Nach den jüngsten Entlassungen bei Destiny 2-Entwickler Bungie ist eine öffentliche Debatte über die Ursachen der Krise entbrannt. Community Manager Dylan „dmg04“ Gafner widerspricht dabei der Ansicht, dass allein die schwierige Marktlage für die Probleme der Spielebranche verantwortlich sei.
Ausgelöst wurde die Diskussion durch einen Beitrag des ehemaligen Square-Enix-Managers Jacob Navok, der argumentierte, die aktuelle Situation der Branche sei in erster Linie auf Marktbedingungen zurückzuführen.
Diesen Standpunkt teilte anschließend auch der ehemalige Bungie-Vizepräsident Mark Noseworthy und bezeichnete ihn als die beste Erklärung für die Entwicklungen der vergangenen Jahre.
Dem widerspricht Destiny 2-Community-Manager Dylan Gafner jedoch deutlich. Seiner Ansicht nach sei es irreführend, ausschließlich den Markt verantwortlich zu machen, ohne gleichzeitig die Verantwortung von Führungskräften zu hinterfragen, die über mehrere Jahre hinweg schlechte Entscheidungen getroffen hätten.
Missverständnisse räumte Gafner wenig später aus. Seine Kritik habe sich nicht persönlich gegen Mark Noseworthy gerichtet. Vielmehr wolle er darauf hinweisen, dass die Schwierigkeiten der Branche nicht allein mit den Marktbedingungen erklärt werden könnten und auch Managemententscheidungen eine wichtige Rolle gespielt hätten.
Die Aussagen zeigen, dass selbst innerhalb der Branche unterschiedliche Einschätzungen darüber bestehen, welche Faktoren maßgeblich zu den aktuellen Herausforderungen vieler Entwicklerstudios beigetragen haben.
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Da gibt es mehrere Faktoren, ein weiterer wäre, dass viele Spiele nicht für die eigenen Spieler gemacht werden und somit floppen 😉.
Die Marktlage bringt auch nichts wenn die Spiele einfach nicht gut sind 😅
Einer der Hauptgründe, warum aktuell so viele Spiele scheitern, ist eigentlich ziemlich simpel: Die Entwickler wissen oft genau, für wen das Spiel gemacht werden soll, berücksichtigen dabei aber nicht, wie gering die Kaufkraft dieser Zielgruppe teilweise ist.
Hinzu kommt, dass bei zu vielen Projekten eine bestimmte Agenda scheinbar an erster Stelle steht, anstatt organisch und glaubwürdig in die Spielwelt integriert zu werden. Vieles wirkt dadurch aufgesetzt. Ein Beispiel dafür war die Präsentation zu Dragon Age: Gefühlt wurde dort den Brustnarben mehr Aufmerksamkeit gewidmet als vielen Aspekten des eigentlichen Spiels. Genau dieser Eindruck bleibt bei vielen Spielern hängen. Gleichzeitig wird häufig das eigentliche Fundament des Spiels vernachlässigt. Gameplay, Spielspaß und technische Qualität bleiben auf der Strecke, sodass am Ende selbst gute Ideen ihr Potenzial nicht entfalten können.
Dabei zeigt Baldur’s Gate 3 eindrucksvoll, wie es auch funktionieren kann. Das Spiel bietet vielfältige Charaktere und unterschiedliche Möglichkeiten zur Identifikation, ohne diese Aspekte über das eigentliche Spielerlebnis zu stellen. Im Mittelpunkt stehen ein starkes Gameplay, eine glaubwürdige Welt und eine spannende Geschichte. Genau deshalb wird Vielfalt dort von vielen Spielern als Bereicherung wahrgenommen und nicht als aufgesetztes Element.
Unterschreibe ich mal so 👍
Die einzige Verantwortung die sie übernehmen sind die Bonuszahlungen an sich selbst wenn sie wieder ein Haufen Leute entlassen haben um die Verluste die sie selbst durch ihre Entscheidungen erhalten haben auszugleichen.
Betrifft jetzt nicht nur Bungie, auch Sony und Microsoft muss man da stark ins Auge fassen. Da kann ich nur nochmal Nintendo erwähnen, die in den Zeiten ihre Mitarbeiter binden durch eine zehnprozentige Gehaltserhöhung.
Ich kann mir denken, wer da als nächstes gefeuert wird… Bye bye Community-Manager. Führungsebene von Bungie und Verantwortung? Hat der Lack gesoffen? 🤣
Das macht ihm jetzt glaube ich nichts mehr aus. Das Spiel läuft noch ein bisschen, dann wird es kaum noch Spieler geben, wie bei Teil 1.
Was ich aber nicht verstehe, warum kommt diese Kritik immer erst im Nachhinein, wenn es zu spät ist?
Sicher gibt es Führungskräfte die keine Kritik wünschen, jedoch sind diese dann nicht als Führungskräfte geeignet und gehören ausgetauscht.
All die Probleme waren vorher schon bekannt, wenn den Devs etc. soviel daran gelegen hat, warum nicht mal streiken? Oder einen offenen Brief schreiben, wenn sich schon niemand traut?
Vielleicht hatten sie Angst um ihren Job. Es soll ja bei Bungie nicht gerade angenehm zugehen und in einer Gewerkschaft sind sie ja m.W.n. auch nicht.
Verstehe ich, aber wenn man Angst hat im Job, oder sich dort nicht wohlfühlt, sollte man vielleicht selber mal drüber nachdenken, ob man so eine Firma mit seiner Anwesenheit weiter unterstützen möchte. Oder ob es nicht besser wäre woanders hinzugehen. Gerade im Spielesektor gab es bis vor 2 Jahren soo viele Möglichkeiten, es wurde doch jeder überall eingestellt und die Leute konnten sich ihre Jobs aussuchen.
Du schreibst es ja selbst: bis vor 2 Jahren – da hatte aber Bungie auch noch nicht diese Krise.
Genau deshalb hätten sie ja mal den Mund aufmachen können. Die Kritiken an Destiny gabs auch schon vor 2 Jahren, im Grunde mit jedem DLC und das muss sich auch da schon in deren Finanzen widergespiegelt haben und definitiv in der Community bei jetzt kritisierenden Communitymanager.
Tja… Da fühlte sich Bungie halt, so wie Sony jetzt, unantasbar.