Der US-amerikanische Komponist Bobby Prince, bekannt für seine ikonischen Soundtracks zu Doom und Doom II, ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Sein Tod wurde von seiner Familie bestätigt.
Prince, der zuvor unter anderem als Soldat im Vietnamkrieg diente und später in verschiedenen Berufen wie Beratung und Recht tätig war, wandte sich Anfang der 1990er Jahre der Musik für Videospiele zu. In dieser Zeit arbeitete er regelmäßig mit Studios wie id Software und Apogee Software zusammen.
Sein Werk umfasst zahlreiche prägende Titel der frühen PC-Spielgeschichte, darunter die Musik zu Wolfenstein 3D, Rise of the Triad sowie mehrere Episoden der Commander Keen-Reihe. Internationale Bekanntheit erlangte er jedoch vor allem durch die Soundtracks der Doom-Reihe, die mit ihrem schnellen, vom Heavy Metal inspirierten Stil einen prägenden Einfluss auf die Videospielmusik der 1990er Jahre hatten.
In einem früheren Interview erklärte Prince, dass er bei der Arbeit an Doom stark vom sogenannten „Doom Bible“-Designdokument inspiriert wurde, das von Tom Hall erstellt wurde. Dieses habe maßgeblich zur Atmosphäre des Spiels beigetragen und ihm geholfen, den musikalischen Ton für das Projekt zu entwickeln.
Auch Branchenkollegen würdigten seinen Einfluss. John Romero, Mitentwickler von Doom, äußerte sich öffentlich und bezeichnete den Verlust als großen Einschnitt. Er betonte, dass Prince sowohl auf die Spielebranche als auch persönlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe.
George Broussard, Mitgründer von Apogee / 3D Realms, beschrieb Prince als äußerst geschätzten Kollegen, der regelmäßig eng mit den Teams zusammenarbeitete und durch seine musikalische Vielseitigkeit beeindruckte. Er hob insbesondere hervor, dass Prince in der Lage war, sowohl humorvolle als auch düstere Klangwelten zu erschaffen und dabei mit begrenzter technischer Ausstattung auf frühen Soundkarten außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.
Erst im vergangenen Monat wurde der Doom-Soundtrack von der Library of Congress in das National Recording Registry aufgenommen, das kulturell bedeutende Tonaufnahmen würdigt. Damit wurde sein Werk offiziell als Teil des musikalischen Kulturerbes der USA anerkannt.
Mit Bobby Prince verliert die Spielebranche eine prägende Figur der frühen PC-Gaming-Ära, deren Musik bis heute als stilprägend gilt und weit über ihre Zeit hinaus Wirkung entfaltet hat.
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Alles Gute, RIP.
Stolzes Alter, R.I.P.
Ruhe in Frieden.
R.I.P. Bobby Prince.