Grand Theft Auto V: Eine Hommage an GTA: Warum jeder Gamer es liebt

Ein GTA-Spezial: Warum so viele Gamer das Spiel Grand Theft Auto lieben und was das dahinterstehende Erfolgsrezept von Rockstar Games ist.

Grand Theft Auto. Vor Oktober 1997 verband alle Welt mit diesen drei Begriffen nur eines: die englischsprachige Bezeichnung für die Straftat schwerer Autodiebstahl. 2021 jedoch verstehen die meisten von euch darunter 16-mal grandiosen Spielspaß und eine Spielereihe, die es wohl wie kaum eine andere schafft, die zutiefst diverse Welt der Gamer mit jeder Neuauflage an einen Tisch zu bringen.

Fragt euch selbst: Kennt ihr irgendjemanden, der GTA generell (also nicht nur Teile) gar nicht mag? Wahrscheinlich nicht, denn an dem Punkt ist GTA ein wenig wie Pizza – damit können auch die unterschiedlichsten Geschmäcker etwas anfangen.

Doch was ist das Geheimrezept, das Rockstar Games verfolgt? Warum lieben so viele Generationen mit Millionen von Gamern seit nunmehr fast einem Vierteljahrhundert dieses Spiel? Warum kehren wir immer wieder nach Liberty City, San Andreas und Vice City zurück, obwohl die jeweilige Hauptstory längst durchgespielt ist?

Wie können selbst die alten Teile noch so faszinieren, dass einige Fans jüngst in akribischer Kleinarbeit den Quellcode von GTA 3 und Vice City reverse-engineered haben? So viel bereits vorweg: Es ist die Tatsache, dass Rockstar es jedes Mal schafft, zahllose Punkte miteinander zu vereinen und dabei fast immer den richtigen Ton zu treffen.

  1. Es ist ein Spiel, das beinahe jeden Gamer-Charakter anzieht

Worauf Gamer stehen, dürfte um ein Mehrfaches vielschichtiger sein als sämtliche Spielegenres und Untergenres. Doch wo beispielsweise das frisch releaste Pacer immer „nur“ ein Rennspiel bleiben wird, wo man bei Hitman 3 immer auf schleichende Art Zielpersonen umlegen muss, ist jedes GTA immer ein Sammelsurium:

  • Shooter
  • Rennspiel
  • Simulation
  • Jump ´n´ Run
  • Prügelspiel
  • Geschicklichkeitsspiel

Diese Liste ließe sich noch verlängern, denn jedes GTA-Game hat den Charakter einer riesengroßen Wundertüte, in der für jeden etwas drinsteckt. Aber: Das ist nur ein Teil der Medaille. Was die Reihe zum Hit-Mix macht, ist die Tatsache, dass die Entwickler es hinbekommen, jedes integrierte Genre zumindest befriedigend auszuführen, manchmal sogar auf ziemlich hohem Niveau.

Wenn ihr beispielsweise bei GTA IV Nico Bellic mit Pistolen und Co. gegen eine Horde Gangster antreten lasst, dann schlüpft das Spiel in die Rolle eines passablen Shooters – nicht so perfekt wie manch reiner Shooter, aber spaßig und gut kontrollierbar. Und wenn ihr gleich danach irgendeine arme digitale Seele aus ihrem Auto zieht, um den Ort des bleihaltigen Spektakels zu verlassen, wird das Game zu einem ebenfalls zumindest passablen Rennspiel.

Klar, wenn ihr bei GTA: San Andreas CJ auf ein BMX-Bike steigen lasst und damit Tricks durchführt, dann ist das weniger umfangreich wie das alte Mat Hoffman’s Pro BMX 2. Aber dennoch ist es eine mehr als bloß oberflächlich integrierte Spielvariante.

Diese Vorgehensweise zieht sich wie ein roter Faden zumindest durch alle dreidimensionalen GTA-Varianten (ab GTA III): Viele mindestens brauchbar integrierte Genres unter dem Dach eines Spiels.

  1. GTA kann auf so viele Arten durchgespielt werden

Diese Vielfalt deckt sich auch mit der möglichen Vorgehensweise. Dass GTA, vor allem in seinen Anfangszeiten, den Open-World-Gedanken neu definierte, war und wird immer ein Geheimrezept sein – so weit und offen, wie die Welt des jeweils aktuellen GTA, sind nur wenige Spiele.

Hinzu kommt, dass euch weitgehend freigestellt ist, wie ihr das Game durchzieht. Selbst, was die Hauptstory anbelangt, gibt es nicht immer nur lineare, vorgegebene Wege. Und spätestens dann, wenn die, GTA-typisch, zunächst gesperrten Kartenregionen freigespielt (oder frei-gecheatet) wurden, ist es möglich, die Story gänzlich beiseite zu legen und sich nur noch anderen Dingen zu widmen.

Auch kommt hier noch hinzu, dass sich die Entwickler für die Hauptstory immer etwas einfallen lassen, damit es nicht langweilig wird:

  • In der einen Mission geht es nur um fahrerische Geschicklichkeit und Tempo („All we had to do was follow the damn train, CJ“),…

  • …in der nächsten müsst ihr in bester Sam-Fisher-Manier durch die Gegend schleichen,…
  • …nur um in der dritten Mission mehr Blei zu spucken als ein Vulkan Lava.

Das sorgt dafür, dass niemals Langeweile aufkommt. Selbst wenn die aktuelle Mission zu knifflig ist, frustrierend und nervig, besteht immer die Gewissheit, dass in der nächsten ein anderer Schwerpunkt gesetzt wird. Und wenn ihr zwischenzeitlich Lust habt, speichert ihr ab und versucht, auf der höchsten Fahndungsstufe so lang wie möglich zu überleben. Hand hoch, wer das noch nie in GTA versucht hat.

  1. Jedes Spiel ist vollgepackt mit Quests und Nebenmissionen

Es wäre eine Sache, wenn ihr in GTA die Möglichkeit hättet, die Hauptmissionen nach Belieben anzugehen und zwischenzeitlich die Welt zu erkunden. Aber wenn wir ehrlich sind, würde das irgendwann langweilig werden – ziellos durch die Gegend fahren, fliegen, Passanten verprügeln und sich mit den Cops anlegen macht nur eine Zeitlang Spaß.

Doch schon lange, eigentlich sogar seit Part 3, ist GTA nicht so. Egal ob es darum geht, möglichst weit mit zu springen, zu trainieren, anderen Gangs ihre Reviere abzuluchsen, sich mit der schönsten Nebensache der Welt zu befassen, oder Taxi zu fahren: Jedes GTA ist picke-packe-voll mit Nebenmissionen, Quests und anderen Aufgaben, die das Spielen spannend halten.

Bei GTA V beispielsweise habt ihr das Spiel durch Erfüllung der Hauptmissionen zu lediglich 50 Prozent durchgespielt. Um auf die 100 Prozent zu kommen, müsst ihr noch zahlreiche weitere Dinge erledigen – und selbst hinter dieser Schwelle warten noch Aufgaben, die nicht gewertet werden, etwa Waffenschmuggel.

Hierhinter verbirgt sich auch das Geheimnis, warum es immer wieder Spaß macht, auch alte GTA-Teile nochmal anzuspielen, selbst wenn ihr die Story nicht wieder beginnen wollt: es gibt immer einen guten Grund, sich auf das Spiel einzulassen – und sei es nur, sich irgendein Auto zu schnappen und durch die Welt zu cruisen. Apropos Welt:

  1. GTA ist wie die reale Welt – nur mit einigen Gimmicks

Schon seit den allerersten Videospielen, in denen ihr in eine irgendwie geartete Rolle schlüpft, sind Games meistens nur an wenigen Punkten mit der realen Welt verknüpft – selbst GTA ist nicht frei davon: Sich riesige Schießereien mit der Polizei liefern, geschnappt werden und es passiert nicht mehr, als dass man die Waffen verliert und einige Straf-Credits zahlen muss?

Allerdings muss man für die Spielereihe hier eine Lanze brechen: Sie versucht, bei aller spielerischen Übertreibung, immer dicht an der echten Welt zu sein. Wer es bei San Andreas mit Cluckin´ Bell und Co. übertreibt, trägt fix einen dicken Bauch vor sich her. Wer bei GTA IV mit seiner Holden in die Bar geht, kann dort Darts spielen und nicht zuletzt bei GTA Online steht mit dem The Diamond Casino & Resort ein regelrechter Tempel des Zockens zur Verfügung.

Tatsächlich geht der Realismus so weit, dass GTA als Lehrmeister für die reale Welt funktionieren kann. Wer im Spiel begreift, wie die verschiedenen Darts-Varianten aufgebaut sind, kann auch in wirklichkeit Pfeile werfen. Und wer im Diamond Casino an die Slots und Tische geht, braucht abseits des Spiels nur noch die hierzulande zur Verfügung stehenden Dienste zu checken und kann ebenfalls mit Roulette und Co. loslegen. Und auch wenn ihr es vielleicht nicht wisst, wurde im Internet schon unzählige Male gefragt, wo man shoppen gehen muss, um sich wie Nico Bellic zu kleiden, womit ein weiterer Berührungspunkt in die analoge Welt besteht.

So sieht es aus: Wenn ihr die wenigen völlig unrealistischen Elemente herausrechnet, dann ist praktisch jedes GTA deshalb so charmant, weil es so dicht an unserem normalen Leben ist, wie es nur möglich ist. Kombiniert mit der Tatsache, dass ihr so vielfältige Optionen habt, wird daraus eine ziemlich actiongeladene Variante der Sims – die bekanntlich auch deshalb so beliebt sind, weil sie recht lebensnah sind.

Übrigens: Als GTA V herauskam, gab es regelrechte Enttäuschungswellen, weil es nur noch sehr reduziert möglich ist, in Restaurants und an ähnlichen Orten essen zu gehen.

  1. Rockstar schafft es immer wieder, packende Storys und Epochen zusammenzubringen

Als 1999 das Expansion Pack London 1969 für das allererste GTA veröffentlich wurde, begann eine Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert: Rockstar gab und gibt sich immer große Mühe, jedes Spiel in einen interessanten Story-Rahmen einzubetten und teilweise auch in eine spannende Epoche.

Ihr müsst nicht einfach nur als No-Name diverse Unterwelt-Missionen absolvieren, nein, ihr müsst:

  • als gerade aus dem Knast entlassenes Mitglied der Mafia euren Ruf in einer Stadt verteidigen, die dem Miami Mitte der 1980er wie aus dem Gesicht geschnitten ist.
  • als ehemaliger Gangster in einer Stadt bestehen, die so dicht am Los Angeles der frühen 1990er ist, dass es wie die spielbare Variante von Filmen wie Boyz in da Hood und Menace II Society
  • als Anführer einer Biker-Gang zwischen allen Fronten stehen und dabei die Crew irgendwie zusammenhalten.

Vor allem Vice City und San Andreas wurden gefeiert, weil sie zwei besonders spannende Epochen zu einem solchen Fokus machen. Doch es geht auch ohne Zeitreisen. Das beweisen die anderen Teile der Serie, die sich „nur“ damit begnügen, euch eine interessante Hintergrundgeschichte erleben zu lassen.

Es gibt viele Spiele, in denen das Spielen im Vordergrund steht und die sich trotzdem oder gerade deswegen bestens verkaufen. Schaut ihr euch jedoch GTA an, vielleicht die Red-Dead-Westenreihe (bekanntlich ebenfalls aus dem Hause Rockstar) oder auch die Black-Ops-Teile von Call of Duty, dann werdet ihr feststellen, dass dahinter immer eine Story steht, die sich in Aufbau und Spannungsbogen nicht vor Romanen oder Kinofilmen verstecken muss.

Nicht jedes Game braucht sowas, aber die, einen großen Story-Fokus setzen, bekommen meist viel Lob dafür.

  1. Unendliche Weiten – und jede Menge Vehikel aller Art

Open World ist das eine, aber es gibt doch einen gehörigen Unterschied zwischen offener Welt und offener Welt im GTA-Style. Ihr wollt Zahlen?

  • 8,12 bei GTA III
  • 9,11 bei GTA: Vice City
  • 16,14 bei GTA IV
  • 38,2 bei GTA: San Andreas
  • 75,84 bei GTA V

Hinter den Werten verbirgt sich die Größe der zusammengenommenen Land- und Wasserflächen der jeweiligen Spiele in Quadratkilometern. Auf die reale Welt übertragen mag das nicht nach sonderlich viel wirken. Aber einmal als Vergleich: Manhattan bringt es auf 87,5 Quadratkilometer, ist also gar nicht so weit entfernt.

Allerdings wäre der Vergleich zwischen Spiele- und Realwelt ziemlich unfair. Denn beginnend mit San Andreas begann Rockstar, die Fläche mit diversesten Landschaftsformationen zu füllen. Großstadt, ländliche Ecke, Wüste, alles war dabei.

Hier wird die „geringe“ Größe der Maps sogar zum Vorteil: Ihr könnt euch einfach auf Entdeckungstour begeben und innerhalb einer Stunde nicht nur zahlreiche Landschaftsformationen sehen, sondern auch verschiedene Tageszeiten und Wetterbedingungen – bei all dem komprimiert das GTA-Prinzip die reale Welt, um es spielbarer zu machen. Wären alle Flächen, Distanzen und Zeiten 1:1, wärt ihr nur mit Fahren, Fliegen und Laufen beschäftigt.

Apropos: Auch das ist natürlich eine Stärke. Die ganzen Autos, Motorräder, Panzer, Helikopter und sonstigen Fahr- und Flugzeuge, mit denen ihr euch durch die GTA-Welt bewegen könnt.

Schon die Vielfalt ist heftig – bei GTA V sind es in der Basisversion ganze 348 eigenständige, spielbare Fahrzeuge. Hinzu kommt jedoch, dass Rockstar noch viel weiter geht:

  • Die teilweise gegebene Möglichkeit, die Fahrzeuge zu modifizieren.
  • Die eigenständige Fahrphysik, wodurch sich jedes Modell anders fährt/fliegt.

Gut, heutzutage können viele Games mit derartiger Vielfalt aufwarten, GTA war aber einer der maßgeblichen Motoren hinter diesem Trend und ist auch bemüht, bei jeder neuen Ausgabe noch etwas zu ermöglichen.

  1. Ein Feuerwerk der Soundtracks und epischer Kalauer

Games musikalisch zu untermalen ist fast so alt wie die Idee des Videospiels – mit dem Thema hat sich sogar schon das Abbey Road Institute befasst, eine Hochschule für Toningenieure.

Aber: Auch hier hat GTA Bahnbrechendes geleistet. Denn zu einer großen, realistischen Spielewelt gehört auch eine große, realistische Musikauswahl. Schon Teil 1 gab dem Spieler die Option, in Fahrzeugen aus sieben verschiedenen Radiostationen zu wählen. Bei GTA V sprechen wir sogar von 22 Radiosendern mit insgesamt 404 Songs – alle Updates zusammengenommen sind es sogar 538 Stücke. Und immer ist für wirklich jeden Geschmack etwas dabei und passt die Auswahl zum geographischen und historischen Hintergrund der jeweiligen Spielewelt.

Doch begnügen sich die Entwickler auch hier nicht nur mit Musik – obwohl es ihnen wohl niemand ankreiden würde. Nein, sie packen Talkshows mit hinein, Werbespots, Jingles und verstecken darin immer wieder Kalauer wie das Bier namens Pißwasser oder den Werbespot für das Exploder-Überlebensmesser – das sich wiederum an den im gleichen Spiel laufenden Werbespot für den im 80s-Rambo-Style gehaltenen Exploder-Actionfilm anlehnt.

Einerseits macht das die GTA-Games an einem weiteren Punkt herrlich realitätsgetreu. Andererseits sorgt es auch dafür, dass die manchmal langen Fahrten verkürzt werden – oder ihr auch einen Grund habt, durch die Gegend zu cruisen.

  1. Das klassische Gangster-Epos in spielbarer Weise

Hand aufs Herz: Was es in Sachen Crime filmisch zu erzählen gibt, wurde wohl schon mindestens einmal auf die Leinwand gebracht. Das geht von Portraits einzelner Gangster bis zum Ausrollen eines ganzen Epos wie bei Der Pate. Die Charaktere und Hintergründe mögen sich wandeln, der Kern bleibt jedoch immer gleich.

Auch bei GTA ist es nicht wirklich anders. Seit der dritte Teil euch erstmals die Kontrolle über einen (marginal) mit Hinter- und Handlungsgrund versehenen Charakter gab, geht es immer nur ums gleiche: Als Krimineller in einer kriminellen Welt erfolgreich sein.

Wird das langweilig? Klares nein – so, wie wir auch immer wieder neue Gangsterfilme genießen, obwohl das Kernformart wohlbekannt ist. Nur schafft es GTA durch die Ausgestaltung der Missionen und der ganzen Geschichte immer wieder, eine neue Story zu eröffnen. Und nicht nur das: Es gibt euch den Controller in die Hand und sagt „hier, mach mal, du bist jetzt der Gangster“.

Natürlich tun auch viele andere Spiele Ähnliches. Aber GTA fokussiert sich auf etwas, was nur wenige tun: Kriminelle. Und auch wenn ihr im echten Leben niemals das Gesetz brechen würdet, ist es hierbei nicht nur möglich, sondern verdammt spannend und spaßig – und folgenlos.

  1. Überzogene, schräge, aber immer irgendwie coole und menschliche Charaktere mit Tiefgang

Preisfrage: Wie heißt der Hauptcharakter in GTA III? Wenn ihr es nicht wisst, ist das nicht schlimm – Claude ist ein äußerst schweigsamer Charakter, was ihn damals, als das Spiel herauskam, auch keine Sympathiepunkte einbrachte. Allerdings nahm sich Rockstar die Kritik schnell zu Herzen.

Schon ein Jahr später, bei Vice City, hatte Tommy Vercetti nicht nur deutlich mehr charakterlichen Tiefgang, sondern wurde im Original auch von Ray Liotta gesprochen – äußerst passend, wenn man seinen Background als Hauptdarsteller in Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia bedenkt.

Von da an gab sich Rockstar immer mehr Mühe, die Charaktere noch detaillierter, noch liebevoller auszugestalten. Fast immer sind es Antihelden, tragische Helden. Auf der anderen Seite stehen mit Typen wie Gay Tony, Roman Bellic, Brucie Kibbutz oder Trevor Philips Charaktere, die herrlich schräg gezeichnet sind, die Klischees ins Absurde führen und ein wesentlicher Träger des tiefschwarzen Humors sind, der jedem GTA-Teil zu eigen ist.

Dabei macht Rockstar jedoch nie den Fehler, die Spieler hinters Licht zu führen. Böse und (zumindest Semi-) Gut lassen sich immer auseinanderhalten, wodurch es niemals zu Loyalitätskonflikten gegenüber dem Spielercharakter kommt.

Zusammenfassung

Seit den ersten GTAs, noch aus der Vogelperspektive, ist jede Neuauflage, jedes Expansion Pack davon geprägt, seine Spieler in eine Welt zu ziehen, die sich bei genauerem Hinsehen nicht wirklich von der echten Welt unterscheidet. Doch dort, wo im normalen Leben die Grenze des Machbaren endet, kann sie bei GTA überschritten werden – garantiert frei von strafrechtlichen Konsequenzen und immer mit einem coolen Song im Autoradio.

Vielleicht ist es das Geheimnis von Rockstar, dass es das Studio schafft, es jedem Spieler zu ermöglichen, das tun zu können, was er vielleicht im realen Leben machen würde, wenn es garantiert keine Konsequenzen gäbe. Ob das nun bedeutet, sich von oben bis unten tätowieren zu lassen oder im Stau einfach einen nervigen Vordermann aus dem Auto zu ziehen und zu vertrimmen, bleibt gleich – denn da lässt GTA schon aus Prinzip dem Spieler ebenfalls die volle Freiheit.

Dazu hät Take-Two Interactive an der Strategie fest, nicht nur einfache Portierungen und simple Remakes zu machen, sondern will mit GTA 5 in der nun dritten Konsolengeneration wieder etwas „Großartiges“ schaffen. Kein Wunder, schließlich wurde Grand Theft Auto V mittlerweile über 140 Millionen mal verkauft und 2020 war das erfolgreichstes Jahr der GTA-Saga.

Welches GTA ist das beste Grand Theft Auto-Spiel aller Zeiten?
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31 Kommentare Added

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  1. juicebrother 95940 XP Posting Machine Level 3 | 06.03.2021 - 13:20 Uhr

    Super Beitrag; da sind einige Erinnerungen wach geworden 😊

    Ein Freund von mir ist tatsächlich GTA Fan der ersten Stunde gewesen, soll heissen, er hat’s bereits am PC gezockt, als die Games noch flach wie ’n Brett und Top Down die Perspektive waren. Ich hab ihm zwar immer gern zugekuckt, wenn da ordentlich Chaos angerichtet wurde und dann irgendwann die Armee auf der Matte stand, aber selbst gezockt hab ich’s zu der Zeiz tatsächlich nie. Kam mir irgendwie immer zu unübersichtlich und überladen vor, was da am Screem abging.

    Selber eingestiegen bin ich in die Series erst, als GTAIII ein gutes Stück später nach dem PS2 Release für die Ur-Box kam. Als besonderes Leckerli hatte man einen speziellen Radiosender, der nur Musik abspielte, die man selbst zuvor auf der Internen der Konsole abgelegt hatte. So cool 😁

    Seither hab ich alle Games der Hauptreihe durch. Die bei denen wo ich’s hinbekommen hab, sogar mit ge’100%’eten Spielständen. Bei Vice City gab’s hierfür, als Belohnung ein paar Handlanger, die du überall hin mitnehmen konntest und dir zur Seite standen, wenn’s Zoff mit Feinden, Zivis oder der Polente gab 🤙

    Was Atmosphäre, Soundtrack, Charakterpersonalierung und Story angeht, steht bei mir als altem Hip Hop Fan San Andreas auf Nummer 1, dicht gefolgt von Vice City und GTAV. Bei GTAV find ich vor allem das World Design, die unendlich vielen Nebenbeschäftigungen und interessanten World Events (Big Foot, Ausserirdische, Wettschwimmen mit Bullenhaien… ) beeindruckend. Und, Trevor natülich. Da hat Steven Ogg echt mal eine denkwürdige Performance hingelegt 😋

    Als Kritikpunkt würd ich bei GTA, wie auch bei RDR, vor allem gewisse Gameplaymechaniken und -elemente, bzw. fehlende QOL Features anführen, welche die Reihe im direkten Vergleich zu aktuellen Konkurrenzprojekten teilweise etwas klobig und umständlich, zumindest aber, behäbig wirken lassen.

    Ich bin mal gespannt, ob R⭐ im VI’er hier etwas an der altbekannten Formel drehen oder nicht. Obwohl ich mich echt frage, wann das was kommen soll, jetzt wo die Lizenz zu Geld drucken (GTAV, bzw. online) sich vorbereitet bereits die dritte Generation zu erobern…

    Einen schönes WE an alle, ich geh jetzt noch ein bischen DQXI weiterzocken ✌

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    • doT 68500 XP Romper Domper Stomper | 06.03.2021 - 14:48 Uhr

      Also GTA II sollte man schon probiert haben mMn

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  2. WWF ATTITUDE 45745 XP Hooligan Treter | 06.03.2021 - 13:44 Uhr

    Geht für mich nichts über GTA III! Komplettes Weihnachten 2001 damit verbracht und auch heute spiele ich es noch regelmäßig. Die Radiosender habe ich seit Jahren auf dem Handy und höre sie ständig unterwegs. Zur 20th Anniversary dieses Jahr erwarte ich ein Remaster von Rockstar.

    Gleich danach kommen Vice City und IV.
    San Andreas konnte ich vom ersten Tag an nicht ausstehen und V…. naja ist ok aber wie San Andreas stinklangweilig für mich.

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  3. doT 68500 XP Romper Domper Stomper | 06.03.2021 - 14:11 Uhr

    Bis San Andreas hab ich’s gerne gespielt.
    Dennoch GTA IV > GTA V

    Aber an Mafia kommt die Serie für mich nicht ran.

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    • WWF ATTITUDE 45745 XP Hooligan Treter | 06.03.2021 - 14:31 Uhr

      Naja GTA mit Mafia zu vergleichen… Mafia hat ne Story und sonst… absolut nichts. Klar ist da die Präsentation eben dieser Story besser, die haben ja sonst nichts zu tun gehabt. Bei GTA ist die Story fast nebensächlich und wie man an GTA Online sehen kann, funktioniert es auch gänzlich ohne.

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  4. doT 68500 XP Romper Domper Stomper | 06.03.2021 - 14:44 Uhr

    Ist mir doch egal was es in GTA:O zutun gibt oder wieder erfolgreich es ist.

    Wenn ich GTA SP mit anderen SP’s vergleiche, Vergleiche ich es nicht mit Online Modis.

    Oder glaubst du wenn viele von GTA VC/SA sprechen meinen sie irgendwelche Online Modis?

    Klar sind beide nicht gleich, dennoch soooo unterschiedlich sind sie nicht bzw ich kann beide Spiele gleich spielen und verbringe bei beiden mehr Zeit Unsinn zu machen als die Story oder Nebenquests erledigen.

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    • WWF ATTITUDE 45745 XP Hooligan Treter | 06.03.2021 - 15:39 Uhr

      Du hast es falsch verstanden. Es ging mir nicht um irgendwelche Online Modes, das war nur ein Beispiel das GTA auch ohne Story funktioniert. Selbst wenn ein GTA 6 keine Story hätte, würde es sich dennoch grandios verkaufen. Weil es genug Nebenaufgaben bietet. Mafia ist total linear, in einer Fake Open World. Klar macht das auch Spaß aber die beiden Spiele zu vergleichen ist als ob du zu Need for Speed sagen würdest ein Euro Truck Simulator sei besser.

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  5. BrotherLouieX 1195 XP Beginner Level 1 | 06.03.2021 - 16:40 Uhr

    Vice City ist für mich das beste GTA. Hab die Radiosender auf meinem Smartphone gespeichert. Der 80s Flair mit der Miami lokation ist einfach top.

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  6. Devilsgift 55770 XP Nachwuchsadmin 7+ | 06.03.2021 - 16:48 Uhr

    Lost and Damned war für mich aber auch ein geiles Addon, schade das es sowas für GTA V nicht gibt. Ballad of Gay Tony war auch gut , L & D aber für mich viel interessanter.

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  7. Final18 22320 XP Nasenbohrer Level 1 | 06.03.2021 - 17:21 Uhr

    Verstehe nicht ganz den Hype um gta! Natürlich sind die Spiele gut und habe fast alle Teile durchgespielt. Mir gefällt Red dead viel besser.

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  8. pheahr 7440 XP Beginner Level 3 | 06.03.2021 - 23:18 Uhr

    Teil 4 und 5 war mir schon zu groß. Vice City hingegen war rundum perfekt. Und der Soundtrack ist bis heute unerreicht.

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  9. Dr.Strange 12180 XP Sandkastenhüpfer Level 1 | 06.03.2021 - 23:45 Uhr

    Konnte mit GTA noch nie etwas anfangen und da ändern auch die vielen Möglichkeiten es zu spielen, nichts daran.

    Mich interessiert schon die Grundthematik nicht als Gangster quasi freie Hand zu haben für meine Verbrecherische Laufbahn.

    Mittelaltersetting wäre cool und da frei entscheiden können was ich mit meiner Spielfigur anstelle. Werde ich zum Helden, oder Schurken? Von der Idee her in Richtung Fable aber noch viel detalierter ausgearbeitet und eine grössere Welt, wo die NPCs, getroofene Entscheidungen usw. sehr auf meinen Spielstil reagieren.

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  10. MacCoin 24500 XP Nasenbohrer Level 2 | 07.03.2021 - 04:56 Uhr

    GTA 3 ist der einzige Teil den ich durch gespielt habe, und ich habe alle seit Teil 2 mindestens angespielt (ausser Teil 4). Teil 2 auf dem Dreamcast, war überhaupt nicht meins, lag bestimmt an der 2D Optik. Vice City wirkte für mich wie ein GTA 3 DLC. San Andreas war mir zu primitiv (Gangster Getue). GTA 4 liegt hier noch ungespielt rum, und Teil 5 habe ich nur online mit ein paar Kumpels gespielt, habe die Story nach ca 1 Stunde abgebrochen, weiß nicht mehr warum 🤔

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