Fallout 4: Ex-Tester enthüllt kuriosen Crash Rekord

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Fallout 4 Tester berichtet von spektakulären Abstürzen und ungewöhnlichen Methoden während der Entwicklung von Fallout 4.

Mitten aus der Entwicklungszeit eines der bekanntesten Open-World-Rollenspiele taucht eine Anekdote auf, die selbst Jahre später noch für Staunen sorgt. Ein ehemaliger Spieletester erinnert sich daran, wie er während der Arbeiten an Fallout 4 gleich mehrere Abstürze in kürzester Zeit provozierte und damit intern für Aufmerksamkeit sorgte.

Colin McInerney, heute beim Studio Strange Scaffold tätig, arbeitete während seiner College-Zeit als Tester bei Bethesda. Schon damals entfernte sich sein Ansatz zunehmend von klassischen Testmethoden und orientierte sich stärker an der Perspektive der Entwickler.

In einem Gespräch schildert er, wie er gezielt versuchte, technische Grenzen auszureizen. Besonders im Fokus stand dabei der Arbeitsspeicher der Xbox One, der mit acht Gigabyte klar definiert war. Sobald diese Grenze überschritten wurde, kam es unweigerlich zu Abstürzen. Genau hier setzte McInerney an und entwickelte unkonventionelle Methoden, um gezielt Speicherprobleme zu provozieren.

Sein Ansatz wich deutlich von üblichen Testverfahren ab. Statt lediglich bekannte Fehler zu überprüfen, stellte er sich bewusst die Frage, wie sich das Spiel aktiv „kaputt machen“ lässt. Durch das gezielte Ausnutzen von Speicherlecks gelang es ihm, Situationen zu erzeugen, die im normalen Spielverlauf kaum auftreten würden.

Besonders eindrucksvoll fällt eine Situation aus, in der er seinen Charakter massiv verstärkte. Über die Konsole verschaffte er sich enorme Erfahrungspunkte und erreichte ein extrem hohes Level. Ausgerüstet mit einer modifizierten Nuklearwaffe, die gleich mehrere Explosionen gleichzeitig auslöste, verwandelte er die Spielwelt in ein chaotisches Testfeld. Innerhalb eines einzigen Morgens führte dieses Vorgehen zu gleich vier Abstürzen.

Solche Ergebnisse blieben nicht unbemerkt. Damals wurden entsprechende Funde intern breit kommuniziert, sodass selbst Führungskräfte innerhalb von ZeniMax Media über außergewöhnliche Testergebnisse informiert wurden.

Rückblickend blickt McInerney auch auf die technologische Entwicklung der Branche. Gerade im Hinblick auf künstliche Intelligenz sieht er klare Grenzen. Seine Herangehensweise beschreibt er als bewusst unorthodox und kaum vorhersehbar, was aus seiner Sicht nur schwer durch automatisierte Systeme reproduziert werden kann.

Die Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie ungewöhnliche Testmethoden in der Spieleentwicklung dazu beitragen können, selbst tief versteckte Fehler ans Licht zu bringen.

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5 Kommentare Added

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  1. Katanameister 534780 XP Xboxdynasty MVP Silber | 23.03.2026 - 14:25 Uhr

    Selbst mit diesen Methoden gibt es immer noch im Nachhinein viel zu viele Bugs bei den meisten Bethesda Spielen.

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  2. Blight 50200 XP Nachwuchsadmin 5+ | 23.03.2026 - 14:35 Uhr

    Sich zu fragen wie man etwas aktiv kaputt machen kann ist doch ziemlich normal bei Softwaretests.

    Sein Test liest sich auch nach totalem Schwachsinn mit erzeugten Gegebenheiten, die im normalen Spiel nicht eintreffen können. Vllt. wäre der Aufwand für konventionellere Tests sinnvoller investiert gewesen. Das Spiel hatte am Anfang noch genug „normale“ Bugs drin.

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