Microsofts Anpassungen beim Xbox Game Pass, einschließlich einer Preisänderung sowie der Neubewertung der Day-One-Strategie für Call of Duty, sorgen weiterhin für Diskussionen in der Branche. Analysten sehen darin jedoch keinen überraschenden Schritt, sondern eine erwartete Reaktion auf bisherige Marktentwicklungen.
Laut Mat Piscatella von Circana habe das Experiment rund um Call of Duty im Game Pass früh gezeigt, dass es weder signifikant neue Xbox-Konsolenverkäufe noch einen deutlichen Anstieg bei Abonnements ausgelöst habe. Daher sei die aktuelle Anpassung aus seiner Sicht „nicht überraschend“ und möglicherweise sogar überfällig.
Auch Piers Harding-Rolls von Ampere Analysis bewertet die Situation ähnlich und betont, dass die ursprüngliche Erwartung, große Premium-Releases wie Call of Duty würden Game Pass massiv stärken, sich wirtschaftlich nicht erfüllt habe. Der Ansatz, große Titel direkt in ein Abo-Modell zu integrieren, habe kurzfristig zwar neue Abonnenten gebracht, diese Effekte seien jedoch nicht nachhaltig gewesen.
Gleichzeitig wird in der Analyse darauf hingewiesen, dass Microsoft durch die Integration von Call of Duty in Game Pass potenziell erhebliche Einnahmen aus klassischen Premium-Verkäufen verloren habe. Piscatella widerspricht jedoch der Einschätzung, dass dieser Effekt so groß ausgefallen sei, wie teilweise angenommen wird. Zudem sieht er keinen klaren Beleg dafür, dass die Game-Pass-Verfügbarkeit die Verkäufe auf anderen Plattformen wie PlayStation wesentlich beeinflusst habe.
Einigkeit herrscht hingegen bei der Bewertung der neuen Preisstruktur von Game Pass Ultimate. Die Reduzierung des Preises wird von beiden Analysten als strategisch sinnvoll betrachtet, um das Abonnentenwachstum erneut zu stärken. Harding-Rolls spricht davon, dass die vorherigen Preiserhöhungen die Attraktivität des Angebots eingeschränkt hätten, während die neue Anpassung das Risiko von Kündigungen senken könne.
Piscatella ergänzt, dass die Preisänderung kurzfristig zwar nicht zwingend zu höheren Gesamtausgaben führen müsse, aber das Wachstum der Nutzerbasis unterstützen könne. Entscheidend bleibe laut ihm weiterhin der Content-Faktor, der sowohl neue Nutzer anziehe als auch Kündigungen beeinflusse.
Harding-Rolls ordnet den Schritt zudem als Teil einer langfristigen strategischen Entwicklung ein, die bereits unter der Führung von Phil Spencer begonnen habe. Microsoft verfolge zunehmend eine flexiblere Veröffentlichungsstrategie, bei der Exklusivität und Release-Modelle stärker variiert würden, um wirtschaftliche Ergebnisse zu optimieren.
Trotz der Anpassungen sehen Analysten Xbox Game Pass weiterhin als wichtigen Wachstumstreiber im Abo-Segment der Gaming-Branche, insbesondere in einem Marktumfeld, das stärker auf Preis-Leistungs-Verhältnisse und flexible Zugangsmodelle setzt.
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Angst um Gewinne. Dafür muss braucht man nun wirklich keine Experten.
Kann wie gesagt damit leben, das CoD nicht mehr drin ist, bin mal gespannt auf die nächsten Monate, vielleicht kommt schon bald ein flexibles System für das Abo.
Cod ist doch schon ewig nurnoch ein Schatten seiner selbst. Ein 365 Tage haltbares sell out produkt.
Vollkommen richtig ist auch mein Gedanke dazu,nur leider mögen die Leute so einen Käse funktioniert ja bei FIFA auch bestens.🤷🏻♂️
Vergeht kein Tag wo einer der 3 grossen Konsolenhersteller mal nicht irgendetwas ungeschicktes macht😁
Wenn jemand den GP und COD will, dann ist es für ihn nun teurer, oder?
Ich kann die Entscheidung vollkommen nachvollziehen.
Ich bin kein Experte und habe das schon vor dem Erscheinen im Game Pass gesagt. 🤣
Das war halt ein Versuch, mehr Abonnenten zu gewinnen – ist wohl nicht ganz aufgegangen, der Plan. Und als „Belohnung“ sind dadurch logischerweise auch die Verkäufe eingebrochen.
Das man jetzt zurückrudert ist doch klar,wenn so ein Abo Baukasten kommen würde dann kann man das bestimmt dazu buchen,werden sie sich aber bestimmt stattlich bezahlen lassen.
Auf gut Deutsch: Wir haben mit CoD im GP zu viel Verluste gemacht und es hat nicht zu einer Erhöhung der Abos geführt. Das war ein Fehler und der wird nun Korrigiert.
Dafür muss man kein Analyst sein.
Sind das auch die gleichen Experten die damals gesagt haben das cod zu einem massiven Abonnenten Anstieg führen würde?!?
Es zeigt vor allem, dass die Abonnentenzahlen deutlich hinter den Erwartungen sind. Viele der großen Investitionen und Übernahmen großer Publisher waren vermutlich eine Wette darauf, dass der Abo-Service massiv wächst und sich dadurch langfristig trägt. Wenn dieses Wachstum aber ausbleibt, wird es immer schwieriger, extrem teure AAA-Produktionen dauerhaft direkt zum Release im Abo anzubieten. Genau deshalb besteht auch die Gefahr, dass zukünftige große Titel nicht mehr selbstverständlich Day One im Abo erscheinen 🤔 Gerade bei Spielen mit enormen Entwicklungs- und Marketingkosten könnte man künftig häufiger sehen, dass sie erst später in den Service aufgenommen werden, weil sich das Modell bei zu geringen Abozahlen wirtschaftlich einfach nicht ausreichend rechnet.