In einem ausführlichen Gespräch mit YouTuber Destin Legarie blickt Mark Darrah auf die turbulente Entstehung von Anthem zurück, nur wenige Tage nachdem die Server des Online‑Action‑RPGs am 12. Januar 2026 endgültig abgeschaltet wurden.
Der frühere BioWare‑Manager spricht offen über interne Herausforderungen, die das Projekt geprägt haben, und beschreibt, wie das Studio damals mit zu wenig Ressourcen an einem zu großen Vorhaben arbeitete.
Gleich zu Beginn des Interviews schildert Darrah, wie BioWare über Jahre hinweg mehrere parallele Produktionen stemmen wollte und dadurch immer wieder in Konkurrenz um Personal und Aufmerksamkeit geriet.
Erst seit 2022 habe sich das Studio zu einer Phase entwickelt, in der nur noch ein einziges Großprojekt im Zentrum steht. Aktuell sei dies Mass Effect, das laut Darrah sämtliche Kapazitäten binde.
Im weiteren Verlauf verteidigt er die Entscheidung, mit Anthem bewusst neue Wege zu gehen. Er erinnert daran, dass BioWare sich in seiner Geschichte mehrfach neu erfunden habe, von frühen 2D‑Rollenspielen über taktische RPGs bis hin zu actionorientierten Serien wie Mass Effect. Aus seiner Sicht sei es daher folgerichtig gewesen, ein Projekt wie Anthem anzugehen, auch wenn es sich später als zu ambitioniert herausstellte.
Darrah betont, dass die damalige Einschätzung schwierig gewesen sei. Ob das Konzept zu weit vom bisherigen Profil des Studios entfernt war, habe man erst im Rückblick klar erkennen können.
Die Veröffentlichung im Februar 2022 brachte gemischte Reaktionen hervor, geprägt von technischen Problemen und einem spürbaren Mangel an Inhalten.
Ein geplanter Neustart des Gameplays wurde 2021 verworfen, als die Verantwortlichen beschlossen, die Kräfte auf kommende Dragon Age‑ und Mass Effect‑Titel zu konzentrieren.
Mit dem endgültigen Ende der Server rückt Darrahs Einordnung nun in ein neues Licht und liefert einen seltenen Blick hinter die Kulissen eines der umstrittensten Projekte der BioWare‑Historie.
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Ja das ist Biowares letzte Chance , Hoffnung habe ich aber keine mehr an das Studio.
Wenn man dann noch die Ausreden von Darrah hört dann glaubt man fast das die ganze Belegschaft in einer traumatischen Psychose festhängt 😅
Gefühlt war ja jedes Spiel von Bioware nach DA:I (oder zumindest ME:Andromeda) die letzte chance ein finanziell erfolgreiches Game zu machen (bzw einen richtigen Hit zu landen). Gelungen ist es bekanntlich nicht. Schätze einfach, dass man sie ME noch fertig machen lässt und es das dann von bioware war.
Außer es wäre über die Maßen erfolgreich, bin aber doch sehr skeptisch ob das heutige bioware noch solche Erfolge abliefern kann.
Deshalb auch nur ein Projekt, da wird kein Geld mehr in das Studio investiert (was über ME hinausgeht). Meiner Ansicht nach wird Bioware nach ME und evtl noch 1-2 dlcs (je nach „Erfolg“ des Games) endgültig Geschichte sein.
Ich habe da noch in IPs unterschieden, also Mass Effect getrennt von Dragon Age.
Obwohl man ja schon bei Inquisition gemerkt hat das sie nur Trends hinterher hecheln (Openworld überfüllt mit Fetchquests aber da war die Story und Charakterentwicklung noch gut) und ME war Andromeda ja schon der Abstieg, obwohl Teil Drei auch schon nicht mehr so Optimal war, vor allem das Ende😅 , ja und Anthem war n total Versager😅😅 ,ach ja, man hat schon viel zu viel Chancen gelassen.
Es war doch der Versuch eine Cash cow zu entwickeln, die regelmäßig gemolken werden kann. Und keine logische Weiterentwicklung.
Sollte Mass Effect nicht auch eine Serie bekommen? Dann könnte man hoffen, dass die Entwickler (und der neue „Publisher“) sich dem Potenzial bewusst sind. Wenn ich einen Wunsch frei hätte…
Bin gespannt ob das Studio nochmal die Kurve bekommt
Mal sehen, ob sie es schaffen und sich wirklich (vor allem nach dem internen Hickhack und den Querelen mit EA und vor allem den Druck durch EA) wieder auf ihre alten Stärken zurückbesinnen können.
Sagen kann man viel, wenn der Tag lang ist. Sehen werden wir es spätestens, wenn das neue Mass Effect erscheint.
Vertrauen müssen sie sich eben erst wieder verdienen, indem sie ein gutes Produkt abliefern.