Ein brasilianischer Xbox-Spieler hat vor Gericht gegen Microsoft gewonnen, nachdem sein Konto gesperrt wurde und er dadurch den Zugriff auf seine digitale Spielebibliothek verlor. Das Gericht entschied zugunsten des Nutzers und verpflichtete Microsoft dazu, den Zugang wiederherzustellen.
Der Fall wurde vom Nutzer Ordo_Liberal über soziale Netzwerke öffentlich gemacht. Nach eigenen Angaben wurde sein Xbox-Konto blockiert, wodurch er nicht mehr auf die über Jahre gekauften digitalen Spiele zugreifen konnte.
Microsoft sollte Konto angeblich nicht wieder freischalten
Laut den Angaben des Spielers erklärte der Xbox-Support zunächst, dass das Konto möglicherweise gehackt worden sei. Trotz aktivierter Sicherheitsmaßnahmen habe Microsoft den Zugriff jedoch nicht wiederhergestellt.
Besonders problematisch war laut dem Nutzer die Aussage, dass er seine digitalen Spiele erneut kaufen müsse, sollte er weiterhin Zugriff auf die Inhalte erhalten wollen.
Daraufhin entschied sich Ordo_Liberal, rechtliche Schritte einzuleiten und reichte mit Unterstützung eines Anwalts in Brasilien eine Klage gegen Microsoft ein.
Gericht entscheidet zugunsten des Xbox-Spielers
Am 11. Juli wurde bekannt, dass das Gericht dem Spieler recht gab. Microsoft wurde dazu verpflichtet, das Konto wieder freizuschalten und den Zugriff auf die digitale Spielebibliothek erneut zu ermöglichen.
Zusätzlich wurde dem Nutzer eine Entschädigung in Höhe von 400 US-Dollar zugesprochen.
Sollte Microsoft der gerichtlichen Entscheidung nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist nachkommen, kann sich die Zahlung durch eine zusätzliche Strafe erhöhen.
Digitale Spielebibliotheken bleiben ein Streitpunkt
Der Fall zeigt erneut, welche Fragen rund um digitale Käufe und Eigentumsrechte entstehen können. Während Spieler oft hunderte Spiele, Erweiterungen und virtuelle Inhalte über Jahre hinweg sammeln, besitzen sie häufig keinen klassischen Besitz an den einzelnen Produkten, sondern lediglich eine Nutzungslizenz.
Das Urteil aus Brasilien könnte daher auch über den Einzelfall hinaus interessant sein. Es zeigt, dass Verbraucherrechte eine wichtige Rolle spielen können, wenn der Zugriff auf digitale Inhalte verloren geht.
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Wenn es wirklich völlig grundlos war, ist die Entscheidung richtig und da habe ich auch kein Verständnis für Microsoft. Sollte dann eigentlich keine Diskussion geben, ob das Konto wieder zugänglich gemacht wird oder nicht.
Der Spruch er solle die Spiele doch einfch neu „kaufen“ ist halt auch daneben. Wirjt wie als ob Microsoft absichtlich das Konto nicht fteischalten wollte um Ihn dazu zu bringen nochmals Geld für sie auszugeben.
Kann mir nur vorstellen, dass das ein richtig Asi Supporter war. Das gibt’s bei MS normalerweise so nicht
Gibt immer schwarze Schafe. Ich glaube dir, dass die meisten freundlich und hilfsbereit sind:)
Daneben eindeutig, aber ich würde es jetzt nicht mit dem „nochmals Geld bezahlen“ Aspekt betrachten.
Ich denke eher, die wollten ihren Fehler nicht einsehen und etwas Macht demonstrieren, nach dem Motto „Du kannst uns eh nichts“.
Tja, ist nun leider nach hinten losgegangen.
Dann hätten sie ja was anderes sagen können als diesen Spruch🤷
Schön das er wieder seine Lizenzen erhält.
Ach ich weiß noch damals..man hat sich ein Spiel gekauft ohne Accounts, Online Funktion und ohne irgendwelchen Updates oder Patches. Und dann hat man es einfach gespielt und hatte Spaß dabei. Ich vermisse diese einfachen Zeiten. 😥😅
„Besonders problematisch war laut dem Nutzer die Aussage, dass er seine digitalen Spiele erneut kaufen müsse, sollte er weiterhin Zugriff auf die Inhalte erhalten wollen.“
Ganz im Ernst: HIER und genau hier in diesem Fall wären Entlassungen bei Xbox angebracht. So eine Aussage ist nämlich entweder extrem frech oder saumäßig selten dämlich. Um die Mitarbeiter, die ihm das geraten haben, wäre es wirklich nicht schade. Natürlich immer unter dem Vorbehalt, dass es so abgelaufen ist…Ich war schließlich selbst nicht dabei.
Ich finde gut das er sein Account wieder hat 👍🏻
Sehr gut, nicht alles gefallen lassen
Rechtlich gegen so einen Konzern vorzugehen, traut sich auch nicht jeder. Oft bei Konzernen auch eine Art Taktik, damit Sie mit Ihren Sachen durchkommen.
Ist ja nochmal gut ausgegangen für den Gamer, also wenn er die Gerichtkosten nicht zahlen muss (und n Anwalt kostet ja auch was).
Da können sich andere Länder ne ordentliche Scheibe von abschneiden. Komisch, die XDF ist bei so einem Thema natürlich schweigsam.
Traurig dass man für sowas vor Gericht gehen muss.
Peinlich, dass man sowas vor nem Gericht lösen muss.