Gaming: HP testet Hardware‑Abo für Gaming‑Laptops mit hohen Gebühren

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Image: Depositphotos

Steigende Speicherpreise treiben Hersteller zu Mietmodellen – HPs neues Abo wirkt attraktiv, entpuppt sich aber als teures Langzeitgeschäft.

Mitten in einer Phase steigender Hardware‑ und Speicherpreise etabliert sich das Mieten von Geräten langsam als Alternative zum klassischen Kauf. HP gehört zu den ersten großen Herstellern, die ein solches Modell anbieten.

Obwohl das Programm bereits seit einigen Monaten existiert, sorgt erst ein aktuelles Video von Linus Tech Tips für größere Aufmerksamkeit – insbesondere wegen der Gaming‑Optionen.

Das Abo funktioniert ähnlich wie ein Mietvertrag: Nutzer zahlen monatlich für ein Notebook, besitzen es aber niemals, selbst wenn die Gesamtsumme den ursprünglichen Verkaufspreis übersteigt. Im Gegenzug gibt es jährliche Upgrades, schnelleren Support, zügige Ersatzgeräte und die Möglichkeit, Zubehör gegen Aufpreis hinzuzubuchen.

Am unteren Ende des Angebots steht ein Victus‑Modell mit Ryzen 7 8845HS, RTX 4050, 16 GB RAM und 1 TB SSD für 50 Dollar pro Monat. Derzeit kostet das Gerät im Sale 950 Dollar – nach 19 Monaten hätte man den Kaufpreis also vollständig bezahlt, ohne das Notebook zu besitzen.

Am oberen Ende liegt ein Omen Max 16 mit Core Ultra 9, RTX 5080, 32 GB RAM und 1 TB SSD für 130 Dollar monatlich. Der aktuelle Verkaufspreis liegt bei 2.110 Dollar, was rund 16 Monaten Mietkosten entspricht.

Auch die mittleren Modelle (70 bzw. 80 Dollar monatlich) erreichen die Vollpreisgrenze nach weniger als 20 Monaten, im UVP‑Vergleich nach etwa 25 Monaten.

Problematisch wird es bei der Kündigung. Innerhalb der ersten 30 Tage kann das Gerät kostenlos zurückgeschickt werden. Danach fallen jedoch hohe Gebühren an: Beim Victus‑Abo kostet eine Kündigung im zweiten Monat 550 Dollar, beim Omen Max sogar 1.430 Dollar – und das Gerät muss trotzdem zurück. Erst ab dem 13. Monat entfällt die Gebühr vollständig.

Auch Zubehör lässt sich mieten: Das HyperX Cloud Alpha Wireless kostet 8 Dollar monatlich, ebenso das HyperX QuadCast 2 S – beide Produkte liegen regulär bei rund 200 Dollar.

Das Modell richtet sich klar an Gamer, die jährlich upgraden möchten und den Besitz nicht priorisieren. Wer jedoch langfristig plant, zahlt schnell deutlich mehr als beim Kauf – und die hohen Stornokosten machen kurze Testphasen praktisch unattraktiv.

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36 Kommentare Added

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    • Eisbaer2405 53035 XP Nachwuchsadmin 6+ | 11.02.2026 - 23:10 Uhr
      Antwort auf Hey Iceman

      Ja vor allem man kann es ja auch auf Kredit kaufen monatliche Raten, zahlt halt ein kleines bisschen drauf, aber am Ende gehört es einem und kann es zur Not selbst verkaufen wenn man upgraden will.

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  1. EdgarAllanFloh 115960 XP Scorpio King Rang 3 | 11.02.2026 - 21:10 Uhr

    Das ist wie bei den Autos oder Fahrrädern. Miete und Leasing lohnt sich nie. Man zahlt immer drauf.

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  2. Homunculus 298700 XP Xboxdynasty Veteran Silber | 11.02.2026 - 21:11 Uhr

    Das ist ja mal richtiger Scam.. hoffentlich nutzt das niemand.
    Dann lieber den Betrag zur Seite packen.

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  3. kleineAmeise 141110 XP Master-at-Arms Bronze | 11.02.2026 - 22:41 Uhr

    Und wenn man es erst selber beschädigt. Was kostet es dann?
    So eine Frechheit das ganze.
    Hoffe niemand ist so dumm.

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  4. n4rcotic 2580 XP Beginner Level 2 | 11.02.2026 - 23:47 Uhr

    Klingt nicht attraktiv da wäre es mehr als fair sowas wie einen Mietkauf anzubieten (gibt es das heute überhaupt noch?) der Hersteller hat das Gerät abgesetzt, der Mieter zahlt die Raten und das Gerät geht dann in den Besitz des Mieters über. Dann hat man auch was davon. Das was HP anbietet mag vielleicht kurzfristig eine Lösung sein um schnell für Ersatz zu sorgen – aber bei den Preisen für Kündigungen etc. wird es einem erst recht schlecht. Wer denkt sich sowas aus oder hoffen die jeden Morgen steht ein Blöder auf?

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