Valve: Valve verteidigt Lootboxen gegen New Yorker Klage

Übersicht
Image: - - - -

Nach der Klage der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft verteidigt Valve seine Lootbox‑Systeme in CS2, Dota 2 und Team Fortress 2.

Die Auseinandersetzung zwischen Valve und der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft (NYAG) spitzt sich weiter zu. Nachdem NYAG‑Chefin Letitia James im Februar Klage gegen Valve eingereicht hatte und Lootboxen in Counter‑Strike 2, Dota 2 und Team Fortress 2 als „illegales Glücksspiel“ bezeichnete, hat Valve nun eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht.

James warf Valve vor, Lootboxen würden Kinder gefährden, Spielsucht fördern und gegen Glücksspielgesetze des Bundesstaates verstoßen. Sie bezeichnete die Mechaniken sogar als „Inbegriff von Glücksspiel“. Valve zeigt sich davon wenig begeistert und schreibt, man sei „enttäuscht“, dass die NYAG trotz umfangreicher Erklärungen seit Anfang 2023 zu diesem Schluss gekommen sei.

In seiner Stellungnahme vergleicht Valve die eigenen Mystery‑Boxen mit Sammelkartenprodukten wie Pokémon, Magic: The Gathering oder Baseballkarten. Der Kernpunkt: Auch dort wisse man beim Kauf nicht, welche Karte man erhält – und dennoch gelten sie nicht als Glücksspiel.

Gleichzeitig betont Valve, dass man aktiv gegen Drittanbieter‑Glücksspielseiten vorgehe und bereits über eine Million Steam‑Accounts gesperrt habe, die versucht hätten, mit Steam‑Items zu wetten.

Besonders kritisch sieht Valve die Forderungen der NYAG, digitale Items nicht mehr frei teilen oder übertragen zu dürfen. Außerdem solle Valve deutlich mehr persönliche Daten sammeln, um strengere Altersverifizierungen zu ermöglichen.

Das Unternehmen lehnt das ab und erklärt, man wolle nur jene Daten erheben, die für den Betrieb von Steam und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben notwendig seien. Ein Vergleich mit der NYAG wäre zwar „einfacher und günstiger“ gewesen, doch die geforderten Maßnahmen wären laut Valve „schlecht für Nutzer und Entwickler“ und würden Innovationen behindern.

Auch auf die wiederholte Behauptung, Videospiele würden reale Gewalt fördern, reagiert Valve deutlich. Solche Aussagen seien „eine Ablenkung und eine Fehlinterpretation“, die man seit Jahren kenne. Studien hätten mehrfach gezeigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen Medienkonsum und realer Gewalt gebe – im Gegenteil, viele Untersuchungen würden positive Effekte von Spielen hervorheben.

Valve stellt klar, dass man sich selbstverständlich an neue Gesetze halten werde, falls der Bundesstaat New York entsprechende Regelungen verabschiedet. Bis dahin liege die Entscheidung jedoch beim Gericht. Gleichzeitig wolle man die Spieler darüber informieren, welche Auswirkungen die Klage auf Nutzer in New York und darüber hinaus haben könnte.

= Partner- & Affiliate-Links: Mögliche aufgeführte Angebote sind in der Regel mit sogenannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Xboxdynasty. Ohne Auswirkung auf den Preis erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision und können diese Website kostenlos für euch anbieten.

10 Kommentare Added

Mitdiskutieren
  1. Katanameister 494140 XP Xboxdynasty MVP Bronze | 12.03.2026 - 14:35 Uhr

    „Außerdem solle Valve deutlich mehr persönliche Daten sammeln, um strengere Altersverifizierungen zu ermöglichen.“

    Aha, die wollen, dass man sich beugt, finde die Reaktion von Valve absolut richtig in der Hinsicht, auch wenn ich kein Freund von Lootboxen bin.

    1
  2. Hey Iceman 926255 XP Xboxdynasty All Star Onyx | 12.03.2026 - 15:01 Uhr

    „Besonders kritisch sieht Valve die Forderungen der NYAG, digitale Items nicht mehr frei teilen oder übertragen zu dürfen.“

    Das heißt man konnte Items weiterverkaufen oder wie ist das zu verstehen?

    0
    • SPQRaiden 73315 XP Tastenakrobat Level 2 | 12.03.2026 - 17:25 Uhr
      Antwort auf Hey Iceman

      Sofern der Gegenstand „Handelbar“ ist kann man ihn verkaufen.
      Auf Steam direkt. Es gab oder es gibt noch aber andere Wege seine Items zu verkaufen. Gerade Skins die sehr beliebt sind aus den Games wie CSGO, CS2 und DotA. Diese Gegenstände werden auf drittanbieter Plattformen Angeboten.

      Angenommen jemand hat ein Knife in CSGO was einen Wert von 4000€ hat.
      Steam dir aber MAXIMAL nur 1600 auszahlt, wird dieses Item eben wo anders verkauft via Echtgeld. Sprich, die drittanbieter Website ist der Mittelsmann und vollzogen wird es dann via Paypal.

      Da kann man sich echt daran bereichern und auch relativ viel Kohle machen.
      Habe zu damaligen Zeiten viel CS gespielt und hatte auch einen Kollegen der hat sich dann selbstständig gemacht als CSGO Trader und Verkäufer.

      Einkaufen für 70-75% vom Marktpreis und hat sie dann mit Gewinn wieder verkauft.

      0
  3. de Maja 358185 XP Xboxdynasty Veteran Platin | 12.03.2026 - 15:54 Uhr

    Hat er Recht mit den Sammelkarten, ich würde die Dinger auch noch verbieten, vor allem die Panini Sticker Dinger😆
    Dadurch entstanden auf Schulhöfen klare Mafia Strukturen.😆

    2
    • SPQRaiden 73315 XP Tastenakrobat Level 2 | 14.03.2026 - 13:08 Uhr
      Antwort auf hellboy

      Weiß ich nicht genau, aber Lootboxen in dem Sinne findet man ja überall. z.B auch bei Rocket League.

      0

Hinterlasse eine Antwort