In einem neuen Interview sorgt Dean Carter, Projektleiter der umfangreichen Total‑Conversion Fallout: London, für deutliche Worte zur Zukunft der Fallout‑Reihe.
Während weiterhin unklar bleibt, ob Bethesda tatsächlich an einem neuen Ableger arbeitet, äußert Carter Zweifel daran, ob das Studio die Serie noch in die Richtung führen kann, die viele langjährige Fans erwarten.
Zu Beginn des Gesprächs macht Carter klar, dass er Bethesda respektiert, gleichzeitig aber das Gefühl hat, die Reihe sei an einem Punkt angekommen, an dem ein grundlegender Wandel nötig wäre.
Er spricht davon, dass Bethesda möglicherweise einen Teil zu viel entwickelt habe und es an der Zeit sein könnte, die Marke an ein anderes Studio weiterzugeben. Seine Aussagen drehen sich vor allem um die kreative Ausrichtung der jüngsten Spiele und die Frage, ob die Serie noch den Kern trifft, der sie einst auszeichnete.
„Ich glaube, es ist an der Zeit, sich zurückzuziehen und den Verkauf Ihrer IP in Betracht zu ziehen, denn die Leute mögen die Franchise, aber ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob sie in den richtigen Händen ist, und es tut mir wirklich weh, das zu sagen, weil ich Bethesda liebe.“
Ein zentraler Kritikpunkt ist für ihn die Qualität der Texte und Dialoge. Carter betont, dass er sowohl Fallout als auch The Elder Scrolls schätzt, aber der erzählerische Anspruch der neueren Titel nicht mehr auf dem Niveau liege, das er sich für diese Marken wünsche.
Er verweist auf Skyrim, das er als sehr gutes Spiel beschreibt, jedoch nicht als herausragendes Meisterwerk, wie es manche Fans sehen. Für ihn steht fest, dass frische Autorenstimmen beiden Serien guttun würden.
„Die Qualität der Texte hat stark nachgelassen. Ich weiß, dass ein Unternehmen neue Dinge ausprobieren muss, aber Fallout 76 richtet sich an ein bestimmtes Publikum, aber nicht an diejenigen, die ein Fallout-Spiel für Einzelspieler spielen möchten.“
Im Zusammenhang mit Fallout hebt Carter hervor, dass sein Team bei Fallout: London bewusst einen deutlich düstereren und härteren Ton gewählt hat. Dieser Ansatz orientiert sich an der Atmosphäre des ersten Fallout von 1997, das für ihn bis heute die stärkste Identität der Reihe besitzt. Er sieht die neueren Spiele dagegen eher in einer humorvolleren, teilweise slapstickartigen Richtung, die seiner Meinung nach nicht zum ursprünglichen Geist der Serie passt.
„Alles hat seine Vor- und Nachteile, aber bei Fallout: London waren wir uns einig, dass wir es düsterer und realistischer gestalten wollten, weil Fallout genau das ist, und ich glaube, Bethesda geht in die entgegengesetzte Richtung.“
Carter spricht außerdem darüber, wie sehr er sich eine Rückkehr zu den Themen und Schauplätzen des ersten Teils wünschen würde. Obwohl er Fallout 4 mag und auch der Fallout TV Serie etwas abgewinnen kann, bevorzugt er die rauere, bedrückendere Stimmung der frühen Ära. Als Beispiel nennt er die Serie Silo, die für ihn tonal näher an dem liegt, was Fallout ursprünglich ausmachte.
Seine Aussagen zeichnen ein Bild eines Entwicklers, der die Reihe leidenschaftlich verfolgt und gleichzeitig Sorge hat, dass sie sich zu weit von ihren Wurzeln entfernt hat. Wie Bethesda auf diese Kritik reagiert oder welche Richtung ein möglicher neuer Teil einschlagen wird, bleibt weiterhin offen.
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Also ein besseres writing wäre schon schön
Studios wie Larian haben da ein richtig verwöhnt
Bezweifle aber das Todd Howard Fallout ein anderes Studio überlassen wird
Wenn dann höchstens ein Spinoff
Halte ich für Quatsch. Ohne Bethesda würde einfach das Bethesda Feeling fehlen was die Spiele ausmachen. Egal ob bei Elder Scrolls, Starfield oder Fallout. Ne, das passt schon so.
Naja, das beste Fallout (New Vegas) war nicht mal von Bethesda 😅🤷♂️
Ob Obsidian ein düstereres Fallout hinbekommen würde, das Teil 1 und 2 anknüpft, wage ich aber auch zu bezweifeln. Die letzten Games von denen waren alle quietschbunt.
Ah ja stimmt, gutes Argument. Fallout New Vegas kommt echt sehr gut an. Jetzt würde ich erstmal abwarten wie Fallout 5 wird dann kann man immer noch kritisieren.
Naja, es werden ja die ersten Teile der Serie angesprochen und die hatten eine isometrische Perspektive und vollständig rundenbasierte Kämpfe. Da gab es eben noch keine Bethesdafeeling. Aber das ist auch bald schon dreißig Jahre her und die meisten sind wohl frühestens mit Fallout 3 eingestiegen.
Ja, da hast du recht. Ich zum Beispiel. Bin gleich mit Fallout 3 als erstes eingestiegen und wow, was für ein Erlebnis.
Ich hab tatsächlich Fallout 2 und Fallout Tactics damals gespielt
Dieser Meinung bin ich auch.
Hört sich nicht so rosig an …
Ein Fallout 5 würde ich feiern, auch Fallout 4 hat mir sehr gefallen. Die Kritik bezüglich der Grafik habe ich nie nachvollziehen können.
Mir würde es ja schon reichen, wenn Bethesda überhaupt mal die Rechte an Fallout für einen neuen Teil verwerten würde, anstatt die ich weiß nicht wievielte Edition von Fallout 4 rauszuhauen.
Ich würde es unterstützen
Eine düstere Stimmung und bessere Dialoge/Erzählungen wären mir auch lieber, bleibt abzuwarten ob Bethesda es immer noch drauf hat mit Fallout 5.
Man könnte für die Zukunft auch zwei Stränge starten:
Düster und „Slapstick“
Aber ein wenig Weiterentwicklung wird es so oder so geben, wie wissen wir natürlich noch nicht.
Naklar verkauft Microsoft bzw. Bethesda die IP…. 😅
Im Anschluss gleich Minecraft und COD.
Es geht nicht darum die IP oder Bethesda zu verkaufen
nur das ein anderes Studio es entwickelt
Das kann eins der vielen Xbox Studios sein oder MS
gibt ein Third Studio die Rechte für 5-10 Jahren
„(…)Ich glaube, es ist an der Zeit, sich zurückzuziehen und den Verkauf Ihrer IP in Betracht zu ziehen(…)“
Steht doch ganz klar da. Niemand der im Besitz seiner geistigen Kräfte ist und nicht gerade vor einer Insolvenz steht würde eine so hochwertige IP an ein anderes Studio lizenzieren… auch nicht für 5 oder 10 Jahre. Denkst du Nintendo würde die Super Mario Lizenz oder Sony God of War für 10 Jahre an jemand anders geben? Wenn dann beauftragst du ein externes Studio die das für dich entwickeln und bezahlst die dafür. (Oder wie du sagst man holt eines der vielen anderen eigenen Studios ins Boot)
Hab ich tatsächlich übersehen 😅
Eher ruiniert Besthesda da Franchise selbst.
Recht hat der Mann. Alle guten RPG Narrative der neueren Vergangenheit stammten von europäischen Firmen, während Bethesda dazu neigt ihre Spiele als „Themen-Parks“ zu entwickeln. Die Serie ist zwar ganz gut, aber ebenfalls weit weg von dem was Fallout mal ausgemacht hat.
Als Fallout Fan seit 1997 sehe ich diese Entwicklung ebenfalls kritisch.
Bethesda hat aktuell sowieso nicht den besten Stand, was die Qualität ihrer Spiele betrifft.
Fällt einem schon schwer ihm aus Sicht der Spieler zu wiedersprechen….