Kürzlich kamen Berichte über mögliche Schließungen beziehungsweise Entlassungen bei den Übersee-Studios des chinesischen Tech-Giganten NetEase auf. NetEase selbst erklärte daraufhin alle Studios und Projekte ständig zu überprüfen und zu bewerten. Ein umfassender Strategiewechsel sei allerdings nicht geplant.
Anschließend meldete sich Anchor Point Studios Chef Paul Ehreth zu Wort und verkündete, sein Studio sei nicht von Entlassungen betroffen und werde auch nicht geschlossen. Quantic Dream CEO Guillaume de Fondaumière veröffentlichte jetzt eine ähnliche Erklärung:
„Wir waren zutiefst betrübt, als wir von den jüngsten Entlassungen und Studioschließungen erfuhren, die einige Abteilungen der NetEase-Gruppe betreffen. Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen, und wir hoffen aufrichtig, dass sie schnell neue Möglichkeiten finden.“
„[Präsident] David Cage und ich möchten uns bei den Fans und Freunden bedanken, die sich in den letzten Tagen bezüglich Quantic Dream an uns gewandt haben. Wir möchten allen versichern, dass unsere Studios in Paris und Montreal davon nicht betroffen sind. Wir setzen die Entwicklung unserer Projekte mit voller Kraft fort und haben an beiden Standorten mehrere offene Stellen zu besetzen.“
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Oh ja hoffe doch sehr dass das Studio bestehen bleibt, von dem Star Wars Game im Quantic Style erwarte großes.
Selbst Erfolge schützen einen nicht vor Kündigungen, hat man bei Marvel Rivals gesehen.
Nach den Entlassungen um Marvel Rivals habe ich mich in den Sachverhalt mal reingelesen. Dahinter stehen ganz rationale ökonomische Gründe.
Bei Marvel Rivals fand die primäre Produktion in China statt. Dadurch waren die Kosten weit niedriger als in den Nordamerika oder Westeuropa. Gehen wir vereinfacht mal davon aus, dass man in China 50% günstiger produzieren kann.
Von NetEase gab es dann die letzten Tage die Aussage, dass sie die meisten ihrer internationalen Studios dicht machen wollen. Dazu gehört auch potentiell neben Quantic Dream der Entwickler von Blood of Dawnwalker. Beide schätze ich jedoch eher als sicher an. NetEase sagte dazu über westliche Entwickler, dass sie „lazy, entitled, slow and woke“ (faul, anspruchsvoll, langsam und woke) seien. Verglichen mit Chinesen kann man da nicht mal rational gegen argumentieren.
Kaufmännisch ergibt das zusammengenommen absolut Sinn. Wenn ich 1.000 Euro investiere, dann will ich 5 Prozent Inflation ausgeglichen haben und 5 Prozent Gewinn als Bonus erhalten. Wenn das Spiel fünf Jahre produziert wird, dann möchte ich also 1.611 Euro zurück bekommen. Nur die Chinesen packen es, mir da schon nach drei Jahren 3.400 Euro zurück zu geben, während ich vom Franzosen nach sechs Jahren 700 Euro bekomme.
Die chinesischen Entwickler haben gerade ihre ersten Spiele auf den Markt gebracht, z. B. Wukong. Das heißt, dass die Spiele jetzt natürlich durch fehlende Erfahrung noch etwas unrund sind. Die nächsten Spiele werden auch technisch und von der Spiellogik her Kracher werden können. Die 50 Prozent niedrigere Produktionskosten versprechen sofort einen deutlich höheren Gewinn. Zudem verzichten sie auf bodypositivity, sondern sprechen die traditionell am Markt funktionierenden Charaktermodelle an. Somit ist ein höherer Umsatz zu erwarten.
Insbesondere für chinesische Investoren ist es daher sinnvoll, die westlichen Entwickler abzustoßen oder zu schließen. Aber es ist auch für westliche Investoren sinnvoll, diesen Weg zu gehen. Die Hürden für einen finanziellen Erfolg sind bei Unternehmen aus Nordamerika oder Westeuropa.
Die westlichen Entwickler werden sich definitiv überlegen müssen, wie sie mit der neuen Konkurrenz umgehen werden. Denn da werden einige sehr starke Konkurrenten in den nächsten zehn Jahren auf den Markt kommen, die mehrere westliche Spieleentwickler vom Markt drängen könnten – aber nicht müssen. Deshalb will man ja auch deutlich stärker auf KI setzen.
Ja, denke ich auch.
Die Chinesen werden auf jeden Fall, wenn sie so weitermachen, ganz oben stehen während die westlichen Studios sich selbst zerstören mit zu vielen woken Inhalten und wenig innovativem Gameplay, all das was die Mehrheit nicht in Spielen sehen will.
KI könnte den Trend mit den explodierenden Entwicklungskosten schon stoppen, bleibt abzuwarten ob man in den nächsten Jahren da noch die Kurve kriegt.
Bin mal gespannt wie sich das noch entwickelt.
Das dumme ist ja, die Chinesen können auch KI nutzen, ist halt nur die Frage ob sich KI bei ihnen überhaupt lohnt bei den niedrigen Lohnkosten. Man kann für die Jungs und Mädels da drüben nur hoffen das KI da drüben wenigstens zu besseren Arbeitszeiten führt aber ich glaube eher es führt zu mehr Arbeit in der gleichen Zeit. Die westlichen Studios werden das nie unterbieten können außer die kicken sämtliche Menschen.
Düstere Aussichten, denke auch, dass es zu noch viel mehr Entlassungen kommen wird, KI wird meiner Ansicht zu sehr unterschätzt.
Wenigstens ein Studio bei dem nicht gekündigt wird.
Ist heutzutage eine echte Ausnahme.
Da sind laut den Aussagen sogar Offene Stellen in Montreal und Paris zu besetzen das hätte ja wirklich Seltenheitswert heutzutage😉✌️.
Immerhin eine gute Nachricht, das Studio ist Klasse. Bin gespannt wie das Star Wars wird ❤️
Gute Nachricht. Entlassungen sind immer Kacka.
Dann kann ja Quantic Dreams mal nen Patch für Detroit Become Human auf dem PC bringen, damit endlich Intel Grafikkarten offiziell Unterstützt werden.
Hoffe das bleibt so.
Ja, das hoffe ich auch.