MindsEye: CEO Leslie Benzies nimmt Auszeit, Kritik an Führung eskaliert

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Image: IO Interactive Partners A/S

Während Ex‑Mitarbeitende schwere Vorwürfe bei der Entwicklung von MindsEye erheben, zieht sich Co-CEO Benzies „zur Erholung“ zurück.

Build a Rocket Boy steht nach dem missglückten Launch von MindsEye weiter massiv in der Kritik. Ein neuer Bericht zitiert zahlreiche ehemalige Mitarbeitende, die die Verantwortung für den schlechten Zustand des Spiels klar bei der Studioleitung sehen. Genannt werden fehlendes Vertrauen zwischen Führung und Belegschaft, chaotische Prioritäten, ständiger Feature Creep und insgesamt schlechtes Management.

Besonders heftig fällt die Kritik an Co‑CEO Leslie Benzies aus. Ein ehemaliger Mitarbeiter berichtet, dass die Führung keinerlei echte Erklärung für die jüngsten Entlassungen geliefert habe. Stattdessen sei von „Saboteuren innerhalb und außerhalb des Unternehmens“ die Rede gewesen.

Dass Benzies keinerlei Verantwortung für den Launch übernehmen wollte, empfanden viele als respektlos gegenüber dem Team, das monatelang an MindsEye gearbeitet hatte.

Auch der frühere Lead Data Analyst Ben Newbon bestätigt, dass MindsEye unter ständigen, kurzfristigen Feature‑Erweiterungen litt. Immer wieder habe Benzies neue Ideen durchsetzen wollen – teilweise nur Wochen vor Release.

Solche Änderungen seien kaum testbar gewesen und hätten das Projekt weiter destabilisiert. Laut Newbon hätte das Spiel deutlich besser ausfallen können, wenn sich das Management auf Feinschliff konzentriert hätte.

Mehrere ehemalige Mitarbeitende beschreiben laut GamesIndustry.biz zudem eine Studio‑Kultur, die sich fast ausschließlich darum drehte, Benzies zufriedenzustellen. Entscheidungen seien weniger auf Expertise als auf persönliche Vorlieben ausgerichtet gewesen. Eine Stimme fasst es so zusammen: „Sie haben ihr eigenes Talent unter dem Zwang, eine einzige Person zu besänftigen, zerdrückt.“

Ein Sprecher von Build a Rocket Boy erklärte, dass Benzies derzeit eine „wohlverdiente Auszeit“ nehme, nachdem er über ein Jahr lang nahezu durchgehend gearbeitet habe.

Die Vorwürfe sind nicht neu: Bereits im Oktober hatten ehemalige Mitarbeitende berichtet, dass Feedback regelmäßig ignoriert wurde. Inzwischen beschäftigt sich auch die britische Gewerkschaft IWGB Game Workers mit dem Fall. In einem offenen Schreiben kritisiert sie die Studioleitung scharf und prüft rechtliche Schritte zugunsten der Betroffenen.

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16 Kommentare Added

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  1. kleineAmeise 140350 XP Master-at-Arms Bronze | 11.02.2026 - 22:53 Uhr

    Hmm…das ist alles irgendwie traurig. Ich denke ich kann mir die Vision hinter dem Spiel und was es werden sollte gut vorstellen. Und wenn die noch irgendwie die Kurve kriegen und es richtig machen, ich denke wir hätten ein großartiges Produkt.
    Ich habe echt gehofft es kommt noch was, vor allem auch wegen der Ankündigung dass die es nochmal versuchen wollen.
    Glaube selber nicht mehr daran.😞
    Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt…irgendwann.

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  2. Mech77 86535 XP Untouchable Star 3 | 12.02.2026 - 12:29 Uhr

    Läuft bei denen xD Dass die überhaupt noch existieren…

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