Project xCloud: Cloud-Gaming eröffnet neue Erfahrungen, die sonst nicht möglich wären

Das Cloud-Gaming, etwa durch Microsoft’s Project xCloud, eröffnet neue Erfahrungen, die sonst nicht möglich wären.

Wie die Zukunft des Cloud-Gaming in der Spieleindustrie aussehen könnte, davon erzählte James Gwertzman, General Manager for Gaming Cloud bei Microsoft, in einem Interview mit GameRant.

So verfolge man Prioritätsszenarien, von denen man glaubt, dass sie für die Branche wichtig sind und die Cloud dabei helfen kann, sie zu verbessern. Manches soll sogar ohne die Cloud gar nicht möglich sein. Unter anderem werde die Produktion von Spielen durch die Cloud beschleunigt.

„Wir haben eine Reihe von ‚Prioritätsszenarien der Industrie‘. Das Wort geht nicht leicht von der Zunge, aber es sind Dinge, von denen wir denken, dass sie der Branche heute wirklich am Herzen liegen, und die vielleicht Schmerzpunkte sind, bei denen wir helfen wollen. Das Erste auf unserer Fünferliste ist die Beschleunigung der Spieleproduktion mit der Cloud.“

„Sobald die Erstellung von Inhalten in der Cloud erfolgt, wird die Verteilung fließender. Wir sehen das mit xCloud. Es begann damit, dass man Xboxen in Rechenzentren aufstellte und sie streamte. Jetzt haben wir mehr Erfahrung damit, und man kann vielleicht Spiele entwickeln, die ohne die Cloud nicht möglich wären. Spiele, bei denen viele Spieler in einer einzigen Umgebung auf neue Weise interagieren können.“

„Bei xCloud ging es darum, Xboxen in die Cloud zu bringen, aber der umfassendere Begriff ist Pixel-Streaming, bei dem man GPUs in der Cloud betreibt und sie herunterstreamt. Anfangs wird Pixel-Streaming in Nicht-Gaming-Szenarien nützlich sein, wie z. B. in der Architektur oder im Einzelhandel, wo man ein 3D-Erlebnis haben möchte, aber nicht über die entsprechende Hardware verfügen muss. Das wird dann ins Gaming übergehen und man wird sehen, wie Entwickler Erfahrungen nutzen, die über das hinausgehen, was bisher möglich war.“

47 Kommentare Added

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  1. ZockerEnte 67625 XP Romper Domper Stomper | 22.02.2021 - 20:03 Uhr

    Das rechtliche ist fast spannender, wann wird es die Spiele auch auf dem iPhone geben?

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  2. Max Cady 4340 XP Beginner Level 2 | 22.02.2021 - 20:25 Uhr

    Als Option falls mal die Konsole abrauchen sollte ist es nützlich, ansonsten zock ich doch lieber mit der Konsole am TV.

    Zudem verstrahlt man sich mit dem Smartphone so nur unnötig.

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  3. GrayHawk48 24205 XP Nasenbohrer Level 2 | 22.02.2021 - 23:06 Uhr

    Was mich interessieren würde: Ist Cloud-Gaming langfristig energie- und ressourcenschonender als klassisches Gaming? Gilt auch für andere Anwendungen.

    Heißt: Ist bei einem heute üblichen Energie- und Beschaffungsmix bei langfristiger (z.B. 5 oder 10-jähriger) Anwendung das eine oder andere effizienter? Ich denke mal, dass ein Fokus auf solche Cloud/-Streaming-Dienste die Lokalisation von Hardware verbessern wird (d.h. es wird weniger benötigt), wohingegen der Gesamtstromverbrauch deutlich steigen könnte. Es wird also wohl irgendwo (Nutzungsdauer oder Nutzranzahl) einen Break-Even geben. Die Frage ist: Zugunsten welcher Variante? Ich weiß es jedenfalls nicht.

    Daher bin ich gespannt, ob sich (cloudbasiertes) Streaming langfristig (nicht kurz- oder mittelfristig) durchsetzen kann/wird. Wenn es Ressourcen schont, befürworte ich es. Ansonsten wird es nur ein technologisches Sprungbrett sein.

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    • Zecke 29785 XP Nasenbohrer Level 4 | 22.02.2021 - 23:16 Uhr

      Interessante Frage. Ich vermute nachhaltig wird Cloudgaming effektiver bzw. einfacher sein. Momentan bekommen wir zuhause Strom von allen möglichen Quellen. Damit müssen wir Konsole und TV (Sound) antreiben. Beim Cloudgaming fiele zumindest die Konsole weg. Große Serverfarmen sind zentrale Orte. Dort wird eher eine „eigene“ klimaneutrale Stromzufuhr möglich sein. Sei es durch Solar und /oder Windkraft.

      Mir ist natürlich bewusst, dass mehr oder weniger alles ein Stromkreislauf ist und wir selten wissen, ob wir nun Strom aus Wind von der Steckdose bekommen oder bei Flaute den guten alten Atomstrom aus Frankreich.

      Vielleicht habe ich in meiner naiven Denkweise eine Logiklücke. Aber ich denke einfach Cloudgaming ist weniger recourssenfressend.

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      • GrayHawk48 24205 XP Nasenbohrer Level 2 | 22.02.2021 - 23:31 Uhr

        Das ist die Frage. Green-washing ist derzeit recht einfach und daher wird es schwer, verlässliche Zahlen zu erhalten.

        Will heißen (das geht über meine ursprüngliche Frage aber wohl etwas hinaus): Wenn ich eine Server-Farm mit regenerativen Energien ausstatte, was kostet das an Ressourcen und welcher alternativen Nutzung entziehe ich diese Produktionskapazitäten eventuell sogar? Verhindere ich z.B. damit die Abschaltung eines Kohlekraftwerks auf einem anderen Kontinent, weil die noch verfügbare Solarpanelproduktion eines Jahres mit viel IT-Geld aufgekauft wird, wobei z.B. effizienterer Gasstrom vor Ort bereits zur Verfügung steht. Wäre das grün?
        Man kann das natürlich weiter und damit ad absurdum führen. Aber nicht jeder Neubau ist halt wirklich grün, nur weil er sich selbst versorgt. Das müsste man weiter hinterfragen. Wenn Kapazitäten dadurch ausgebaut würden, wäre ich aber wohl auf deiner Seite. Aktuell werden wohl die wenigsten Panel- und sonstigen grünen Hersteller vollkommen ausgelastet sein. In Deutschland stockt die Energiewende ja schon seit Jahren (oder nimmt absurde Züge an … ich halte derzeit noch nicht so viel von den so hart geförderten E-Autos. Die Batterieproduktion erscheint mir wenig grün und nachhaltig zu sein).

        Daher wird die Antwort, um aufs Thema zurück zu kommen, wohl wirklich richtig schwer herauszubekommen sein. Aber sich selbst versorgende Zentren wären ein wichtiger erster Schritt. 🙂

        p.s: Ja, die Konsolen vor Ort fallen weg, aber die Rechenpower woanders muss in ausreichender Menge vorgehalten werden. Und da ist die Frage, ob das effizient genug geht – oder nicht. Wenn man „Multi-Usage“ mit den Rechnern macht, dann wahrscheinlich. Also z.B. tagsüber arbeiten die Kerne überwiegend für die Industrie und abends/nachts für die Verbraucher. Vermutlich ist das schon heute teilweise so. Und das wäre in der Tat äußerst effizient und wahrscheinlich (hardwaretechnisch) ressourcenschonend.

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        • Zecke 29785 XP Nasenbohrer Level 4 | 22.02.2021 - 23:46 Uhr

          Ist natürlich kompliziert, zumal wir hier nicht über ein Land und dessen Energiepolitik reden. Etwas wie Cloudgaming ist global und da wird es dann schwer mit irgendwelchen verlässlichen Zahlenwerten.
          Wenn man aber überlegt, die Series X verbraucht unter Dampf etwas über 200 Watt. Die PS5 soll meines Wissens noch etwas hungriger sein. Aber um nur bei MS zu bleiben: gemäß den Fall in ein paar Jahren sind ca. 40 Millionen SX weltweit unterwegs. Die Leute wollen damit spielen und das bei den genannten Wattzahlen. Da kommt einiges zusammen.

          Ich denke das dürfte ein fettes Rechen- und Serverzentrum ausgleichen. Wenn man dann noch überlegt, dass in diesem Falle MS (zurecht) die „save the planet“ Schiene fährt, dann sind Zentren mit teilweiser Nutzung von grünen Strom garantiert eine bessere Lösung.

          Bleibe aber trotzdem pro Konsole 😉

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  4. Linkie 31600 XP Bobby Car Bewunderer | 23.02.2021 - 07:08 Uhr

    Finde die Cloud super und denke es wird in Zukunft sich so entwickeln wie Netflix und co. Freue mich auf jedenfall darauf…

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  5. greenkohl23 65105 XP Romper Domper Stomper | 24.02.2021 - 08:16 Uhr

    Spiele auch immer mal wieder in der Cloud und besonders, wenn ich bei jemand anderem bin wäre das eine super Option. Ich hoffe, da wird noch sehr viel dran gearbeitet und verbessert 🙂

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  6. SturmFlamme 33790 XP Bobby Car Geisterfahrer | 28.02.2021 - 17:36 Uhr

    Ich konnte es bei einer Geschäftsreise im Hotel gut ausnutzen, dass man Gears 5 über die Cloud spielen kann. Hat zwar bisschen geruckelt, aber für Horde auf Einfach hatte es gereicht; ich war zwar nicht der Beste, aber auch nicht der Schlechteste in der Runde.

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