Der erfahrene MMO-Entwickler Jack Emmert hält den stetig wachsenden Umfang moderner Online-Rollenspiele für eines der größten Probleme des Genres.
Im Gespräch mit GamesIndustry.biz erklärte der frühere Entwickler von City of Heroes, Neverwinter, Champions Online und Star Trek Online, dass viele Studios zu stark auf riesige Mengen an Inhalten setzen würden, anstatt bestehende Systeme sinnvoll auszubauen.
Laut Emmert brauche ein erfolgreiches MMO nicht „unzählige Dungeons“, sondern vor allem motivierende Progression und langfristige Wiederspielbarkeit. Spieler hätten durchaus Interesse daran, Inhalte mehrfach zu absolvieren, sofern sich dabei Fortschritt und Verbesserung spürbar anfühlen.
Besonders kritisch sieht Emmert den Trend, neue Online-Spiele bereits zum Start mit einer enormen Menge an Features und Content auszustatten. Entwickler würden häufig Zeit und Ressourcen in Systeme investieren, die von Spielern später kaum genutzt werden.
Stattdessen plädiert er für einen kleineren Startumfang mit konsequenter Live-Service-Unterstützung. Entscheidend sei nicht ein gigantischer Release mit hunderten Stunden einzigartiger Inhalte, sondern regelmäßiger Nachschub im Abstand weniger Monate.
Emmert verweist dabei auf seine bisherigen Projekte, die trotz teils kleinerer Zielgruppen über viele Jahre aktiv geblieben seien. Selbst City of Heroes, dessen offizielle Server eingestellt wurden, lebt inzwischen dank einer von Fans betriebenen Wiederbelebung weiter.
Zum Abschluss zeigte sich Emmert zudem selbstbewusst gegenüber großen Publishern wie EA oder Microsoft. Seiner Ansicht nach könne er Spiele schneller und kostengünstiger entwickeln, weil er bewusst auf fokussierte Nischenprojekte setze statt auf maximalen Umfang.
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Naja, recht hat er nicht wirklich. Selten kommen die Games mit viel Inhalten, meist ist das Endgame relativ schnell ausgelutscht. Wenn die Games noch weniger Inhalt haben sollen, dann gibt’s ja gar nix zu tun, vor allem dauert es immer ewig bis neuer Content kommt
Sehe ich genauso.
die allermeisten „neues“ Games dieser Art scheitern am fehlenden EndGame…
Sehe ich anders.
Das Problem ist die heutige Zeit der Streamer.
Alles rennt ins Endgame und alle wollen Millionen Verkäufe.
Die Spieler die bleiben würden, was weder Powergamer noch streamer sind in breiter Masse, werden ignoriert weil man sich ja aufs Endgame konzentrieren muss und da das dauert sind die dann alle weg und die die noch gar nicht da sind wurden ignoriert und sind wegen dem Weg dahin dahin weg.
„Normale“ Spieler brauchen kein Endgame weil sie das eh nicht packen. Was die brauchen ist Motivation und das erreichst du eigentlich in dem du denen das bietest was du Hardcoregamern auch bieten würdest.
Nen Raid kann man für Casuals machen für 6 Leute, ne normale Version mit etwas anderen Mechaniken, ne Hardcore Version und von mir aus noch ne ne Mythisch.
Man müsste nur den Loot entsprechend anpassen und den 2 Raid entsprechend drauf aufbaun. Raid 1 normal packen Randoms. Raid 1 Hard nur Teams etc. Und bei Raid Raid 2 müsstest du entsprechend raid 1 gekleidet sein.
Dann würd das auch funktionieren.
Aber was alle machen ist 95% Content während der levelphase was 90% der Spieler überspringen und dann abhauen weil ihnen die restlichen 5% content nicht reichen und die Entwickler ignorieren die 10% der Spieler die sie dauerhaft halten könnten weil die 90% ja viel wichtiger sind 🙁
Man muss Casuals bedienen, nicht Hardcore Spielehopper die eh schnell wieder weg sind.
Kann man auch an den Erfolgen von Diablo 4 sehen. Paragon 200 haben 40% der Spieler, 300 gerade mal 1%. Die Hardcorezocker sind da einfach in der deutlichen Unterzahl. Und selbst wenn man hier mal die Leute fragen würde was ihr Maximal-Paragon wäre dann dürften wohl die Wenigsten die 275 schon überschritten haben, geschweige denn 300 erreicht.
Wo ich dir definitiv recht gebe, Streamer sind ein riesen Problem! Mach dies,tu jenes und du wirst OP, in jedem Video wird das genutzt, aber die Entwickler/Publisher schieben denen doch eh alles in den ….., also sind die genauso schuld und sobald die Zuschauerzahlen sinken und was neues kommt ist der Streamer beim neuen Game, warum? Weil es ihm nur um die Kohle geht wie den Publishern auch, einmal unsere Kohle bekommen kann man sie gepflegt ausruhen.
Bin auch der Ansicht, dass er sich mit der Aussage verrannt hat, gerade in einem MMO sind mehr Inhalte immer besser, schon alleine wegen der Langeweile, die sich schnell einstellen kann.
Nein er hat recht. Das Problem sind zu großen Teilen die Spieler, die mit ihrem suchtartigen Spielkonsum übertreiben und nach ein paar wenigen Wochen Langeweile brüllen. Dazu kommt die Angst den Anschluss zu verlieren. Sieht man ja ganz gut bei WoW mit seinem vertikalen Progress.
Da lobe ich mir ein GW2 das ich auch nach 2 Jahren starten kann und direkt vorn mitspielen kann.
Ich habe damals, als Star Trek Online erschien, dieses sehr intensiv gespielt. War insgesamt ein gutes Spiel, aber scheiterte dann auch am Enspielinhalt.
Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass man bei der Menge an Inhalten ziemlich schnell überfordert ist und nicht weiß, wo man anfangen soll.
Persönlich finde ich viel Inhalt immer gut und es ist eher die Frage, wie dieser im Spiel integriert ist.
Welche bitte meint er denn jetzt. Kann mich an keins der letzten Jahre erinnern. Was ist überhaupt rausgekommen in den letzten 5 Jahre? Star Trek Online ist ein Relikt und wie lange bitte schon draussen ? Jo 16 Jahre. Die einzigen „modernen“ MMO der letzten Zeit kommen aus Asien und die haben sowieso schon immer andere Vorstellungen von MMO als der Westen gehabt und Ihre eigene Linie mit viel Content.
Ich war ein Hardcore Progress WoW Raider aber ich bin danach nie wieder in ein anderes MMO reingekommen.
Irgendwie hatte ich an jedem neuen MMO das ich ausprobiert habe etwas auszusetzen. ^^
Ich denke man hätte hier Qualität statt Quantität argumentieren können, aber dass er es nicht macht, bringt mich zum schmunzeln.
Thema Endgame: Oft denke ich mir wenn ich eine Aktivität 3x gespielt habe und sie einfach keinen Sinn/Spaß/… macht. Wie saßen die beim Testen vor ihrem Monitor? Mit leuchtenden Augen und voll dabei? Ne sie haben es einfach nie selbst gespielt oder die Tester hatten nicht die Eier zu angemessener Kritik. Wie kann man nur auf diese Art ein Produkt entwickeln?
Finde auch das es schön viele Inhalte sein sollte nicht weniger
Die Balance zwischen Fortschritt und Grind muss stimmen. Außerdem sollten Spieler die nicht massenhaft Geld ausgeben nicht so sehr benachteiligt werden. PoE macht da einen fantastischen Job wie ich finde.