Ryse: Son of Rome: Von Rom bis Japan – die geheimen Pläne hinter der nie erschienenen Saga

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Image: Electronic Arts

Ryse: Son of Rome sollte der Anfang einer historischen Gaming-Saga werden.

Ryse: Son of Rome hätte weit mehr als ein einzelnes Xbox-Spiel bleiben sollen. Neue Einblicke zeigen, dass Crytek nach dem Launch des beeindruckenden Action-Titels bereits konkrete Pläne für mehrere Nachfolger und eine größere Historien-Franchise entwickelte.

Der Xbox-One-Launchtitel von Crytek galt 2013 vor allem wegen seiner beeindruckenden Grafik und filmischen Inszenierung als technisches Vorzeigeprojekt. Hinter den Kulissen arbeitete das Team jedoch bereits an einer Zukunft, die weit über das antike Rom hinausgehen sollte.

Crytek wollte aus Ryse eine historische Spielreihe machen

Nach Abschluss der Arbeiten an Ryse: Son of Rome setzte sich ein Kernteam aus Entwicklern, Künstlern und der Führungsebene zusammen, um die nächsten Schritte für die Marke zu planen. Die zentrale Frage lautete dabei: Sollte die Reihe weiterhin in Rom bleiben oder verschiedene historische Epochen und Imperien erkunden?

Ein Teil des Teams wollte die römische Geschichte weiter vertiefen, andere Entwickler sahen größere Möglichkeiten. Im Gespräch waren unter anderem Wikinger, das feudale Japan, das Osmanische Reich sowie weitere historische Schauplätze.

Besonders die Idee einer Wikinger-Geschichte stieß bei einigen Entwicklern auf Begeisterung. Die Möglichkeiten hätten von Raubzügen entlang europäischer Küsten bis hin zu Reisen nach Nordamerika oder Konstantinopel gereicht.

Die Vision war größer als ein linearer Action-Titel

Für mögliche Nachfolger wollte Crytek viele Schwächen des ersten Spiels ausgleichen. Das ursprüngliche Ryse: Son of Rome war stark linear aufgebaut, während zukünftige Spiele eine offenere Struktur erhalten sollten.

Die Entwickler orientierten sich dabei an einem Konzept, das zwischen klassischem Schlauch-Level-Design und einer offenen Welt gelegen hätte. Zusätzlich waren neue Mechaniken geplant, darunter Fahrzeuge, ein PvP-Multiplayer-Modus und deutlich dynamischere Kampfsysteme.

Auch die berühmten Formationen aus dem ersten Spiel hätten stärker ausgebaut werden sollen. Die Testudo-Formation der römischen Legionäre sollte beispielsweise nicht nur eine kurze Gameplay-Sequenz bleiben, sondern eine taktische Entscheidung werden, bei der Spieler jederzeit zwischen Formation und freiem Kampf wechseln können.

Geschichte, Mythologie und große Momente sollten die Reihe verbinden

Ein wichtiger Bestandteil der geplanten Franchise war laut den ehemaligen Entwicklern die Verbindung verschiedener Epochen. Die Reihe hätte sich mit der Frage beschäftigt, wie Imperien entstehen und wieder zerfallen.

Dabei sollten einzelne Spiele möglicherweise über Figuren, Ereignisse oder historische Zusammenhänge miteinander verbunden werden. Auch die übernatürlichen Elemente aus dem ersten Teil hätten eine Rolle gespielt und sich mit unterschiedlichen Mythologien und Religionen beschäftigen können.

Trotz der historischen Inspiration wollte Crytek keine reine Dokumentation erschaffen. Der Fokus lag darauf, wie Menschen vergangene Epochen wahrgenommen haben könnten – riesig, beeindruckend und beinahe überwältigend.

Microsoft zeigte Interesse, doch die Zukunft scheiterte an den Rechten

Die Entwickler präsentierten Microsoft ihre Pläne für die Zukunft von Ryse. Laut Aussagen ehemaliger Mitarbeiter soll die Reaktion äußerst positiv gewesen sein. Das Konzept wurde demnach als eines der überzeugendsten internen Franchise-Pitches bezeichnet.

Trotzdem kam es nie zu einer offiziellen Fortsetzung

Nach dem enttäuschenden Abschneiden des ersten Spiels bei Kritikern und im Verkauf geriet die Marke ins Stocken. Der entscheidende Konflikt entstand laut den Berichten rund um die Besitzrechte an der Marke: Microsoft wollte die Reihe nicht dauerhaft finanzieren, ohne die IP zu besitzen, während Crytek die Rechte behalten wollte.

Am Ende gingen beide Unternehmen getrennte Wege und Crytek konzentrierte sich auf andere Projekte.

Ryse bleibt ein Kulttitel unter Xbox-Spielern

Obwohl Ryse: Son of Rome keine große Serie begründete, entwickelte das Spiel über die Jahre eine treue Fangemeinde. Viele Spieler erinnern sich bis heute an die außergewöhnliche Grafik, die monumentale Atmosphäre und die beeindruckende Präsentation.

Das Spiel verkaufte sich nach Veröffentlichung mehr als eine Million Mal und wurde für viele Entwickler zu einer wichtigen Erfahrung, die sie später in Projekte wie Hitman, Battlefield 1 oder Avatar: Frontiers of Pandora einbrachten.

Die geplante Ryse-Saga blieb letztlich ein großes „Was wäre wenn“ der Xbox-Geschichte – eine Reihe, die möglicherweise verschiedene Zeitalter und Imperien hätte erkunden können.

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55 Kommentare Added

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  1. Mech77 156115 XP God-at-Arms Gold | 13.07.2026 - 14:02 Uhr

    Schade… Crytek hätte da echt mehr draus machen können. Mir gefiel es sehr gut.

    Jetzt existieren sie (Crytek) offensichtlich so gut wie gar nicht mehr… Crysis 4 auf Eis…

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  2. TJ44 8170 XP Beginner Level 4 | 13.07.2026 - 15:26 Uhr

    Die Xbox One hatte grandiose Veröffentlichungstitel.
    1. Ryse Son of Rome
    2. Sunset Overdrive
    3. Quantum Break

    Leider null Aufmerksamkeit bekommen, weil sie xbox exklusiv waren und die xbox damals diesen Shitstorm hatte.

    Sunset Overdrive ist eins der besten Spiele, die ich gespielt habe. Erinnert vom Spaß an die Crazy Taxi Spiele.
    Quantum Break war im Grunde der ähnliche Vorläufer von Control und Control ist ein erfolgreiches Kultspiel geworden.
    Und Ryse war das wirkliche Next Gen Spiel damals.
    Alle leider untergegangen, weil niemand Xbox gespielt hatte wegen des Shitstorms

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  3. Bratenbengel 32925 XP Bobby Car Schüler | 13.07.2026 - 16:24 Uhr

    Ach ja da habe ich ja noch die ganzen Online Erfolge offen xx
    Man kann sich ja auch seit Jahren kostenlos das In Game Geld laden.
    Und der Vorteil ist man brauch nur +1 Person.

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  4. nexus258 69910 XP Romper Domper Stomper | 13.07.2026 - 22:44 Uhr

    War ein echt tolles spiel und alleine die Grafik für damals ist fantastisch, leider hat es wie immer kaum einer auf dem Radar gehabt

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