Telltale Games

Entlassener Mitarbeiter verklagt Entwickler

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Telltale Games verklagt den Entwickler wegen fehlender Vorwarnung der bevorstehenden Massenentlassung.

Der ehemalige Telltale Games Mitarbeiter Vernie Roberts hat eine Klage vor Gericht eingereicht. Der Kläger wirft dem Entwicklerstudio unter anderem vor, gegen das in den USA geltende „Worker Adjustment and Retraining Notification Act of 1988 “-Gesetz verstoßen zu haben.

Der WARN Act schützt Angestellte, Familien und Gemeinden, in dem Arbeitgeber mit mehr als 100 Mitarbeitern ihren Angestellten eine Vorwarnung von 60 Kalendertagen geben müssen, wenn eine Schließung des Unternehmens oder eine Massenentlassung geplant ist.

Der Klageschrift von Roberts nach seien am 21. September ca. 275 Mitarbeiter bei Telltale Games entlassen worden.

Dem WARN Act zufolge müssen Unternehmen den betroffenen Mitarbeitern für jeden versäumten Tag der Vorwarnung Gehalt und Zusatzleistungen zahlen. Da Telltale Games vorab keinerlei Vorwarnung für die Entlassungen gab, müssen Gehälter und Leistungen für 60 Tage an alle entlassenen Mitarbeiter geleistet werden.

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15 Kommentare Added

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  1. MeK 187 43295 XP Hooligan Schubser | 26.09.2018 - 12:39 Uhr

    Uhh das wird teuer … Ist es also nicht mehr ganz so einfach bei den amis mit dem hire & fire Prinzip.




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  2. snickstick 88995 XP Untouchable Star 4 | 26.09.2018 - 12:39 Uhr

    Ja das ist schon doof wenn die GF unfähig ist eine GF zu sein. Kenn ich aus anderen Unternehmen leider auch. Die fachlichen Kompetenzen sind zwar vorhanden aber die sachligen nicht. P.S. Mal nen Anwalt den Plan erzählen den man hat tut auch nicht weh aber meist haben GF eher ein „wer hat den dickernen“ und „ich muss niemenanden was erzählen oder fragen“ Problem.




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  3. DarrekN7 38595 XP Bobby Car Rennfahrer | 26.09.2018 - 12:44 Uhr

    Klingt ganz so, als hätte Telltale den Absturz verdient, so wie es sich gegenüber seinen Mitarbeitern verhält.




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  4. Thakki 123270 XP Man-at-Arms Silber | 26.09.2018 - 12:56 Uhr

    Naja, wenn die keine Kohle mehr haben, können die auch die Ersatzleistung schlecht zahlen. Wo nix ist, bekommt man nix.




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    • Sephiroth88 47575 XP Hooligan Bezwinger | 26.09.2018 - 13:15 Uhr

      ja…das ist eben das Prinzip der Insolvenz 😉
      kommt jetzt darauf an, wie viel Geld noch vorhanden ist und wie viel größere Schuldner hier stehen




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      • Thakki 123270 XP Man-at-Arms Silber | 26.09.2018 - 13:24 Uhr

        Jup, meist gehen aber dann auch die Angestellten trotz Klage leer aus. Leider.




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    • Erik Seidel 46310 XP Hooligan Treter | 26.09.2018 - 13:23 Uhr

      Geld ist ja nicht der einzige Teil des Vermögens und auch sonst ist das lächerlich einfaches Denken für einen, zumindest in Deutschland, hoch komplexen Sachverhalt (Insolvenz).




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      • Thakki 123270 XP Man-at-Arms Silber | 26.09.2018 - 13:32 Uhr

        Dann mach dich doch über mich lustig Mr. 9xKlug. Gib mir alle Quellen und Bücher zum Nachlesen und ich werde deine Intelligenz nicht mehr mit meiner lächerlichen Naivität belästigen.




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      • Thakki 123270 XP Man-at-Arms Silber | 26.09.2018 - 13:34 Uhr

        @Z0rn Echt Schade, dass man auf XD mittlerweile wie in allen anderen Foren, Twitter, etc. angepflaumt wird, egal was man sagt. Es ist immer einer da der einen flamed.

        @Erik-Seidel Sachliche Aufklärung würde es auch tun




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        • Erik Seidel 46310 XP Hooligan Treter | 26.09.2018 - 16:13 Uhr

          Sorry, ich wollte mich mit meinem Kommentar weder über dich stellen, noch über dich lustig machen. Weil es ja im Grunde genommen ein nachvollziehbarer Schluss ist, den du ziehst. So einfach ist es aber in der Praxis nicht und die Insolvenzsachlage in Deutschland ist zum Teil lächerlich ohne Ende.

          Wir hatten zum Beispiel schon den Fall, dass ein Unternehmen Insolvenz angemeldet hat, das wir beliefert haben. Eigentlich schuldete uns das Unternehmen noch eine stattliche Summe, aber der Insolvenzverwalter kommt dann daher und sagt: Hey, das insolvente Unternehmen hat doch immer schon spät gezahlt – ihr hättet ahnen müssen, dass es bald insolvent geht. Es gibt aber einfach Kunden, die immer spät bezahlen, weil sie einfach schlampig sind und das besagte Unternehmen hatte auch gerade erst ein neues Montagezelt errichtet. Woher soll man da erahnen, dass sie am Rande der Insolvenz stehen?

          Das Schlimme ist dann, dass der Insolvenzverwalter bis zur 10 (zehn!!!) Jahre zurückgehen und alle bereits erhaltenen Zahlungen zurückfordern kann. Und schon wirst du vom Gläubiger selbst zum Gelackmeierten und gehst vllt. noch selbst Konkurs. Kranke Welt.

          „Wo nix ist, bekommt man nix.“ – Insolvenzverwalter machen aus nix ziemlich viel Kohle 😉




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          • Thakki 123270 XP Man-at-Arms Silber | 28.09.2018 - 10:02 Uhr

            Danke!




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      • Sephiroth88 47575 XP Hooligan Bezwinger | 26.09.2018 - 13:49 Uhr

        ok ersetze Geld durch Vermögen, dann passt es wieder 😉
        Die Quintessenz sollte eigentlich sein, dass die Klage keine Garantie dafür ist, dass der Kläger sein Geld bekommt (siehe ursprüngliches Kommi von Thakki)




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    • Der Panda 3830 XP Beginner Level 2 | 28.09.2018 - 09:06 Uhr

      Wie ich schon wo anders geschrieben habe sind die ja nicht Insolvenz, die haben noch ihre ganzen Marken, Rechte, Wertanlagen und sonstigen Vermögen in welchen Formen auch immer noch, dazu arbeiten die noch an einen großen Projekt und haben noch 25 Mitarbeiter die ja auch bezahlt werden.
      Klar, der laden ist am Ende und man sieht hier wie er langsam stirbt, aber tot ist er noch nicht. Jetzt zu klagen ist schlau, denn jetzt ist eben noch was zu holen.
      Wobei 60 Tage Gehalt a 250 Mitarbeiter sicher eine stolze Summe sein wird




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  5. JahJah192 19025 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 26.09.2018 - 19:10 Uhr

    sorry aber das ist geil! War eine sehr unschöne, menschenunwürdige Aktion, die einfach mir nicht dir nichts rauszuwerfen. Da bekommen die Verantwortlichen hoffentlich was sie verdienen. wie heißts so schön…bis auf´s letzte Hemd 😉




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