Digitale Spielekonten, virtuelle Gegenstände und gekaufte Inhalte können in China künftig unter bestimmten Voraussetzungen vererbt werden. Mehrere Gerichtsentscheidungen haben digitale Vermögenswerte als Eigentum mit realem Wert anerkannt und damit einen wichtigen Präzedenzfall geschaffen.
Die Urteile stammen aus verschiedenen Verfahren der vergangenen Jahre. Richter kamen dabei zu dem Schluss, dass digitale Besitztümer innerhalb von Spielen nicht automatisch ihren Wert verlieren, nur weil sie ausschließlich online existieren.
Mutter erbt 87 Gaming-Accounts ihres verstorbenen Sohnes
Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein Fall, in dem einer Mutter erlaubt wurde, die 87 Gaming-Accounts ihres verstorbenen Sohnes zu übernehmen. Die Gerichte bestätigten damit, dass digitale Spielekonten und die darin enthaltenen Werte grundsätzlich Teil eines Nachlasses sein können.
Dazu zählen unter anderem gekaufte Spiele, virtuelle Gegenstände und andere digitale Inhalte, die mit einem Konto verbunden sind.
Nutzungsbedingungen können Erbe nicht automatisch verhindern
Die Entscheidungen stellen außerdem klar, dass die Nutzungsbedingungen von Plattformen eine Vererbung nicht automatisch ausschließen können, wenn das geltende Recht eine solche Übertragung erlaubt.
Allerdings gibt es weiterhin Grenzen: Persönliche Daten wie private Nachrichten, Chatverläufe oder andere geschützte Kommunikationsinhalte bleiben vom Erbe ausgeschlossen und unterliegen weiterhin dem Datenschutz.
Neue Debatte über digitale Eigentumsrechte
Die Urteile könnten langfristig Auswirkungen darauf haben, wie digitale Güter weltweit betrachtet werden. Während Spiele, Accounts und virtuelle Gegenstände für viele Nutzer inzwischen einen erheblichen finanziellen und persönlichen Wert besitzen, behandeln viele Plattformen diese bislang nur als lizenzierte Nutzung.
Die Entscheidungen aus China könnten daher neue Diskussionen darüber auslösen, wem digitale Besitztümer tatsächlich gehören und welche Rechte Spieler daran haben.
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Hoffe das es künftig mehr Rechte für uns alle geben wird.
Könnte der Beginn für eine Verbesserung mit dem Umgang bzw. Besitz digitaler Inhalte sein.
Das geht schon mal in die richtige Richtung. Mal sehen was in den nächsten Jahren passiert für uns Käufer.
Ja finde ich gut 👍
Finde ich cool.
Ich würde meinen zukünftigen Kindern gerne meinen Acc mit der Bitte vermachen, dass sie bei gewissen Spielen die Achievements vervollständigen sollen. ✌🏻😂
Eigentlich schon bemerkenswert das gerade China da jetzt immer mehr zum Vorreiter wird.
Während die immer mehr Richtung Kunde gehen, entfernt sich vor allem die EU immer weiter weg von diesem …
Inklusive Erbschaftssteuer?
»Persönliche Daten wie private Nachrichten, Chatverläufe oder andere geschützte Kommunikationsinhalte bleiben vom Erbe ausgeschlossen und unterliegen weiterhin dem Datenschutz.«
Ich war letztes Jahr in Beijing.
Den Datenschutz sieht man dort an jeder Hausecke, Ampel, Straßenlaterne usw. 😉
Ja den gibt es dort eigentlich nicht zumindest was den Staat betrifft, untereinander jedoch schon. Lustig fand ich die Shaming Cams an den Ampeln, war selbst ein paar mal drauf.
Bin auch erstaunt das China hier auch mal wieder eine Vorreiterrolle übernimmt und dazu noch positiv für den Konsumenten.
Ich kann meinen Account vererben, aber nicht meinen Skill 😏