In einem neuen Interview sorgt Gore Verbinski, Regisseur von The Ring, Rango und den ersten drei Pirates of the Caribbean‑Filmen, für deutliche Worte: Der zunehmende Einsatz der Unreal Engine in Filmproduktionen sei ein „großer Rückschritt“ für visuelle Effekte.
Laut Verbinski führt die Game‑Engine dazu, dass moderne Blockbuster weniger realistisch wirken und stattdessen eine Ästhetik annehmen, die Zuschauer eher aus Videospielen kennen.
Verbinski erklärt, dass Unreal ursprünglich klar vom Film getrennt war – optimiert für Spiele, nicht für fotorealistische VFX. Doch die Branche habe begonnen, die Engine für finale Effekte zu nutzen, weil sie schneller und günstiger Ergebnisse liefert als traditionelle Tools wie Autodesk Maya. Das Ergebnis sei jedoch ein sichtbarer Qualitätsverlust.
„Es nimmt Licht nicht richtig an“
Der Regisseur kritisiert vor allem die Art, wie Unreal Licht, Haut und Materialien simuliert. Subsurface Scattering, Reflexionen und feine Details würden nicht auf dem Niveau klassischer VFX‑Pipelines berechnet. Dadurch entstehe der bekannte Uncanny‑Valley‑Effekt, besonders bei Kreaturen und Animationen.
Verbinski betont, dass viele Studios aus Zeitdruck oder Kostengründen auf automatisierte Animationen setzen, statt Bewegungen per Hand zu verfeinern. Das führe zu steifen Übergängen und weniger glaubwürdigen Figuren.
„Früher sind wir wirklich aufs Meer gefahren“
Als Beispiel nennt er die Fluch der Karibik‑Filme: Damals wurden reale Schiffe, echte Sets und praktische Effekte genutzt. Heute würden Studios akzeptieren, dass ein digitales Schiff „nicht wirklich auf dem Wasser liegt“, weil man davon ausgehe, dass das Publikum es nicht bemerke.
Realismus entsteht erst in Bewegung – Verbinski unterstreicht, dass ein einzelnes Standbild täuschen kann – erst Animation, Licht und Bewegung entscheiden, ob etwas glaubwürdig wirkt. Und genau dort sieht er die größten Schwächen der aktuellen Unreal‑basierten VFX‑Produktionen.
Mit seiner Kritik stößt Verbinski eine Debatte an, die in Hollywood längst brodelt: Wie viel Game‑Technologie verträgt der Film, bevor er seine eigene Identität verliert?
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Auch wenn ich mit der Reihe wenig Anfangen kann, optisch wurde tatsächlich einiges geboten.
Davy Jones sieht auch 20 Jahre später noch großartig aus
Ich kann mir gut vorstellen, dass es so ist. Ist ja nicht nur bei Filmen so, dass alles immer beschissener wird.
Kennt einer noch das Eis Nogger Choc von früher? Das ist mittlerweile so ein jämmerlicher Schatten seiner selbst, dass man schon fast Mitleid mit Langnese bekommt. Oder Dr. Oetker Thunfisch Pizza? Früher hui, heute pfui. Schmeckt wie jede andere billig Fertigpizza. Man wird halt nur noch verarscht.
Kann nur bestätigen, dass es schon länger einen Qualitätsverlust gibt, die Fluch der Karibik Teile sind absolut zeitlose Meisterwerke, genau wie die Herr der Ringe Teile, die wischen mit den heutigen Filmen doch eh den Boden in jeglicher Hinsicht auf, nicht nur optisch.
Die meisten Filme heutzutage sind leider einfach vergessenswert.
Danke. Der Vergleich mit HdR kam mir auch gleich in den Kopf.
Absolut, ich habe mir letzten erst Herr der Ringe Teil 2 angeschaut und gedacht, alter, das schaut noch immer so genial aus alles 🤯.
Letztendlich ist halt alles eine Budgetfrage.
Durch Zeit und Budgetdruck leidet wirklich die Qualität.
Genau das, früher waren die Effekte auch nicht überall super, die ganzen B-Movie Scifis hatten teils super Story aber die schrott Effekte, hätten die die Unreal Engine gehabt, wären es Blockbuster geworden. Immer eine Frage der Sichtweise und des Geldes nicht jedes Studio hat Disney hintendran mit unendlich Moneten.
Muss man ihm lassen, die Special Effects in den Pirates of the Caribbean Filmen sind heute noch verdammt gut gealtert.
„Als Beispiel nennt er die Fluch der Karibik‑Filme: Damals wurden reale Schiffe, echte Sets und praktische Effekte genutzt. Heute würden Studios akzeptieren, dass ein digitales Schiff „nicht wirklich auf dem Wasser liegt“, weil man davon ausgehe, dass das Publikum es nicht bemerke.“
Das liebe ich zum Beispiel an Christopher Nolan, der heute noch auf praktische Effekte setzt. Die Hotel Szene aus Inception zum Beispiel ist, wie viele meinen, kein Special Effect, sondern wurde mit echten Kulissen gedreht.
Er hat vollkommen recht. Die CGI in Filmen, besonders in Serien sehen zumal schlechter aus als früher. Welcome to Derry ist das beste Beispiel momentan. Da wird soviel Geld ausgegeben, aber für die falschen Prioritäten. Alle Disney Serien haben diesen unwirklichen Look der nicht zum realen Bild passt. Schrecklich diese Entwicklung
Die Engine sollte für Spiele genutzt werden, nicht für Filme.
Qualitätsverlust durch CGI bzw. VFX ist shcon seit Jahren ein Thema.
richtige Sets macht kaum noch jemand.
Immerhin für One Piece wurden mal wieder Schiffe gebaut.
Nolans The Odyssey genauso.
Ja das ist wirklich eine traurige Entwicklung aber kaum aufzuhalten.
Ich finde es immer cool wenn man merkt, hey, die sind wirklich auf See oder fahren wirklich mit dem Auto oder fliegen Flugzeug… Das merkt man dann schon an der Immersion und alles, gerade wenn man gerne auf Details achtet. Leider wird alles erstmal schlechter werden, bis es irgendwann wieder besser wird.
Das Thema hatten doch die Filmstudios vorher auch schon mal durch, wie die Computereffekte ins Spiel kamen und dann ganze Sets und Figuren später mit PC eingefügt wurden. Irgendwann kam dann einer daher und machte wieder echte Puppen/Verkleidungen und Sets und plötzlich kamen wieder ein paar mehr solcher Stücke, weil man einfach einen Unterschied merkt.
Vielleicht wird es hier auch so werden, erstmal probieren alle mit dem neuen Gadget rum und irgendwann merken sie, ach, das ist doch nicht immer ganz so gut. Wobei es mittlerweile noch zusätzliche Probleme gibt mit den ganzen Streamingdiensten, Leute die sich die Filme wirklich noch kaufen und nicht nur für lau streamen, die explodierenden Kosten für die ganzen Drehs/Equipment/Sets etc…
Wir können daher nur hoffen, dass sich die Engine so entwickelt, dass die Sachen irgendwann kaum mehr auffallen…