangenehm werden,aber am Ende bringt es halt nichts wenn die Spiele und deren Entwicklung leiden.

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  8. Bibo1GerUk 11380 XP Sandkastenhüpfer Level 1 | 21.11.2019 - 06:27 Uhr

    Schon ’ne alte Geschichte. Ob EA (und andere Devs) je daraus lernen werden ist wieder eine andere Sache. Die unbedingte Einhaltung eines Releasedatums, den kritiklosen PR Hype auch durch die Medien und youtuber und die Vorbestellermentalität vieler Kunden lässt aber an eine grundsätzliche Änderung zweifeln.

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