Gegen Samsung, SK Hynix und Micron wurde in den USA eine Sammelklage eingereicht, in der den Speicherherstellern eine künstliche Verknappung von DRAM-Speicher zur Erhöhung der Preise vorgeworfen wird. Das Verfahren wurde beim United States District Court for the Northern District of California unter dem Aktenzeichen 3:26-cv-06345 eingereicht.
Die Kläger werfen den drei Unternehmen vor, das Angebot an DRAM gezielt eingeschränkt zu haben, um die Preise auf einem hohen Niveau zu halten. Neben Schadensersatz verlangen sie eine gerichtliche Prüfung möglicher Verstöße gegen das US-Kartellrecht.
Die Vorwürfe fallen in eine Phase, in der die Preise für DRAM-Speicher aufgrund einer hohen Nachfrage – insbesondere aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz – deutlich gestiegen sind. Die Hersteller verweisen ihrerseits auf den anhaltend hohen Bedarf und investieren nach eigenen Angaben in zusätzliche Fertigungskapazitäten und Produktionslinien, um das Angebot künftig auszuweiten.
Wie das Verfahren ausgehen wird, ist derzeit offen. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Versorgung mit DRAM-Speicher auch in den kommenden Jahren angespannt bleiben könnte, da Hersteller verstärkt langfristige Lieferverträge mit strategischen Großkunden abschließen.
Die aktuelle Klage erinnert an einen früheren Fall aus dem Jahr 2005. Damals bekannte sich Samsung schuldig, zwischen 1999 und 2002 an Preisabsprachen für DRAM beteiligt gewesen zu sein, und zahlte im Rahmen eines Verfahrens des US-Justizministeriums eine Strafe von 300 Millionen US-Dollar. Zu den damals betroffenen Unternehmen gehörten unter anderem Dell, HP, Apple, IBM und Gateway.
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Da kommt ja sicher wieder nicht viel raus 🫣.