Die UK-Sammelklage gegen Sony sorgt weiterhin für Aufsehen in der Gaming-Welt.
Vor dem britischen Competition Appeal Tribunal (CAT) wird dem Konzern vorgeworfen, das digitale Ökosystem des PlayStation Store zu seinem Vorteil zu nutzen.
Die Klägerin Alex Neill vertritt rund neun Millionen PlayStation-Nutzer, die behaupten, Sony verlange überhöhte Preise durch seine 30-Prozent-Provision auf digitale Spiele und In-Game-Käufe.
Die Forderungen könnten bis zu fünf Milliarden Pfund (ca. 5,8 Milliarden Euro) erreichen. Doch ein Urteil hätte nicht nur Auswirkungen auf die PS-Preise, sondern könnte den globalen digitalen Spielemarkt nachhaltig verändern.
Digitale Spielepreise: Anti-Steering und Monopolvorwürfe
Seit 2019 ist der Verkauf von digitalen PlayStation-Spielcodes über Drittanbieter stark eingeschränkt. Während Spieler auf PC oder Xbox digitale Titel oft günstiger erwerben können, sind PS5-Käufer auf den PlayStation Store angewiesen.
Die Kläger argumentieren, dass dieses Anti-Steering-Verbot ein klassisches Monopolverhalten darstellt. Sony verteidigt sich mit der Begründung, dass die 30-Prozent-Provision notwendig sei, um Infrastruktur, Plattformdienste und Entwicklungsaufwand zu finanzieren.
Dieses „Anti-Steering“-Verhalten wurde Google und Apple vor US-Gerichten schon zum Verhängnis.
Xbox Project Helix: Offene Ökosysteme als Benchmark?
Microsofts Xbox Series X/S und die anstehende „Project Helix“-Konsole zeigen, dass Konsolenspiele in Zukunft auch mit einem offenen Ökosystem wirtschaftlich funktionieren. Xbox ermöglicht schon länger plattformübergreifendes Spielen von Konsole und PC dank Play Anywhere, und unterstützt mit der neuen Konsolengeneration Drittanbieter-Stores und schafft damit noch mehr Wettbewerb.
Dies setzt Sony zusätzlich unter Druck: Das geschlossene Store-Modell könnte künftig nicht mehr haltbar sein, sollte das britische Gericht die Vorwürfe bestätigen.
Internationale Relevanz der Sony-Klage
Ein Urteil in Großbritannien hätte Signalwirkung für Europa und die USA:
- EU Digital Markets Act (DMA): Das PlayStation Network könnte als Gatekeeper eingestuft werden, was eine europaweite Öffnung erzwingt.
- USA: Nach britischem Präzedenzfall könnten weitere Klagen nach US-Rechtssystem folgen, mit hohen Schadensersatzforderungen.
Folgen für PS5-Preise und digitale Spiele
Eine Verurteilung von Sony würde direkte Auswirkungen auf PS-Spiele und digitale Käufe haben:
- Rückkehr von Drittanbieter-Keys: Preisvergleiche über Amazon oder andere Key-Seller wären wieder möglich.
- Senkung der Provision: Entwickler könnten eigene Bezahlsysteme integrieren, was die Basispreise für digitale Spiele und In-Game-Käufe senken würde.
- Offenheit für Dritthersteller-Stores: Spiele könnten künftig auch außerhalb des PlayStation Stores angeboten werden – ähnlich wie bei Xbox und PC.
30-Prozent-Monopol auf dem Prüfstand
Der Epic-Google-Deal im Kartellrechtsstreit um konkurrierende Stores war nur der Auftakt. Google zahlte im Rahmen seines Vergleichs „nur“ rund 700 Millionen US-Dollar an US-Verbraucher und Entwickler aus.
Sony hingegen blickt in Großbritannien auf eine mögliche Schadensersatzsumme von bis zu 5 Milliarden Pfund (ca. 5,8 Milliarden Euro). Sollte das Gericht hochrechnen, dass PlayStation-Besitzer seit Jahren im Schnitt 20 bis 30 Prozent zu viel für digitale Spiele bezahlen, droht Sony ein historischer finanzieller Verlust.
Der mögliche fatale Fehler von 2019: Während man auf der Xbox oder dem PC nach wie vor digitale Spiele-Keys bei Drittanbietern oft 20 bis 40 Prozent günstiger kaufen kann, hat Sony diesen digitalen Preiswettbewerb 2019 strikt verboten. Gamer sind auf der PlayStation seither gezwungen, die von Sony diktierten Monopolpreise zu zahlen. Genau dieses „Anti-Steering“-Verhalten wurde Google und Apple vor US-Gerichten zum Verhängnis, wie bereits erwähnt.
Die EU-Kommission und ihr neues Digitalgesetz (DMA) beobachten den Fall in London offensichtlich ebenfalls mit Argusaugen. Fällt in UK das Urteil, dass Sonys Store-Monopol missbräuchlich ist, liefert das der EU die perfekte juristische Blaupause, um das PlayStation Network offiziell als „Gatekeeper“ einzustufen. Das würde Sony zwingen, den Store in allen 27 EU-Staaten zu öffnen.
Wenn Microsoft die Tür zum offenen Konsolenmarkt aufstößt und britische Verbraucherschützer die Brechstange ansetzen, wird Sony sich nicht mehr lange hinter den Mauern seines „Walled Gardens“ verstecken können.
Sollte das Gericht den Verbraucherschützern recht geben, stünden digitale Spielepreise, Drittanbieter-Keys und Provisionen erstmals seit Jahren auf dem Prüfstand. Für PS-Spieler weltweit kann das nur gut sein. Und Steam könnte als nächstes dran sein.
Was meint ihr zu diesem Thema?
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Offener MArkt ist immer gut.
Verlangt MS nicht auch 30% an Gebühren?
Ja verlangen Sie.
Ausserdem bringen Sie kaum, bis keine Spiele mehr auf Disc, was ich wiederum viel enttäuschenser finde und die PS da bisschen beneide. Und im Endeffekt kommt man dann noch günstiger an die Games ran, bzw. Kann man die auch verleihen.
Dafür gibt es aber die Spiele auf steam & Co + keyseller.
Am Ende des Tages wirkt die Klage auch auf Microsoft.
Habe jetzt den Vorteil bei MS das ich mir die spiele meist mit Rewardspunkte kaufe und in Auslandstore.Aber ja, die DIscversionen vermisse ich auch und befürchte, dass die nächste Konsole kein Laufwerk hat.
Auf den aktuellen Xbox Konsolen ist es im Store auch so mit den 30 %. Auf dem PC verlangt MS im Xbox PC Store allerdings nur 12 %, so wie Epic.
Bin gespannt wie es auf der nächsten xbox aussieht.
Das Microsoft hier auf 12 % runter geht halte ich für schwierig.
Da die nächste Xbox Konsole ziemlich sicher D1 mit Gewinn verkauft wird, wäre es denkbar, es bei 12 % zu belassen. Die Konsole muss also nicht wie früher durch hohe Storeeinnahmen (30 %) querfinanziert werden. Mal sehen.
Und Heimkonsole „tauschen“ ist auch ein großer digitaler Vorteil mMn.
Ja das mit der Disk wird sich dann wohl erledigt haben.
Rewards sind da noch eine feine Sache.
Wäre ziemlich enttäuscht, wenn das Referenzmodell kein LW (mindestens für die AK) bietet.
Zudem vertritt MS (noch) die Auffassung, dass publisher selbst entscheiden, ob eine Disc im Handel landet.
Das wäre dann auch eine Ansage an die publisher. 🤔
Gegenüber der Steammachine wäre ein Wohnzimmer PC mit UHD LW auch nochmal ein Argument.
Externe LW werden sowieso gehen, aber nicht zwingend für Xbox Games.
Wenn sie es in Bezug auf Sicherheit hinbekämen, jedes externe mit Xbox Bib nutzbar zu machen, wäre es der Königsweg m.M.n.
Ein Laufwerk könnte ich mir auch für AK spiele vorstellen.
Bei neuen Spielen wird es wohl nur mehr die digitale PC Version geben.
Das sollte m.M.n. weiterhin vom publisher abhängen.
MS könnte tatsächlich drauf verzichten. Könnte mir sogar vorstellen, dass man Spiele auf PS trotzem auf Disc released.
Ich gehöre auch nicht zu den Sammlern, die sich dann benachteiligt oder vernachlässigt fühlen.
Dafür kannst du die Spiele in anderen Stores kaufen. Microsoft Spiele sind auch sehr oft in Humble Bundles als Steam Version verfügbar. 😀 (Aktuell Pentiment und Dishonored)
Das weiss ich und habs auch oben erwähnt 😅. Dafür braucht man aber wiederum eine PC. Bevorzuge da Eh Steam.
Oh lol. Ich hab deinen Beitrag ja gar nicht zuende gelesen. Ich hatte wohl Augenflimmern. Du hast natürlich recht. 😂🙌🏻
Alles gut 🙂
Wäre ich mir nicht so sicher.
Du bekommst für die XBOX Spiele über keyseller die eben ihren eigenen Preis nehmen können, also im Grunde auf einen Teil ihrer Provision verzichten und dies dem Käufern weitergeben können. Das ist bei Sony nicht der Fall.
Spiele kannst du nur über den PS store kaufen was schon Monopol bedeutet.
Ich weiß 🤔
Worauf beziehst du dich grade? Sorry komme da grade nicht mit.
Die Gefahr besteht halt noch, dass sie das Rewardsprogramm stilllegen, haben ja erst vor kurzen die Punkte wieder halbiert auf dem PC beim Tagessatz. 🤢
Auf die Sache das es den MS store such betrifft.
Wie gesagt, Keys sind vorhanden und können gekauft werden für die spiele was bei Sony nicht drin ist.
Die 30% sind dabei nebensächlich.
Ja das mit Microsoft war auf die 30% bezogen.
Microsoft ist bis auf das ja fein raus.
Tja da muss sich Sony wohl eine andere Einnahmequelle suchen, wie wäre es zB mit Multiplattform Entwicklungen 😅😆
Wird wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen 😅.
Der Kunde ist König deswegen hoffe ich das die Klage durchkommt.
Genau mein Humor.
Du meist destruktiv? 😉
Hoffe wirkluch das SOny damit gegen die Wand fährt. ich hasse dessen monopolen game store. Man nirgends ausweichen.
Also ich fände es aus Kundensicht einfach super. Mehr Alternativen -> bessere Preise -> besser für die Kunden.
Sony wird es natürlich einen erheblichen finanziellen Schaden zufügen, wenn sie nicht mehr allein die Preise diktieren könnten oder sogar ihren Anteil am Kuchen senken müssten.
Wo kann man eigentlich Keys für Xbox Spiele kaufen?
Wo? Bspw. bei Eneba, Amazon, Und zig anderen Key-Sellern.
Hört sich erstmal nicht schlecht an, das würde wirklich den PS Spielern zu Gute kommen, aber erstmal abwarten.
Würde auch den Nintendo, steam und Xbox spieler zu gute kommen wenn die 30 % als zu viel eingestuft werden.
Wollen wir es hoffen.
Wenn die den Prozess nur um die 30% drehen wird Sony gewinnen. Du kannst verlangen für deine Ware was du willst.
Das du aber eben keine Alternativen Vertriebsweg öffnest ist die andere Sache.
„Die Klägerin Alex Neill vertritt rund neun Millionen PlayStation-Nutzer, die behaupten, Sony verlange überhöhte Preise durch seine 30-Prozent-Provision auf digitale Spiele und In-Game-Käufe.“
Ob es in der klage nur um 30 % geht weiß ich nicht.
Ich kann aber nicht vorstellen das Sony in Zukunft keine 30 % abkassieren kann aber es bei Nintendo, Microsoft, steam weiterhin erlaubt ist. 🤷
Keys hin oder her ändert ja nichts an 30% Provision für store käufe.
Jein.
Für Sony würde es keinen Unterschied machen, für den Käufer schon, und das soll ja bezweckt werden.
Wobei ich mir da auch nicht so sicher bin wie das mit den 30% wirklich gehandhabt wird.
Den Spielern nur mittelbar. Das setzt aber voraus, dass die Publisher das Geld dann auch sinnvoll (re-)investieren und die Studios dadurch nicht ineffizienter werden. Bissl Schwund ist immer.
Dass es für die PlayStation keine Keys mehr zu kaufen gibt, ist, denke ich, dass größte Problem und damit hat sich Sony keinen Gefallen getan.
Als Besitzer einer PS5 digital bist du halt komplett auf den Store angewiesen und wenn man keine Alternative hat, ist das echt mies.
Zudem finde ich es generell schade, dass die digitalen Spiele immer genauso teuer sind, wie das Spiel auf der CD. Man sollte meinen, dass diese gut 5-10€ günstiger verkauft werden können.
Hoffentlich führt dieses Verfahren, auf dem ein oder anderen Weg, dazu, dass die digitalen Spiele etwas günstiger werden.
Mal schauen wie das ausgeht. Ich spar aber eh sehr viel Geld weil ich über instand gaming psn Guthaben kaufe und ab und zu Games und dlcs.
Das wiederum idt leider die andere Seite der medallie womit die dann durchkommen könnten.
Zwar bieten sie keine Spiele in fremdships ab aber die eigene Währung und hier könnte Sony argumentieren das durch die Währung kein Monopol existieren würde. Kann könne sich ja verbilligtes Guthaben kaufen und dadurch spiele billiger erhalten als sie im eigenen store sein.
Kommt drauf an wie dann der Richter reagiert. Weil das billigere Guthaben ja eigentlich durch Steuertricks möglich sind. Spiele zwar auch, aber reine Auslegungsache:)
Ja deswegen bin ich gespannt wie das endet. Es kann auch sehr ausarten. Z. B vor paar Jahren haben viele die Games und Guthaben bei Türkische stores gekauft. Da waren die Preise extrem gering.
Naja, hier idt mehr oder weniger schon verständlich das das aus rein wirtschaftlicher Sicht untersagt wird.
In Ländern wo die Bevölkerung deutlich weniger verdient kannst du eben kein Monatsgehalt für ein Spiel verlangen. Die Entwicklungskosten sind ja dennoch da.
Von daher könnte man das also durchaus als sozial bezeichnen wenn man Ebene diesen Leuten ermöglicht auch zu spielen.
Aber wenn dann jeder dort kauft, wie viele Spiele willst du verkaufen. 100 Millionen Entwicklung benötigt 25 Millionen Verkäufe? Kann nicht funktionieren.
Die werden alle Argumente rausholen, die zur Verfügung stehen. Und das ist ihr gutes Recht.
Wie viele „Meter“ man mit der Klage zum aktuellen Zeitpunkt rausholt, wird sich zeigen.
Dass das an Sony komplett abprallt, glaube ich aber nicht so recht.
Die 90er rufen den Richter hoffentlich nicht noch an.😉
Kommt wie gesagt drauf an wie man die Klage aufgebaut hat.
Geht es darum das die 30% zu viel und man seine Monopolstellung ausnutzt um eben die 30% zu bekommen würde es scheitern weil ich eben nehmen kann was ich will.
Geht es darum das ich keine Keys in anderen stores kaufen kann weil keine Keys existieren sieht die Sache anders aus. Eben das die publisher die digitalen Keys nicht selbst anbieten können und nur auf den PS store verweisen dürfen.
Genauso wie es zum scheitern verurteilt wäre wenn man eben irgend einen 2. store auf der eigenen Plattform anbieten müsste weil das auch wieder eine persönliche Sache ist und fremdstores auf der Konsole selbst nicht erzwingbar wären.
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Dies Diskussionen kommen immer wieder, man einigt sich dann irgendwie und alles läuft weiter wie bisher…
Kaufe Spiel grundsätzlich nur im Sale und meistens 1 bis 2 Jahre nach Release wo ich oft echt hammer Schnäppchen abstauben. Aktuell gibt es das neue Painkiller um 9.99 auf PS 5. Das ist mir im Grunde egal was Sony mitschneidet oder auch Microsoft oder Nintendo – zwingt mich ja keiner zum Kauf und Online ist es rund um die Uhr und sehr lange verfügbar. Klar dieses Augenzuprinzip ist eigentlich falsch, aber hab echt genug anderes zu tun als mich darüber zu sehr aufzuregen.
Aufregen sollten wir uns schon gar nicht. Zorn (mit „o“ geschrieben 😉) hat uns noch keinen Meter weiter gebracht.
Wie du seine Konsequenzen zu ziehen finde ich trotzdem gut.
Dass nicht jeder soviel Selbstbeherrschung hat, ist aber leider auch unbestreitbar.
Dafür gibt es Verbraucherschützer und Rechtsanwälte.
Ob mit den globalen Gatekeeper Rechtsprechungen alles immer noch beim alten bleibt, glaube ich allerdings nicht.
Bin sehr gespannt auf die Auswirkungen. Sony lässt sich ja gerne in die Zukunft schieben. 🤷🏻♂️