Vergangene Woche hat Rockstar Games rund 30 bis 40 Beschäftigte in Großbritannien entlassen – offiziell wegen „Fehlverhaltens“. Die Gewerkschaft IWGB vermutet jedoch, dass die Kündigungen dazu dienten, gewerkschaftliche Aktivitäten zu unterdrücken, da die Betroffenen Mitglieder einer privaten Discord-Gruppe waren und offenbar entsprechende Pläne hegten.
Rockstar widersprach dieser Darstellung und erklärte, die Entlassungen seien aufgrund der Weitergabe vertraulicher Unternehmensinformationen erfolgt.
Ein ehemaliger Mitarbeiter von Rockstar Games stellt jetzt seine Sicht der Dinge dar und erzählt in einem verifizierten Posting im GTA-Forum, wie die Kündigungen abliefen.
Mehrere langjährige Mitarbeiter wurden demnach kürzlich unter dem Vorwand „groben Fehlverhaltens“ entlassen, nachdem sie zu kurzen Einzelgesprächen mit der Personalabteilung gebeten wurden.
Die Kündigungen durch den Grand Theft Auto VI-Entwickler erfolgten abrupt, ohne Vorlage von Beweisen oder konkreten Gründen, und ohne die Möglichkeit gewerkschaftlicher Vertretung – ein mutmaßlicher Verstoß gegen das britische Arbeitsrecht.
Einige Betroffene wurden sogar telefonisch entlassen, wobei keinerlei Rücksicht auf ihre emotionale Verfassung genommen wurde.
Die Entlassenen waren hochqualifizierte Fachkräfte – darunter Künstler, Designer, Programmierer und Produzenten – mit teils über 18 Jahren Betriebszugehörigkeit. Viele von ihnen befanden sich in sensiblen Lebenssituationen, etwa im Krankenstand oder in Elternzeit.
Die plötzlichen Kündigungen führten nicht nur zu existenziellen Problemen, sondern gefährden auch den Fortschritt laufender Projekte im Unternehmen.
Der Ex-Mitarbeiter stellte auch klar, dass es keine Leaks gab und man nur über eine Gewerkschaftsgründung und über das Arbeitsklima gesprochen habe.
„Lasst mich das klarstellen! Ich habe nie irgendwelche Diskussionen/Indiskretionen über Rockstar-Projekte im Gewerkschafts-Discord gesehen. Die einzigen Diskussionen drehten sich um Bemühungen zur Gewerkschaftsgründung und die Arbeitsbedingungen bei R*.“
„Der Discord war nicht öffentlich. Es handelte sich um eine private Discord-Gruppe, der nur R*-Mitarbeiter und Gewerkschaftsvertreter der IWGB angehörten.“
„Das war reine Gewerkschaftsfeindlichkeit und nichts anderes! Alle Entlassenen waren Gewerkschaftsmitglieder, und sie gehörten überwiegend zu den Gewerkschaftsorganisationskomitees der einzelnen britischen Studios.“
Wie der weitererzählt, wurden mehr als 34 Mitarbeitende von Rockstar Games entlassen, obwohl über 250 Personen Teil der privaten Discord-Gruppe waren.
Die verbleibenden Beschäftigten berichten von einer Atmosphäre der Angst: Gespräche unter Kollegen sind angespannt, aus Furcht vor weiteren Kündigungen wird der Kontakt zu protestierenden Mitarbeitenden gemieden.
Die Stimmung im Studio ist am Tiefpunkt, und statt Vorfreude auf kommende Projekte herrschen Misstrauen und Enttäuschung.
Besonders tragisch ist dies für die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitenden, deren Ziel es war, Rockstar zu einem gerechteren und sichereren Arbeitsplatz zu machen.
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Das ist allerdings traurig. Bisher konnte R* die besagten „Leaks“ ja auch nicht beweisen/vorlegen und alle rund 40 MA gleichzeitig am leaken, das ist schon ungewöhnlich und man fragt sich, wem R* das verkaufen will…
Hoffentlich sorgt das noch für richtig hohe Wellen und R* bricht sich damit das Genick! Ist dann echt mal s****ßegal, wie lange sich GTA VI verschiebt. Weil dann hat es R* nicht verdient, dass das Spiel gekauft wird bzw. nicht anders verdient und es braucht mal nen Schlag auf den Hinterkopf und wenn sie fragen „warum?“ gleich noch einen! Hoffentlich entgehen ihnen auf jeden Fall so Millarden an Umsätzen.
Gab ja schon Skandale bei RDR 2 wegen den Crunch Times bei R* (was schon alle vergessen haben und RDR 2 immer feiern, wie toll das Game doch ist). Also scheint wohl was dran zu sein, dass dort wirklich nicht die besten Arbeitsbedingungen herrschen und die ca. 40 MA deswegen besprochen hatten, eine Gewerkschaft zu gründen oder einer beizutreten.