Die jüngsten Geschäftszahlen und Entlassungen bei Ubisoft haben eine Reaktion von Daniel Vávra ausgelöst. Der Mitgründer von Warhorse Studios und kreative Kopf hinter der Reihe Kingdom Come: Deliverance nutzte die Gelegenheit für einen spitzen Kommentar in den sozialen Medien.
Vávra verwies darauf, dass Ubisoft trotz der jüngsten Stellenstreichungen weiterhin rund 16.600 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Vergleich: Warhorse Studios zählt laut seiner Aussage etwa 250 Beschäftigte.
Daraus leitete er eine provokante Rechnung ab. Demnach entspreche Ubisofts Belegschaft ungefähr 70 Studios in der Größe von Warhorse. Vávra argumentierte scherzhaft, dass mit einer solchen Anzahl theoretisch zehn Spiele im Umfang von Kingdom Come: Deliverance II parallel entwickelt werden könnten – jeweils über einen Zeitraum von sieben Jahren und mit einer Veröffentlichung pro Jahr.
Der Kommentar sorgte schnell für Diskussionen innerhalb der Gaming-Community. Während einige Nutzer den Vergleich als humorvolle Kritik an großen Publisher-Strukturen verstanden, verwiesen andere darauf, dass ein direkter Vergleich zwischen einem einzelnen Rollenspielstudio und einem globalen Konzern mit zahlreichen Marken, Plattformen und Geschäftsbereichen nur bedingt möglich sei.
Ubisoft selbst hat sich zu den Aussagen von Vávra bislang nicht geäußert. Der Publisher steht derzeit weiterhin vor der Herausforderung, Kosten zu reduzieren und gleichzeitig mehrere große Projekte voranzutreiben.
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Ubisoft gibt echt ein schwaches Bild ab, man hat wirklich den Eindruck, als ob die gar nicht wissen, was sie tun, dementsprechend finde ich die Aussage gar nicht mal so falsch oder unpassend von Vavra.
Die Mitarbeiterzahl ist wirklich extrem hoch im Vergleich auf den ersten Blick. Allerdings gibt es da einige Aspekte die nicht bedacht sind, z.b. hat Warhorse kein eigenes Publishing das übernimmt Deep Silver für sie, genauso fehlt die komplette Buchhaltung, der Vertrieb, die Verwaltung usw.; Deep Silver z.b. hat hunderte von Mitarbeitern, also zusammengerechnet wahrscheinlich schon mal 1000 mit Warhorse plus Verwaltung, Marketing etc 2000 – sind wir schon bei 3000 theoretischen Mitarbeitern. Ist dann doch nicht mehr so klein. Deep Silver gehört dazu der Embracer Group die hat ca. 6000 Mitarbeiter.
Das Ganze ist Äpfel mit Birnen vergleichen. Hätte sie z.b. Massive E. mit sich selbst verglichen wäre es ok gewesen. Massive E ist ein Ubisoft studio und hat z.b. Division und begrenzt Avatar gemacht also mehrere Spiele auf einmal nicht 1 wie Warhorse. M.E. hatte 600 Mitarbeiter.
So fehlt halt alles Embracer Group 6K, Deep Silver x100, die ganzen anderen Studios die der Group angehören, das waren 2023 auch über 16K Stellen, die wurden auf 6K reduziert, weil es der Firma nicht gut geht. Genaugenommen ist Warhorse bzw. Embracer Group 100x schlimmer als Ubisoft. Und die Entlassungen waren deutlich höher als bei Ubisoft.
Zudem muss noch bedacht werden Ubisoft stellt nicht nur Spiele her. Da sind noch TV-Serien, VR und Escaperoom Spiele, Bücher, Comics, Brettspiele, Merchandise (alles in Eigenproduktion oder mit anderen Herstellern zusammen). Dann den Freizeit Park den sie mit Storyland betreiben bzw. bauen – die Ubisoft Entertainment Center. Die ganzen Live-Events, Messen, E-Turniere und andere Shows. Den ganzen Support, alleine R6 benötigt dafür eine Menge an Personal. KCD braucht nur gelegentliche Patches, R6 braucht Live Support 24/7. Dann fehlt Warhorse noch die Forschungsabteilung „Ubisoft La Forge“, Ubisoft z.b. hat mehrere Engines und ist auf dem Gebiet einer der Vorreiter, plus KI und sonstige Forschungen während KCD einfach nur eine Lizenz gekauft hat und nur ein Nutzer statt Entwickler ist.
Man muss aber auch dazu sagen das sein Studio nicht dazu verdonnert wird seelenlose Fließbandarbeit zu erledigen und kreative Freiheiten hat. Ich glaube nicht das der Großteil der Entwickler von Ubi es nicht drauf haben, das sieht man ja an den tollen Landschaften und den teilweise spaßigen Gameplay. Das Problem sitzt in der Chefetage.
Chefettage und Stakeholder. Ist halt blöd, wenn der Fokus nicht darauf liegt geile Games rauszubringen, sondern einfach nur möglichst schnell möglichst viel Cash zu verdienen. „Oh, lasst uns LifeService-Games rausbringen, möglichst viel DLCs, wir brauchen CashCows wir Fortenite usw. Yay! Lasst uns solche Games entwicklen, aber nur 1/3 von deren Budget reinstecken und obendrein dürfen die Games genauso aussehen und sich so anfühlen wie alle anderen Games von uns, das klappt bestimmt super!!“
Sorry, aber die meisten Games von Ubicrap sind austauschbar, fühlen sich gleich an. Keine Seele.
Sehe ich genauso.
Egal welches Thema, Genre, oder sonst was. Man merkt schon nach 10 Sekunden das es ein Ubi-Game ist. Es ist die gleiche Wand, die immer wieder übermalt wird.
Oha, der hat gesessen🤭🤭🤭
Ja Recht hat er aber
Nein und ein User hier hat gut beschrieben weswegen der Vergleich hinkt.
Ja habe mir das gerade mal durchgelesen und stimmt schon gut erklärt
Und was sagen dann Silksong Macher? Die sind hauptsächlich zu dritt. Wie fällt da die Rechnung im Gegensatz zu Warhorse? 50? 100 Spiele? Je nach Größe.
Ich verteidige Ubisoft nicht, aber der Herr hat eine große Klappe und ist ein Angeber und Heuchler ohne Rückgrat.