Nach den Berichten über umfangreiche Entlassungen bei id Software hat ein Entwickler des Studios deutliche Kritik an Microsoft geäußert. Gegenüber Game Developer erklärte der anonym gebliebene Mitarbeiter, dass die Übernahme durch den Xbox-Konzern aus seiner Sicht keine Vorteile gebracht habe.
„Es gibt keine Vorteile, Microsoft zu gehören“, wird der Entwickler zitiert. Seiner Aussage zufolge sei das Team entlassen worden, noch bevor Microsoft den Erfolg der jüngsten Veröffentlichung überhaupt habe bewerten können.
Die Aussagen beziehen sich auf die Berichte über den Stellenabbau bei id Software, der einen Tag vor der Veröffentlichung der DOOM: The Dark Ages – Revelation-Erweiterung erfolgt sein soll. Laut den zitierten Informationen soll das DLC auf Steam sehr positive Bewertungen erhalten haben und zu den bestbewerteten Veröffentlichungen des Jahres 2026 auf OpenCritic gehören.
Mehreren Berichten zufolge sollen insgesamt 136 der 185 Mitarbeiter von id Software von den Entlassungen betroffen sein. Eine offizielle Bestätigung dieser Zahlen liegt derzeit jedoch nicht vor.
Der Entwickler kritisierte außerdem, dass selbst erfolgreiche Spiele inzwischen offenbar keinen ausreichenden Schutz vor Stellenabbau bieten würden. DOOM: The Dark Ages war laut Bethesda zum Release im Jahr 2025 der erfolgreichste Launch in der Geschichte von id Software. Dennoch sei das Studio inzwischen massiv verkleinert worden.
Auch über id Software hinaus sieht der Mitarbeiter ein grundlegendes Problem in der Branche. Selbst hochwertige und erfolgreiche Veröffentlichungen würden seiner Ansicht nach die langfristige Zukunft vieler Entwickler nicht mehr sichern.
Die jüngsten Berichte über Entlassungen bei id Software sind Teil einer größeren Umstrukturierung innerhalb von Microsofts Gaming-Sparte, die zuletzt zahlreiche Studios und Teams betroffen hat.
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136 der 185 Mitarbeiter sollen von Entlassungen betroffen sein und die verbleibenden 49 sollen für das Überleben ausreichend sein? Zumindest wurde es ja vor ein paar Tagen so kommuniziert.
Irgendwie unglaubwürdig.
Ich dachte das wären nur Zahlen der USA und in anderen Niederlassungen (z.B. in Deutschland) sei eher nichts passiert!?
Ehrlich gesagt blickt da doch keiner mehr so richtig durch, Hier Kündigungen, dort Dementi und dann noch Pressemitteilungen die nichts zur Aufklärung beitragen.
Gerüchte schafft man so jedenfalls nicht aus der Welt
An Doom 2016 haben auch deutlich mehr als die rd. 50 Leute gearbeitet, die jetzt ungefähr wieder übrig geblieben sind.
Man hat danach die Mannstärke aber anschließend nach und nach intern besetzt und jetzt wieder raus geworfen.
Jetzt soll wohl das MS Netzwerk den Rest auffangen, die ebenfalls ausgedünnt wurden…
Ist auf jeden Fall eine sehr sportliche Aufgabe geworden.
Kann man nur hoffen, dass es in 4 Jahren nicht heißt:
„Ihr bringt ja nichts zu Stande, außer das Reißen von Fristen und Sprengen von Budgets“… 🫣
Also, wenn das wirklich stimme, dass 136 Leute gefeuert wurden, kann ich mir das nicht vorstellen, wie die Doom und iD stemmen sollten.
Doom als GAAS. Dafür benötigt man nicht viele Entwickler
Ich glaube du hast keine Ahnung wie viele Leute du für ein GaaS Spiel brauchst damit du konstant liefern kannst und die Spieler dran bleiben…
Wie viele denn deiner Meinung nach?
Wenn du es ordentlich machen willst, brauchst du ein massives Team.
Mit 40 Leuten hast du da keine Chance. Wir sprechen hier von 300+. Je nach Game kann das sogar auf 1000 Personen gehen und mehr.
Bei Fortenite beläuft es sich offenbar auf 1000-2000. Bungie hatte vor den Entlassungswellen 1300 MA. Dice Stockholm hat ungefähr 700 MA.
..und Dice wird noch durch mehrere andere Teams unterstützt, ähnlich wie bei CoD.
„Wir sprechen hier von 300+. Je nach Game kann das sogar auf 1000 Personen gehen und mehr.“
Ich habe gehofft, dass genau diese Antwort kommt! 😉
Deep Rock Galactic ist ein waschechtes Live-Service-Game, und nach eigenen Angaben von Ghost Ship Games besteht das gesamte Team gerade einmal aus 54 Personen. Da lagst du mit deiner Schätzung von „300+“ also meilenweit daneben.
-> Es funktioniert auch mit kleinen Teams
Richtig.
Man braucht nur die richtigen Strukturen und ganz wichtig, due passenden Entwickler.
Das ist etwas was es gerade bei westlichen Studios sehr selten in Kombination gibt.
„Wenn du es ordentlich machen willst“ sagte ich. Willst du jetzt allen erstes ein Deep Rock Galactic bspw. mit einem Battlefield vergleichen? Da sind technisch und auch vom Content Welten dazwischen?
Oder gehen wir noch ne Ecke weiter: Genshin Impact. Seit Release ist die Welt um ca. 500% gewachsen, sowohl was Fläche als auch was Anzahl Charaktere, Storyquests, Nebenquests usw. angeht. Und dann kommen die regelmäßigen Events dazu. Weißt du was mein größtes Problem IMMER war? Mit dem Zocken hinterherzukommen. So schnell updaten die das Game. Ein Deep Rock Galactic ist dagegen wirklich ne absolut kleine Hausnummer. DRG hat auch nur 2,509 zeitgleiche Spieler, bei Genshin sinds 250k (mit einem monatlichen Umsatz von 40-90 Mio. 😛
Klar geht es auch bei kleinen Games, aber Doom und Co. sind nun wirklich keine kleinen. Und das Ziel sollte bei GAAS-Titeln auch sein die Spieler zu halten.
Oder Diablo IV – da sitzen auch nicht nur 50 Hanseln dran ^^
Dass das als großer Live Service-Titel immer vergessen wird, ist mir ein Rätsel…
Ich glaube das Microsoft Mit hilft durch Personal anderer Studios um es auszugleichen da wird Microsoft sich schon was gedacht haben, die sind ja nicht blöd.
Hatte Naughty Dog nicht ihr The last of us Online abgesagt, weil es nach dem Release zu viel Personal an das Projekt binden würde? Das ist ja auch kein kleines Studio, also wird man schon eine gewisse Mannschaft dafür benötigen. Jedenfalls mehr als die rund 50 welche bei ID noch bleiben.
Siehe meine Antwort an Terendir
Das würde ich als Unwahrheit deklarieren.
Ich würde ich eher sagen das Bungie keine Konkurrenz haben wollte.
Das hat nicht Bungie zu entscheiden, sondern immer noch Sony.
Das Stimmt.
Aber Sony hat leider zu lange auf Bungie gehört, das ist das Problem…
Das Spiel und Studio kann noch so gut sein. Darum geht es nicht und das ist nicht entscheidend.
Entscheidend ist ob es Erwartungen erfüllt oder nicht. Erfolg ist da auch zweitrangig.
Am Ende ist Erfolg schon wichtig – nicht zwingend Verkäufe, aber es muss entweder die Abos steigern oder zumindest von den aktiven Nutzern angenommen werden.
Wenn ein Entwickler trotz hoher Investitionen da nicht liefert… Tja.
Kann sein dass ein Spiel am Ende doch schwarze Zahlen schreibt, und doch die Erwartungen nicht erfüllt.
Nimm Doom The Dark Age als Beispiel.
Sowas wird nicht mehr ohne Folgen bleiben. Früher vielleicht ja, heutzutage bestimmt nicht.
Der Vorteil für die Entwickler ist klar – mehr Geld, weniger Kompromisse.
Blöd nur wenn man am Markt vorbeientwickelt,da werden dann trotzdem Leute gekündigt.
Ich hoffe sie können und dürfen noch neue Doom und Quakes liefern.
Bin auf das nächste Spiel von id wirklich gespannt.
Mit den paar Leuten noch was Neues entwickeln, wird schwierig. Was denkt sich MS dabei.
Sehr gute Spiele sind nunmal nicht direkt erfolgreich. Und erfolgreiche Spiele sind nicht immer sehr gut.
So ist die Branche nunmal.
Und DOOM TGA ist weit hinter den erfolgreichen Zeiten der letzten beiden Spiele (ich spreche nicht von den Wertungen).
Das Problem ist: DooM TGA mag für id das erfolgreichste Spiel seit dem Reboot gewesen sein, aber es hat sich unter den Erwartungen verkauft – das ist halt leider der springende Punkt.