Ubisoft: Riesige Open-World-Spiele weiterhin zukunftsfähig

Yves Guillemot, CEO von Ubisoft, hat keine Zweifel daran, dass sich Investitionen in große Open-World-Spiele auch in der Zukunft weiter auszahlen werden.

Im Vergleich zur letzten Konsolengeneration fallen die Welten der Spiele im aktuellen Konsolenzyklus deutlich größer aus und auch die Next-Gen-Konsolen verheißen keinen Einbruch dieser Entwicklung. Das hat den Effekt, dass die Produktion dieser Spiele immer teurer wird, während Verkaufspreise auf einem ähnlichen Niveau bleiben.

Bezüglich der Frage, ob dieses Modell in die Zukunft getragen werden kann, bestehen bei Ubisofts CEO Yves Guillemot keine Zweifel, der im Interview mit GamesIndustry darauf verweist, dass die Spiele des Publishers von mehr Spielern für einen längeren Zeitraum gespielt werden.

„Es ist tragfähig, denn die Welt ist groß und die Zahl der Spieler, die unsere Spiele spielen können, ist immens. Was wir in den letzten Jahren gesehen haben, ist, dass die Zahl der Spieler, die unsere Spiele spielen, konstant ansteigt. Neue Absatzmärkte öffnen sich und Spiele haben einen längeren Lebenszyklus als früher. Momentan sehen wir also zu, dass wir den Anstieg der Investitionen fortsetzen können, weil wir wissen, dass wir eine Rendite erzielen können, die lange anhält.“

Dass Spieler die Möglichkeit haben, In-Game-Inhalte für echtes Geld zu kaufen, ist dem Modell selbstverständlich auch äußerst zuträglich.

„Unsere Teams hören nach der Veröffentlichung des Spiels nicht auf. Wir haben riesige Teams, die weiter Inhalte für die Spieler erschaffen, sodass sie in den Universen, in denen sie sich so gerne aufhalten, bleiben können. Der Fakt, dass einige Spieler Gegenstände in unseren Spielen kaufen, gibt unseren Teams die Chance, diese zusätzlichen Inhalte weiterhin zu produzieren.“

Die ansteigenden Gewinne und Verkaufszahlen großer Ubisoft Titel scheinen Guillemot für den Moment recht zu geben.

23 Kommentare Added

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  1. Micha Twohair 3510 XP Beginner Level 2 | 12.09.2019 - 10:39 Uhr

    Recht hat der Gute Mann ja auch, größer Welten also bleibt man länger darin, was ja nicht schlecht ist wenn dann noch regelmäßig Content kommt hat man immer was zu tun, und Spiele leben dadurch auch wirklich lange, WoW und GTA Online sind ja auch ein super Beispiel dafür.

    Frage mich bei sowas immer wann ist groß, zu groß dass man nicht mehr hinterher kommt.

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    • Lord Maternus 53420 XP Nachwuchsadmin 6+ | 12.09.2019 - 10:49 Uhr

      So groß, dass man nicht hinterherkommt im Sinne von „Soviel Content, wann soll ich das nur alles spielen?“ ist wohl eher nicht das Problem. Wichtig ist dabei, dass es zum Spiel passt.
      Welten, die immer größer werden, aber leblos oder komplett lieblos gefüllt werden, stört die Spieler wohl viel mehr.
      Solange sich Spielwelten immer weiter entwickeln und lebendiger werden (auch im Bezug auf begehbare Gebäude) ohne dabei zu baukastenmäßig zu wirken, könnten da ein verdammt coole Dinge auf uns warten. Solange nicht jeder meint, krampfhaft ein Open World Spiel zu machen. Denn wie gesagt muss es zum Spiel passen.

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      • Micha Twohair 3510 XP Beginner Level 2 | 12.09.2019 - 10:55 Uhr

        oh ja stimmt, was bringt einem eine Riesige Welt wenn diese Öde und Langweilig und man keine Lust hat diese zu bereisen.

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  2. MeK 187 74015 XP Tastenakrobat Level 2 | 12.09.2019 - 11:03 Uhr

    Wenn man solche riesen welten aber nur mit fetch quests füllt und langweiligen Fragezeichen ist es trotzdem nichts wo ich mich noch lange mit beschäftige. Genau wie bei ghost recon breakpoint. Schöne grosse welt die aber völlig trist und tot wirkt macht mir auch keinen spass.

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    • de Maja 88285 XP Untouchable Star 4 | 12.09.2019 - 15:28 Uhr

      So geht’s mir seit AC 3, ich kauf die auch nur noch wenn die Games massiv im Preis gesenkt wurden weil ich ja doch wissen will wie sie sich entwickelt haben und am Ende spiele ich sie nur 2-3 Stunden. Das gleiche gilt für Far Cry, einfach immer dasselbe System was dahinter steckt.

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      • MeK 187 74015 XP Tastenakrobat Level 2 | 12.09.2019 - 19:25 Uhr

        Ja mittlerweile fühlen sich die games leider alle zu ähnlich an. Damals hatte jede Fortsetzung irgendwas tolles neues und fühlte sich frisch und anders an. Jetzt isses immer nur ne hübsche Landschaft /stadt mit dem selben Prinzip. Ich hab ja noch ein wenig Hoffnung in Beyond good and evil 2 Weil sie sich da halt mal was neues trauen. Oder es wird auch nur ne riesen open World auf ein paar Planeten verteilt in der nix wirklich tolles los ist.

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        • de Maja 88285 XP Untouchable Star 4 | 12.09.2019 - 23:41 Uhr

          Auf BG&E 2 bin ich auch gespannt. Mal sehen, auch wenn es evtl dieselbe Formel hat, hat es vielleicht genug Eigenständigkeit durch das Setting und die Freiheit (Galaxis)

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  3. Dreckschippengesicht 58885 XP Nachwuchsadmin 8+ | 12.09.2019 - 11:29 Uhr

    Open world ist bei mir immer zwiespältig, manchmal verliere ich mich dann, wenn die Welt dann noch öde ist verliere ich schnell die Lust am ganzen Spiel. Aber es muss ja auch nicht alles ein Brei sein.

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    • Holy Moly 14809 XP Leetspeak | 12.09.2019 - 12:27 Uhr

      Genau so geht es mir auch.
      Mit der Ubisoft-Formel lassen sich aber sicher noch einige dieser Open-World-Spiele zusammenzimmern.

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      • Robilein 147165 XP Master-at-Arms Gold | 12.09.2019 - 13:59 Uhr

        Also wenn ich mir die Grafik und Liebe zum Detail bei Assassin’s Creed Odyssey anschaue, hat das nichts mit “zusammenkommen“ zu tun finde ich.

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    • Bergalbatros27 27945 XP Nasenbohrer Level 4 | 12.09.2019 - 12:50 Uhr

      Bin ganz Deiner Meinung und mir ergeht es genau so, ich hoffe, dass zukünftige Open World Spiele a la UBI Soft Formel doch etwas angepasst werden. Karten sind groß, laden zum Erkunden ein, bieten optisch Abwechslung, aber wenn ich z.B. GR Wildlands betrachte, ärgert es mich ,dass zu 100% abgeschlossene Gebiete nicht „feindfrei“ bleiben, dass eroberte Basen nach kurzer Zeit wieder in alter Stärke besetzt sind, muss das heutzutage sein ? Irgendwann lichtet jede Armee Ihre Reihen, das wurde meines Erachtens nicht bedacht, na klar wiederholen sich die Aufgaben (was ich sogar in einem Game wie GR Wildlands nachvollziehen kann anhand des Settings). Dieses Manko ärgert mich immer bei UBI Open World Spielen, die Nebenaufgaben sind optional (okay gut so), aber wenn man diese dennoch angeht, habe ich das Gefühl, dass diese Nebenaufgabe keine Auswirkung auf die Spielwelt haben…. Bei Division 2 hat man es zumindest versucht, indem man die Kontrollpunkte erobern und an seinen KI Kameraden übergibt, gut finde ich auch ,dass die gegnerische KI wiederum versucht, Kontrollpunkte zu erobern, aber auch hier habe ich einfach das Gefühl, dass viel zu repetiv ist und mir , außer einem Spawnpunkt, ein wenig Loot , im Gesamtbild keinen wirklichen Vorteil bringt, ich sehe keinen wirklichen Fortschritt, was die Wiedereroberung der Stadt betrifft…. Klar kann man einfach die Hauptmissionen durchspielen und gut ist, aber warum dieses künstliche Verlängern und Halten des Spielers ? Warum kein richtiges Ende finden ? Motiviert es keinen Singleplayer wie mich, dann das Ganze auf höheren Level nochmals durchzuspielen ? Da sollte meines Erachtens nach mehr Fokus gesetzt werden für Singleplayer. Open World , klasse Prinzip, aber dann auch bitte nicht nur mit sich wiederholenden Nebenaufgaben ohne Gesamteinfluss auf das Hauptspiel , dann geht das Ganze , für mich zumindest, eher auf….. Andere Hersteller zeigen ,dass es doch geht, in anderer Form, mit Hilfe der Spieler Community, ARMA ist für mich das beste Beispiel, es kann anders gehen, wenn man es will …. Wenn ich an Far CRY 2 zurückdenke (Kontrollpunkt erobern, kurz weggehen und , huch, sind alle Gegner wie aus dem Nichts wieder da), Nein, das sollte nicht wieder passieren

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      • FoXD3vilSwiLd 16880 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 12.09.2019 - 17:23 Uhr

        Puh, du bringst viele wichtige und richtige Punkte an.

        Ich hab da auch schon ein paar mal drüber nachgedacht. Und mein eigenes Spielverhalten.
        Es gibt halt auch kein Schwarz oder Weiß.

        Früher, in meiner Jugend und als Schüler, oder für Singles oder Studenten ist es leichter mehrere Spiele mit so einem riesigen Umfang zu spielen.
        Wenn man Familie, Job etc hat, dann wird es schwieriger.

        Dann ist die Frage, beschäftigt man sich mit weniger Spielen, dafür intensiver, oder möchte man viele verschiedene Spiele spielen.

        Dazu kommt die Frage, möchte ich nur die Kampagne spielen, oder alle Erfolge, oder mehrere Durchgänge.

        Ich hatte eine Zeit, auch aus fehlendem Geld, die Einstellung Singleplayer spiele ich eh nur ein mal, das kann ich mir auch ausleihen, mp spielt man öfter, die kann man kaufen.

        Und da gibt es noch viele weitere Einfluss Faktoren, die jeder Entwickler berücksichtigen muss.

        Mir geht es ähnlich wie dem ein oder anderen hier.
        Mir reichen 30~60 Stunden beste Unterhaltung auch, anstatt ein ausdehnen auf 120 Stunden mit sich wiederholenden Aufgaben.

        In the witcher 3 hatte ich auch über 120 Stunden glaube ich, wobei ich aber nie Langeweile hatte.
        Bei anderen denkt man nach 30 Stunden langsam reicht es dann auch.
        Grundsätzlich sollte weder die story noch die Welt darunter leiden.

        Und Ubi, so oft die auch verteufelt wurden, auch von mir, vor allem die Zeit kurz vor und während unity, aber daraus haben sie sehr gut gelernt, scheint Spiele für die breite masse gefunden zu haben.
        Das gelingt eben auch nicht allen.

        Und bei mir sind es die meisten Spiele aus dem Hause ubisoft, die mich fangen.
        Ok, es kommen auch entsprechend viele 🙈😂

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        • Bergalbatros27 27945 XP Nasenbohrer Level 4 | 12.09.2019 - 18:41 Uhr

          Und Du bringst noch den ein oder anderen Punkt mit👍, UBI überzeugt mich noch immer, auch wenn ich in einigen Spielen dieses „Kenne ich doch von Assassins Creed oder anderen UBI Games“ Gefühl habe, ich glaube schon , dass UBI mehr kann , auch aufgrund der heutigen technischen Möglichkeiten, dann kann auch ein Season Pass oder DLCs Verkauf positiver an den Kunden gebracht werden (The Witcher 3 ist ein sehr gutes Beispiel mit den Erweiterungen), ich habe mir heute ein Review zur GR Beta angeschaut, war positiv über das Gameplay überrascht, aber auch ein wenig enttäuscht über die Lootkisten, okay, muss wohl heute so sein und mit dem ganz altem Ghost Recon hat das garnichts mehr zu tun, ich verstehe aber auch, dass man solche Titel massentauglich machen möchte. Ich schweife aber ab, Sorry, na mal abwarten , was in Zukunft noch kommen wird, Cyberpunk 2077 wird wieder eine Messlatte in Sachen Open World und UBI wird reagieren, keine Frage, was für uns Gamer nur positiv werden kann…

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  4. Don Garnillo 17790 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 12.09.2019 - 11:56 Uhr

    Den Wenigsten gelingt es leider, eine große und offene Spielwelt lebendig zu gestalten und mit motivierendem Inhalt zu füllen. Da ist Ubisoft für mich auch vorne mit dabei.
    Bei zu großen Welten steige ich daher mittlerweile eher aus oder gar nicht erst ein. Ich finde zielgerichtete Level und „kurze“ Spielzeiten von 30 Stunden mittlerweile erfrischender als ausufernde Spielwelten. Ich möchte ein Spiel ja auch beenden können.
    Wenn ich Open World will, mach ich halt die Haustür auf und nehm die Fetch Quest auf dem Einkaufszettel mit.

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  5. maxl01aut1977 6375 XP Beginner Level 3 | 12.09.2019 - 12:04 Uhr

    Früher gab es relativ oft Vergleiche bei den Spielen. Ich meine das zb Spiel A viel mehr Quadratkilometer an Karte hat als Spiel B.
    Aber dieses Argument ist heutzutage eigentlich fast unnütz.

    Meiner Meinung nach muss nicht alles gefüllt sein.
    Ich nutze hier Gegenden aus um einfach zwischen Quests oder Storysachen ein bisschen durchzuschnaufen.

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    • Lord Maternus 53420 XP Nachwuchsadmin 6+ | 12.09.2019 - 12:16 Uhr

      Es muss ja auch nicht alles gefüllt sein. Gerade wenn die Spielwelt eine Einöde sein soll oder man im tiefsten Dschungel keine zehn Meter gehen kann, ohne über eine Siedlung zu stolpern, fühlt sich das auch komisch an.
      Wichtig ist, dass das, womit die Welt gefüllt ist, nicht so 0815 ist und dass die Leere der Welt sich nie wie tatsächliche Leere anfühlt. Wenn man das Gefühl bekommt, die Steppe ist jetzt nur so lang und leer, um einen Dialog unterzubringen oder noch schlimmer, um einen Weg bloß zu strecken, dann macht es keinen Spaß mehr.

      Man kann also nicht pauschal sagen gößer ist toll, voller ist toll oder so. Die richtige Mischung machts und ist denke ich auch das, was die meisten eigentlich bemängeln, wenn mal wieder über Open World gejammert wird.

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  6. Phonic 30420 XP Bobby Car Bewunderer | 12.09.2019 - 12:10 Uhr

    Sehe ich eher zwiegespalten denn das größte Problem ist doch je größer die Welt desto öfter wiederholt sich die questart und wenn das ganze nur da ist um das Spiel zu Strecken ist es für den arsch

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  7. Ash2X 128100 XP Man-at-Arms Onyx | 12.09.2019 - 12:22 Uhr

    Ich hoffe immernoch das irgendwann soweit gekommen wird das eine große Open World nicht gleichzeitig keine oder schlechte Innenareale bedeutet.
    Ansonsten bin ich mittlerweile ein bisschen Open World Müde.Nur weil man viel Stadt oder Land hat bedeutet das nicht das man deshalb keinen vernünftigen Inhalt mehr braucht.Innenlevel und auch Schlauchlevel sorgen halt auch gerne mal für anderes Pacing und Möglichkeiten die Umgebung zu nutzen.

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  8. Robilein 147165 XP Master-at-Arms Gold | 12.09.2019 - 12:26 Uhr

    Mich haben die letzten Open World super unterhalten. Egal ob Forza Horizon, Assassin’s Creed, Watch Dogs oder Far Cry.
    Auch die DLC waren auf einem hohen Niveau.

    Allgemein tauche ich gerne in ein r Open World Welt ein.
    Also von mir aus: Nur her damit😂👍

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  9. Taomatrix 4595 XP Beginner Level 2 | 12.09.2019 - 12:41 Uhr

    Die Kritik an Open World kommt ja seltsamerweise von großen YouTubern oder Presse.
    In der Regel werden die Spiele von den Coregamern viel positiver bewertet.
    Man muss ja nicht alles spielen. Oft reicht es ja der Hauptquest zu folgen.

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  10. Morgoth91 70830 XP Tastenakrobat Level 1 | 12.09.2019 - 14:17 Uhr

    Ich hatte sehr viel Spaß mit Spielen wie Far Cry 5 oder AC Origins. Ich mag Open World weil man auch einfach zur Entspannung rumlaufen kann und Sachen machen die einen meistens auch irgendwie weiterbringen wenn man wieder „richtig“ weiterspielt. Oder spontan dann doch eine Mission machen wenn man doch ein wenig Herausforderung möchte. Daher habe ich immer gerne ein open World Spiel auf der Platte. Die Ubisoft Formel wurde ja auch schon überarbeitet und macht mir immer noch Spaß, wobei ich aber auch nicht jeden Titel Spiele.
    Solange die Wege bzw. Umwelt mit Content gefüllt ist, ist mir egal wie groß die Welt ist, ich mag es nur nicht wenn ich gefühlt ewig zum nächsten Punkt laufen muss ohne das irgend etwas auf dem Weg passiert oder zu tun ist.
    Die Frage mit den steigenden Kosten aber konstanten Preise habe ich mir schon öfters gestellt und denke dass das zur Existens von ingame kaufbaren Objekten etc. beiträgt. Ich kaufe sowas zwar nicht, aber doch gerne DLCs wie bei Origins. Der zweite war extrem gut. Wenn andere Leute durch den Kauf von Ingame Sachen dazu beitragen das ich solchen Content bekomme für den ich dann wiederum gerne zahle, ist das System für mich vollkommen in Ordnung. Das sich sogar derzeit neue Märkte erschließen wusste ich nicht.

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