Unreal Engine 6: Epic Games verliert einen der wichtigsten Entwickler

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Sjoerd De Jong, einer der prägenden Köpfe der Unreal Engine, hat Epic Games nach über einem Jahrzehnt verlassen.

Sjoerd De Jong, einer der langjährigen Experten rund um die Unreal Engine bei Epic Games, hat das Unternehmen verlassen. Das bestätigte er in einem LinkedIn-Beitrag, in dem er auf seine Karriere bei Epic und seine jahrzehntelange Arbeit mit der Engine zurückblickte.

De Jong war insgesamt zwölf Jahre bei Epic Games tätig, zuletzt als Senior Director eines bislang unangekündigten Projekts. Zuvor hatte er die Rolle des „Lead Evangelist“ für die Unreal Engine inne und war damit eine der zentralen Figuren in der Kommunikation und Weiterentwicklung der Technologie.

Seine Verbindung zur Unreal Engine reicht jedoch deutlich weiter zurück. Bereits im Alter von 15 Jahren beschäftigte er sich mit der ersten Version der Engine und begann, Inhalte für den Originaltitel Unreal sowie später für Unreal Tournament zu erstellen. Besonders seine Map „DM-Rankin“ aus Unreal Tournament 2004 gilt laut Community-Daten als eine der meistgespielten Karten des Spiels.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete De Jong unter anderem auch an Projekten wie Killzone sowie bei verschiedenen Studios, darunter Starbreeze und das von ihm mitgegründete Teotl Studios. Seine Expertise im Bereich der Unreal Engine machte ihn über Jahre hinweg zu einer zentralen Figur in der Entwickler-Community.

In seinem Abschiedspost beschreibt De Jong die Zeit bei Epic Games als prägend für sein Leben. Er spricht von zahlreichen internationalen Reisen, unzähligen Präsentationen und der Unterstützung von Millionen von Entwicklern weltweit, mit denen er im Laufe seiner Tätigkeit in Kontakt stand.

Als Grund für seinen Abschied nennt er, dass eine Ära zu Ende gegangen sei und sich die Branche an einem Wendepunkt befinde. Die Spieleindustrie sei stets von Wandel geprägt gewesen, doch aktuell zeichne sich eine besonders bedeutende Veränderungsphase ab.

Epic Games selbst arbeitet derzeit an Unreal Engine 6, die unter anderem eine engere Verbindung zwischen Unreal Engine 5 und dem Unreal Editor for Fortnite schaffen soll. Darüber hinaus plant das Unternehmen erweiterte Möglichkeiten für Content-Portabilität sowie Integrationen im Bereich generativer KI.

De Jong selbst deutet an, dass er sich künftig stärker auf die sich verändernden Anforderungen der Branche einstellen und neue Möglichkeiten ausloten möchte.

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7 Kommentare Added

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  1. Ralle89 198695 XP Grub Killer God | 22.06.2026 - 18:55 Uhr

    Der wird schon seinen Grund gehabt haben zu gehen natürlich wird der wahre nicht erwähnt 🤔😅

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  2. Duranir 47550 XP Hooligan Bezwinger | 23.06.2026 - 00:01 Uhr

    Mit dem Unreal Editor hab ich bei Unreal Tournament, UT2003 und UT2004 damals unheimlich gerne gearbeitet. Hab meine ganzen Maps immer noch in meiner Sammlung auf CDs aufbewahrt.
    War damals schon ein mächtiges Programm.
    Vor allem wurden die Spiele mit unendlich kostenlosen Content nie langweilig. Charaktere, Maps, ja sogar komplette Spielumwandlungen gab es Zuhauf. Heute undenkbar 😅
    Schade, dass UT wegen Fortnite begraben wurde. Gibt keine vergleichbaren Arena Shooter mehr. Hauptsächlich nur noch „Shooter“ für Kinder. Wie Overwatch zb.

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    • Blight 47840 XP Hooligan Bezwinger | 23.06.2026 - 07:15 Uhr
      Antwort auf Duranir

      Finde ich auch schade, aber sowas will heute leider keiner mehr spielen.

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      • Duranir 47550 XP Hooligan Bezwinger | 23.06.2026 - 10:17 Uhr
        Antwort auf Blight

        Keiner würd ich nicht sagen.
        Es wäre für den Mainstream nicht angebracht.
        Die Spiele sind ja auch aus einer Zeit, als man als Gamer noch nen Nerd war 😅
        Merk das grad auch wieder bei Gothic.
        Nach dem Remake hab ich mich direkt wieder an Gothic 2 DNDR geworfen. Für die breite Masse wär das „unspielbar“.
        Danach brauch ich zur Entspannung wahrscheinlich ein Souls Like 😂

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        • Blight 47840 XP Hooligan Bezwinger | 23.06.2026 - 12:56 Uhr
          Antwort auf Duranir

          Klar, eine kleine Community gibt es zum Glück noch. Aber mal eben in so ein Spiel hüpfen und ein passendes Match finden, ist nicht mehr so einfach.

          Es gab halt viele Versuche eine neuen Arena Shooter zu etablieren, die leider alle gescheitert sind. Besonders schade finde ich, dass Reflex Arena es nicht geschafft hat.

          Auf Basis von DooM Eternal hätte man sowas nochmal versuchen können in die Moderne zu bringen, aber da hat man sich ja leider für ein anderes Multiplayerkonzept entschieden.

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  3. Mech77 141255 XP Master-at-Arms Bronze | 23.06.2026 - 14:06 Uhr

    Man hätte im Artikel genauer erklären können, was der „Lead Evangelist“ macht. Aber das weiß der Redakteur vermutlich selbst nicht 🤣

    Wer das wissen möchte: der „Lead Evangelist“ läuft nicht mit der Bibel durchs Entwicklerbüro und bekehrt die Sünder zur Unreal Engine.

    Der Begriff kommt aus der Tech-Welt und bedeutet im Kern:

    Ein Evangelist ist jemand, der eine Technologie nach außen und innen „verkündet“, erklärt, verbreitet und Communities dafür begeistert.

    Konkreter heißt das: er zeigt Studios, wie man die Engine optimal nutzt, hält Talks auf Konferenzen, erstellt Tutorials, Demos, Beispielprojekte, ist Bindeglied zwischen Entwicklern und Epic und sammelt Feedback aus der Community und trägt es ins Unternehmen. Er ist also quasi der „Botschafter“, der Missionar der Engine, aber ohne Weihwasser. Deswegen die komische, biblisch klingende Bezeichnung „Evangelist“.

    Aber das ist für Epic kein Beinbruch. Da findet sich sicher leicht Ersatz.

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