Remedy: Millionenverlust im Jahr 2025 trotz starkem Q4-Ergebnis

Übersicht

Alan Wake 2 und Control treiben die Umsätze bei Remedy hoch, doch FBC: Firebreak sorgt für einen massiven Jahresverlust.

Remedy hat seine aktuellen Finanzzahlen veröffentlicht und zeigt ein deutlich zweigeteiltes Bild: Ein starkes viertes Quartal dank Alan Wake 2 und Control, aber ein Gesamtjahr, das trotz Umsatzwachstum mit einem hohen operativen Verlust endet.

Im vierten Quartal 2025 erzielte das Studio 17 Millionen Euro Umsatz, ein Plus von 46,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig gelang die Rückkehr in die Gewinnzone mit einem operativen Ergebnis von 0,7 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 1,4 Millionen Euro verbucht wurde.

Für das Gesamtjahr meldet Remedy einen Umsatz von 59,5 Millionen Euro, ein Anstieg um 17 Prozent. Dennoch steht ein operativer Verlust von 14,9 Millionen Euro in den Büchern – verursacht vor allem durch das schwache Abschneiden des Multiplayer‑Titels FBC: Firebreak.

Dabei stieg der Jahresumsatz nicht zufällig: Remedy führt das Plus auf Entwicklungsgebühren für die Max Payne 1 & 2‑Remakes sowie Control: Resonant zurück, dazu auf Royalties aus Alan Wake 2 und Einnahmen aus Firebreak, inklusive Deals mit Abo‑Diensten.

Insgesamt erzielte das Studio 32,9 Millionen Euro an Development Fees, während Spieleverkäufe und sonstige Umsätze 26,6 Millionen Euro beitrugen.

FBC: Firebreak, das im Juni 2025 als erstes selbstveröffentlichtes Remedy‑Spiel erschien, entwickelte sich jedoch zum größten Problem des Jahres. Der Drei‑Spieler‑Co‑op‑Ableger aus dem Control‑Universum blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Remedy erklärte später offen, man habe „auf einen besseren Launch gehofft“.

Die schwachen Verkäufe von FBC führten im weiteren Jahresverlauf zu einer Gewinnwarnung und schließlich zu einer nicht‑zahlungswirksamen Abschreibung in Höhe von 14,9 Millionen Euro – ein Betrag, der den Großteil der aktivierten Entwicklungskosten sowie der eingekauften Publishing‑ und Distributionsrechte abbildet.

Die Abschreibung war der entscheidende Faktor dafür, dass Remedy seine ursprüngliche Jahresprognose kassieren musste und statt eines erwarteten Gewinnanstiegs ein deutliches Minus ausweist.

Auf der positiven Seite entwickelten sich die Singleplayer‑Titel hervorragend. Alan Wake 2 generierte im vierten Quartal zusätzliche Einnahmen durch seine Platzierung bei PlayStation Plus, während die gesamte Alan‑Wake‑Reihe über das Jahr hinweg stabile Verkäufe verzeichnete.

Auch Control bleibt ein Dauerbrenner: Der 2019 erschienene Titel verkaufte sich 2025 noch einmal eine Million Mal. Der Hype um die Fortsetzung Control: Resonant, die im Dezember 2025 bei den Game Awards angekündigt wurde und dieses Jahr erscheinen soll, sorgte für zusätzliche Nachfrage. Interims‑CEO Markus Mäki spricht von einer „exzellenten“ frühen Resonanz und starken Wunschlisten‑Zahlen.

Auch auf Führungsebene gab es Bewegung: Nach dem Rücktritt von Tero Virtala im Oktober übernahm Markus Mäki vorübergehend die Leitung. Ab dem 1. März 2026 tritt Jean‑Charles Gaudechon, zuvor VP bei Electronic Arts, offiziell als neuer CEO an.

Mäki zieht ein positives Fazit zum Quartal: „Nach einigen herausfordernden Monaten war Q4 positiv und profitabel. Unsere Singleplayer‑Spiele haben stark performt, und die Ankündigung von Control: Resonant wurde hervorragend aufgenommen.“

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25 Kommentare Added

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  1. Xbox117 50780 XP Nachwuchsadmin 5+ | 10.02.2026 - 17:33 Uhr

    Freut mich, dass FBC Firebreak eine Bruchlandung hingelegt hat.
    Diese Live Service Grütze will halt keiner von einem Studio, welches sonst gute Story Spiele macht.
    Das gleiche wünsche ich mir bei dem Horizon Service Spiel. Hoffe das floppt auch so richtig, die sollen lieber an Horizon 3 arbeiten.

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  2. Ralle89 96880 XP Posting Machine Level 3 | 10.02.2026 - 20:16 Uhr

    Ja FBC habe ich auch nie gespielt und würde es auch nicht.

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  3. DanSanAliaMi 88225 XP Untouchable Star 4 | 10.02.2026 - 20:42 Uhr

    Hoffe sie können mir Max Payne zeigen das sie immer noch zu den top Entwicklern gehören. Alan wake so sehr ich es liebe ist es leider sehr Nischen Game, und verstehe wenn viele es nicht mögen. Fbc habe ich mir gedacht das es floppt

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      • DanSanAliaMi 88225 XP Untouchable Star 4 | 11.02.2026 - 09:44 Uhr
        Antwort auf Batman

        Also der große kommerzielle Erfolg blieb aus. Haben sie selber gesagt, das es hinter den Erwartungen lag. Und glaub nicht das es für Otto normal Gamer was ist. Das ist es zu nischig mit dem Horror/adventure Shooter. Wie gesagt ich liebe Alan wake beide Teile.

        Der erste Teil hat sich nicht mal ein Million Mal verkauft. Und der zweite liegt vermutlich nun knapp über 2 Mio

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      • I Legend l 15175 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 11.02.2026 - 11:54 Uhr
        Antwort auf Batman

        Produktionsqualität und Zielgruppe sind leider zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die Produktionsqualität der Remedy-Spiele ist grandios, aber die Zielgruppe für diese Grusel-WTF-Singleplayer-Geschichten ist scheinbar deutlich kleiner, als für quietschbunte Multiplayer-Ballereien mit Helden.

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  4. I Legend l 15175 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 11.02.2026 - 11:56 Uhr

    „Für das Gesamtjahr meldet Remedy einen Umsatz von 59,5 Millionen Euro“
    Wahnsinn, wie wenig das eigentlich ist. Und das trotz solcher Blockbuster-Spiele.
    Und gleichzeitig machen andere Publisher mit Multiplayer-Massenware Milliarden Umsätze. Traurig 🙁

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