Ubisoft: Singapur-Studio Mitarbeiter weiterhin von Belästigungen geplagt laut Bericht

Ein aktueller Bericht behauptet, dass Ubisoft Singapur einer der schlechtesten Arbeitsplätze des französischen Unternehmens sein soll.

Ein aktueller Bericht von Kotaku geht auf Anschuldigungen ein, die bei Ubisoft Singapur von einer Reihe anonymer Mitarbeiter erhoben wurden. Beschrieben werden Ungleichheiten bei der Bezahlung, Vorfälle im Zusammenhang mit Rassismus, toxische Arbeitskultur und sexuelle Verfehlungen.

Das Studio hat an Spielen wie Assassin’s Creed 4: Black Flag und Immortals Fenyx Rising gearbeitet und zur Zeit an Skull and Bones. Der Bericht schildert, wie Ubisoft staatliche Tochterunternehmen zu seinem Vorteil nutzte, indem es ein Studio einrichtete, um lokale Talente zu fördern, den Einheimischen aber keine Führungsrollen zugesteht. Außerdem soll Ubisoft den Ortsansässigen nur den Mindestlohn zahlen, während ausländische Mitarbeiter mehr Gehalt bekommen, wobei die Unterschiede zwischen 5.000 und 10.000 US-Dollar pro Jahr liegen sollen.

Viele Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, haben Ubisoft Singapur als eines der schlechtesten Studios des französischen Unternehmens bezeichnet. Höheren Angestellten wurde bösartiges Verhalten und schlechtes Management vorgeworfen, und Dinge wie sexuelles Fehlverhalten von den Verantwortlichen weitgehend ignoriert würden.

Ubisoft hat eine Erklärung zu der Angelegenheit veröffentlicht:

„Im Laufe des letzten Jahres hat Ubisoft bedeutende und sinnvolle Änderungen eingeführt, die darauf abzielen, ein sicheres und integratives Arbeitsumfeld für alle zu gewährleisten. Dazu gehörten Schulungen und umfassendere Verfahren, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Bedenken und Ansprüche vorzubringen und sicherzustellen, dass sie untersucht und zeitnah bearbeitet werden. Wir hoffen, dass sich durch unsere fortlaufenden Maßnahmen alle Teammitglieder unterstützt und wertgeschätzt fühlen und darauf vertrauen, dass Ubisoft eine Kultur des Respekts und der Zugehörigkeit pflegt.“

„Ubisoft ist ein globales Unternehmen, und unsere Büros und Studios auf der ganzen Welt setzen sich aus unterschiedlichen Gruppen von Menschen zusammen. Wir haben großen Respekt vor den lokalen Kulturen und bemühen uns, eine Umgebung zu schaffen, in der sich jeder willkommen und respektiert fühlt.“

16 Kommentare Added

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  1. Xbox117 24560 XP Nasenbohrer Level 2 | 25.07.2021 - 13:03 Uhr

    Das ist genau das, was ich erwartet habe. Bei Activision hats angefangen und jetzt geht es weiter. Hauptsache alle springen auf den #Metoo Zug mit auf.
    Wie schon bei Activision, wenn sich herausstellt, dass das alles zutrifft und nicht nur genutzt wird um mit auf zu springen, dann bin ich auch klar dafür, dass es Änderungen gibt und die Frauen gleich fair behandelt werden.
    Ich befürchte aber leider, dass hier wieder einige völlig ohne Grund mitziehen.
    Mal schauen was da dabei rauskommt. Hoffentlich wird es genau untersucht, bevor voreilige Schlüsse gezogen werden.

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    • FoXD3vilSwiLd 35940 XP Bobby Car Raser | 25.07.2021 - 17:23 Uhr

      Naja, ist das bei Ubisoft nicht auch schon nachgewiesen worden und es sind einige „Köpfe gerollt“? Meine ich zumindest gehört zu haben. Aber ja, es kann einfach nicht sein, dass 2 Personen, die im Prinzip exakt das gleiche abliefern am gleichen Standort dann unterschiedlich bezahlt werden. Aber das ist eben mangelnder Respekt und Geldgier, usw. in den oberen Riegen.

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