Microsoft: Gewerkschaften gehen vor möglichen Entlassungen auf Konfrontationskurs

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Image: Microsoft / Depositphotos

Mehrere Xbox-Gewerkschaften haben sich öffentlich gegen mögliche Entlassungen bei Microsoft ausgesprochen und fordern besseren Kündigungsschutz.

Angesichts der anhaltenden Berichte über mögliche Stellenstreichungen bei Xbox haben sich mehrere Gewerkschaften von Microsoft in einer gemeinsamen Pressekonferenz öffentlich zu Wort gemeldet. Vertreter verschiedener Studios kritisierten sowohl die Aussicht auf Entlassungen als auch die derzeitige Unsicherheit innerhalb des Unternehmens.

Den Auftakt machte Frank Arce, Vizepräsident der Communications Workers of America (CWA) District 9. Er verurteilte frühere und mögliche künftige Massenentlassungen und erklärte, Microsoft-Mitarbeiter dürften nicht als austauschbar behandelt werden.

Mehrere Redner stellten infrage, ob Entlassungen wirtschaftlich überhaupt notwendig seien. Dabei verwiesen sie unter anderem auf die jüngsten Preiserhöhungen für Xbox-Hardware sowie auf die Vergütung von Microsoft-CEO Satya Nadella und die milliardenschweren Investitionen des Unternehmens in den Bereich Künstliche Intelligenz. Aus Sicht der Gewerkschaften fehle bislang der Nachweis, dass finanzielle Zwänge Stellenstreichungen erforderlich machen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Pressekonferenz waren die laufenden Tarifverhandlungen innerhalb der Xbox-Organisation. Während einige Gewerkschaften nach eigenen Angaben Fortschritte bei Vereinbarungen zum Kündigungsschutz erzielen konnten, kritisierten andere die aus ihrer Sicht langsamen Verhandlungen mit Microsoft. Insbesondere Vertreter von ZeniMax und Activision Publishing erklärten, weiterhin auf Antworten des Unternehmens zu mehreren Vorschlägen zu warten.

Die Gewerkschaften fordern unter anderem verbindliche Regelungen für frühzeitige Benachrichtigungen vor Entlassungen, Rückkehrrechte für betroffene Mitarbeiter sowie interne Einstellungsstopps, damit Beschäftigte leichter in andere Teams wechseln können. Zudem kündigten Vertreter verschiedener Xbox-Gewerkschaften an, künftig enger zusammenarbeiten zu wollen.

Microsoft hat mögliche Entlassungen bislang nicht offiziell bestätigt. Dennoch halten sich seit Tagen Berichte über eine umfassende Umstrukturierung der Xbox-Sparte, von der zahlreiche Mitarbeiter und möglicherweise auch einzelne Studios betroffen sein könnten. Eine Stellungnahme des Unternehmens zu den jüngsten Forderungen der Gewerkschaften liegt derzeit nicht vor.

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35 Kommentare Added

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  1. Fayedog 19750 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 30.06.2026 - 14:58 Uhr

    Und das mit jedem Recht. Microsoft ist echt eines der schlimmsten Unternehmen…

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  2. n4rcotic 8350 XP Beginner Level 4 | 30.06.2026 - 15:02 Uhr

    Heute endet das Geschäftsjahr ich bin gespannt was man im Juli hören wird und wie es bei MS weitergeht aber viele andere Newsseiten sagen leider nichts gutes voraus.

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    • AppleRedX 170975 XP P3P3 L3 P3W P3W Shot 1 | 30.06.2026 - 15:56 Uhr
      Antwort auf Lord Hektor

      Mal schauen wann die Gewerkschaft in den USA bei Sony oder Bungie reagiert. Moment … die haben ja gar keine.

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      • CrossSkull 19560 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 30.06.2026 - 20:53 Uhr
        Antwort auf AppleRedX

        Ja warum haben die keine….? Vielleicht weil die Arbeitsbedingungen stimmen?!
        Ein großer Hauptgrund warum die Angestellten ein Gewerkschaft Gründen weil die Arbeitsbedingungen nicht stimmt!! Denke mal drüber nach!!!

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        • kugelrund 4820 XP Beginner Level 2 | 01.07.2026 - 06:48 Uhr
          Antwort auf CrossSkull

          Da darf man nicht den Fehler machen und das mit Gewerkschaften in Deutschland vergleichen. In den USA ist die Gewerkschaft der Todfeind der Unternehmen, die haben auch sehr viel Macht um die Bildung von Gewerkschaften zu unterbinden. Oder anders gesagt, vielleicht konnten Bungie und Sony solche Gründungen auch einfach nur gut verhindern, MS existiert halt schon ewig da kann man das irgendwann nicht stoppen.

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  3. Uglycoyote 35255 XP Bobby Car Raser | 30.06.2026 - 16:29 Uhr

    Alles nur gelaber und rumweinen ohne Hand und Fuß. Die „verhandeln“ erst über Kündigungsschutz, heißt es gibt derzeit keinen und sie können gerichtlich nichts machen. Und ob es „wirtschaftlich notwendig ist“ hat auch keine Gewerkschaft zu beurteilen oder einzuschätzen dafür fehlen denen die konkreten Zahlen, die Sie auch erst dann sehen, wenn alle Aktionäre sie sehen.

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  4. Truelies82 28810 XP Nasenbohrer Level 4 | 30.06.2026 - 17:06 Uhr

    „Dabei verwiesen sie unter anderem auf die jüngsten Preiserhöhungen für Xbox-Hardware sowie auf die Vergütung von Microsoft-CEO Satya Nadella“

    Oh ja..na dann scheinen sich doch einige Gerüchte wohl zu bestätigen.

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  5. Mech77 139355 XP Elite-at-Arms Gold | 30.06.2026 - 18:40 Uhr

    MS wird sich sicher dazu noch äußern. Immerhin gibts da wenigstens ne Gewerkschaft.

    Aber das stimmt schon: Nadella und Co. streichen schon fett ein, das muss man auch mal sagen.

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