Minecraft: ESA bezeichnet private Server als Urheberrechtsproblem

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Image: Microsoft / Minecraft

ESA löst mit Aussagen über private Minecraft-Server eine Kontroverse aus

Im Rahmen einer Anhörung im kalifornischen Senat hat die Entertainment Software Association (ESA) mit Aussagen zu privaten Minecraft-Servern für Diskussionen gesorgt. Vertreterin Jennifer Gibbons erklärte zunächst, solche Server seien „illegal“ und könnten als Form von Piraterie betrachtet werden.

Die Aussagen fielen während der Beratungen zum Protect Our Games Act, einem Gesetzesvorschlag, der Publisher dazu verpflichten würde, Spiele nach der Abschaltung offizieller Server weiterhin spielbar zu halten. Als Beispiel für bestehende Lösungen verwies Assemblyman Chris Ward auf Community-Server in Minecraft und Call of Duty.

Gibbons widersprach dieser Einschätzung und argumentierte, dass private Server nicht offiziell von Microsoft autorisiert seien. Sie erklärte außerdem, die ESA führe derzeit Klagen gegen bestimmte private Server und verwies auf den Notorious Markets Report des United States Trade Representative (USTR), in dem einige nicht autorisierte Server als problematisch aufgeführt werden.

Die Aussagen stießen jedoch auf Kritik, da Microsoft für Minecraft auf der offiziellen Website selbst Community-Server unterstützt. Dort können Spieler verifizierte Drittanbieter-Server finden, die nach Angaben des Unternehmens überprüft wurden und den Community-Richtlinien entsprechen. Microsoft stellt zudem offizielle Anleitungen zum Einrichten eigener Server bereit.

Nach entsprechenden Nachfragen veröffentlichte die ESA eine überarbeitete Stellungnahme. Darin präzisierte der Verband, dass sich die Kritik ausschließlich auf private Server beziehe, die urheberrechtlich geschützte Spielinhalte ohne Genehmigung hosten oder verbreiten. Gleichzeitig betonte die ESA, dass Publisher grundsätzlich das Recht hätten, gegen Verletzungen ihrer geistigen Eigentumsrechte vorzugehen. Darüber hinaus verwies der Verband erneut auf mögliche Sicherheits- und Moderationsprobleme bei Servern außerhalb der Kontrolle der jeweiligen Publisher.

Auch der Verweis auf den USTR-Bericht wurde eingeordnet. Demnach richtet sich dieser in erster Linie gegen Server, die kostenpflichtige Inhalte oder Abonnementmodelle umgehen – etwa bei Online-Spielen wie World of Warcraft – und nicht gegen gewöhnliche Community-Server, die Spielern lediglich eigene Mehrspielerwelten bereitstellen.

Der Protect Our Games Act erhielt bei der Anhörung nicht genügend Stimmen für eine direkte Weiterführung, kann nach einer bewilligten Wiederaufnahme jedoch in einer späteren Sitzungsperiode erneut behandelt werden.

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3 Kommentare Added

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  1. oldGamer 222055 XP Xboxdynasty Veteran Bronze | 01.07.2026 - 17:02 Uhr

    Interessant.
    Was es offiziell nicht gibt ist also deswegen illegal.
    Und Piraterie eh.
    Ich glaub die sollte man in bestimmten Regionen ne Bootsfahrt machen, dann weiß die auch was Piraterie ist.

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  2. Ralle89 200195 XP Xboxdynasty Veteran Bronze | 01.07.2026 - 18:29 Uhr

    Ohne Genehmigung hosten ist schon eine Sache für sich 😅

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  3. Terendir 182715 XP Battle Rifle Elite | 02.07.2026 - 00:53 Uhr

    Achja, die böse Piraterie. Dabei hat die EU-Kommissionsstudie aus 2017 sogar gezeigt, dass es keine robuste Evidenz dafür gibt, dass Piraterie Verkäufe verdrängt, stattdessen sogar einen positiven Zusammenhang zwischen illegalen Downloads und legalen Käufen zeigt sie auf…

    CD Projekt Red hat Witcher 3 sogar komplett ohne Kopierschutz veröffentlicht und hat es den Verkäufen geschadet?

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