Für Micron markieren 16 neue strategische Kundenvereinbarungen einen wichtigen Schritt, um hohe Margen bei Speicherprodukten über mehrere Jahre hinweg abzusichern.
Der Speicherhersteller hat nach Angaben von CEO Sanjay Mehrotra insgesamt 16 sogenannte Strategic Customer Agreements (SCAs) abgeschlossen. Die meisten dieser Verträge laufen von 2026 bis 2030 und verpflichten Kunden dazu, bestimmte Mengen an Speicherprodukten abzunehmen. Gleichzeitig werden Preisbänder mit festgelegten Unter- und Obergrenzen vereinbart.
Laut Mehrotra garantiert die Preisuntergrenze Bruttomargen, die über den bisherigen Spitzenwerten früherer Marktzyklen liegen. Die Obergrenze schützt Kunden wiederum vor weiteren drastischen Preissteigerungen am Speichermarkt.
Als Begründung für die langfristigen Vereinbarungen verweist Micron auf die weiterhin angespannte Versorgungslage bei Speicherprodukten. Nach Einschätzung des Unternehmens wird das Angebot selbst bei einer schrittweisen Verbesserung der Produktionskapazitäten nicht ausreichen, um die steigende Nachfrage vollständig zu decken. Besonders der Boom rund um KI-Anwendungen erhöht den Bedarf an High-Bandwidth-Memory (HBM), während gleichzeitig weiterhin NAND- und DRAM-Produkte benötigt werden.
Mehrotra erklärte zudem, dass die zunehmende Komplexität moderner Speichertechnologien den Bau neuer Fertigungsanlagen erschwere und verlängere. Selbst zusätzliche Fabriken würden daher nicht kurzfristig zu einer ausreichenden Entspannung des Marktes führen.
Die strategischen Vereinbarungen sollen künftig rund 40 Prozent des Micron-Umsatzes abdecken. Ein weiterer Vorteil für den Hersteller besteht darin, dass Kunden im Rahmen der Verträge Vorauszahlungen leisten, die den Ausbau der Produktionskapazitäten finanzieren können.
Auch die Geschäftszahlen des dritten Quartals fielen außergewöhnlich stark aus. Der Umsatz erreichte 41,5 Milliarden US-Dollar und stellte damit den fünften Quartalsrekord in Folge auf. Die DRAM-Sparte erwirtschaftete mit 31,3 Milliarden US-Dollar ebenfalls einen Rekordwert, während NAND-Produkte 9,9 Milliarden US-Dollar zum Umsatz beitrugen.
Der Nettogewinn lag bei 28,9 Milliarden US-Dollar, die Bruttomarge erreichte 84,9 Prozent. Für das vierte Quartal stellt Micron sogar einen Umsatz von 50 Milliarden US-Dollar sowie eine Bruttomarge von rund 86 Prozent in Aussicht.
Darüber hinaus erwartet das Unternehmen, dass die Produktion von DRAM-Speicher im Jahr 2026 im niedrigen bis mittleren 20-Prozent-Bereich wachsen wird. Gleichzeitig rechnet Micron jedoch mit einer geringeren durchschnittlichen DRAM-Ausstattung klassischer Server, da Kunden aufgrund der knappen Speicherverfügbarkeit ihre verfügbaren Systeme möglichst effizient verteilen müssen.
An der Börse kamen die Aussagen gut an: Die Micron-Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund 15 Prozent zu.gaming
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Na das sind ja großartige Neuigkeiten 🤢
Sage ich doch, da wird sich in absehbarer Zeit nichts ändern, es wird noch steigen und die jetzigen Preise werden bei beruhigten Märkten die Bestpreise sein.
Das wird Nie wieder wie früher
🫣 was da noch so kommen wird?
Immer das gleiche Spiel. Ich ziehe mal einen Vergleich mit Öl. Das teure Öl war zu beginn des Krieges komischerweise sehr schnell hier (Preis an der Zapfsäule). Und das trotz langer Lieferwege und Verträge. Das billige Öl kommt, wenn überhaupt, nur sehr sehr langsam an den Zapfsäulen an (gerade wegen der langen Lieferwege und Verträge). Ähnlich, quasi genau so, läuft es jetzt in dem Bereich hier auch.
Ich finde dieses gebaren mittlerweile, Global, enorm wiederlich.
War nie anders.
Oh man, und dann diese Summen…