In der letzten Woche stellte Microsoft Muse vor, eine generative KI, die für die Visualisierung von Spielen, Aktionen mit dem Controller oder beides verwendet werden kann.
Sie dient aber auch dem Erhalt von Spielen. Fatima Kardar von Microsoft sagt dazu: „Die Vorstellung, dass geliebte Spiele, die durch die Zeit und den Hardware-Fortschritt verloren gegangen sind, eines Tages auf jedem Bildschirm mit der Xbox gespielt werden können, ist eine aufregende Möglichkeit für uns.“
Doch nicht jeder reagiert positiv auf die neuen Möglichkeiten der neuen Künstlichen Intelligenz, mit der man auch Teile von Spielen erstellen kann. Die KI versteht beispielsweise die Physik und 3D-Umgebung in einem Spiel und erzeugt daraufhin Reaktionen und Bewegungen.
Das Xbox-Team habe 27 Spieleentwickler dazu befragt, „um sicherzustellen, dass die Forschung von den Menschen gestaltet wurde, die sie nutzen würden“, wie es heißt.
Zu den negativen Reaktionen auf die generative KI von Microsoft sagte David Goldfarb, Entwickler und Gründer des Studios The Outsiders, als Reaktion auf die Ankündigung „Scheiß auf diesen Mist“.
Laut Goldfarb sei generative KI nicht gut für Videospiele, „weil die Leute, die dafür werben, es tun, um den Kapitalaufwand zu reduzieren und, ob sie es beabsichtigen oder nicht, effektiv Millionen von kollektiven Jahren ästhetischer Bemühungen von Spieleentwicklern und Künstlern entrechten und entwerten.“
Er sagte außerdem: „Das Hauptproblem ist, dass wir das Handwerk verlieren. Wenn wir uns auf dieses Zeug verlassen, ermächtigen wir implizit eine Klasse von Leuten, die diese Werkzeuge besitzen und sich einen Dreck darum scheren, wie sie unser Leben umgestalten.“
Während KI den Platz von echten Menschen immer mehr einnimmt, werden gleichzeitig immer mehr Menschen entlassen. In den letzten Jahren haben tausende ihren Arbeitsplatz verloren. Fast wöchentlich haben auch wir darüber berichtet.
Ein AAA-Entwickler, der anonym bleiben will, feuert gegen Microsoft und sagte, der Konzern versteht nicht, dass niemand Muse haben will. Doch es ist ihnen egal.
„Es ist das klassische Problem, dass Xbox Talente ausbluten lässt, aber auch so stark in GenAI investiert, dass sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Sie sehen nicht, dass das niemand haben will. Es ist ihnen egal, dass niemand es will … interne Diskussionen über diese Art von Dingen werden nicht geführt, weil JEDER Angst hat, dagegen zu sein und seinen Job zu verlieren, weil unsere Branche in einer turbulenten Zeit steckt.“
Andere, ebenfalls nicht namentlich genannter Entwickler, sagten über Muse: „Es ist ekelhaft, dass ich das Gefühl habe, anonym bleiben zu müssen, denn bei dem Zustand der Spieleindustrie muss ich auch noch um Geld für einen Game-Pass-Deal betteln, und die Anbringung meines Namens würde meine Chancen schmälern.“
„Ich habe den Eindruck, dass das eigentliche Ziel dieses Modells nicht die Spieleentwickler sind, sondern die Aktionäre, um zu zeigen, dass Microsoft voll und ganz auf KI setzt, die noch kein Produkt geliefert hat, das irgendjemand haben will.“
Auf Basis von First-Party-Spielen trainiert Microsoft Muse bereits, um ein spielbares KI-Modell in Echtzeit zu erstellen. Sie kann bei der Prototyping-Phase, bei Rohfassungen und dem Spielen mit Ideen hilfreich sein.
Marc Burrage, Development Director bei Creative Assembly, sieht das jedoch anders. Bezüglich des Prototypings geht es auch um die Reise und das Erlangen von Erkenntnissen.
„Beim Prototyping geht es ebenso sehr um die Reise wie um das Ergebnis, und man muss die Reise mitgemacht haben, um all diese Erkenntnisse zu gewinnen. Schnelles Prototyping ist eine wertvolle Fähigkeit, die man nicht einfach abkürzen kann, wenn man denkt, dass man danach immer noch genauso gut vorbereitet ist“, sagte Burrage.
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Das hätte mich auch stark gewundert …ist doch eher wenn überhaupt für indies interessant.