Die jüngsten Berichte über mögliche Studioschließungen bei Xbox könnten erst der Anfang einer größeren Umstrukturierung sein. Das erklärte Bloomberg-Journalist Jason Schreier in einer aktuellen Einschätzung zur Lage innerhalb der Gaming-Sparte von Microsoft.
Demnach seien die bislang bekannten Studios (Ninja Theory, Double Fine und Compulsion Games) nur ein Teil der laufenden Maßnahmen. Schreier zufolge werde es weitere Entwicklungen geben, während derzeit zahlreiche Gespräche zwischen Xbox und den betroffenen Studiochefs stattfinden.
Dabei gehe es nicht ausschließlich um Schließungen. Nach seinen Informationen werden aktuell verschiedene Optionen geprüft. Dazu zählen mögliche Ausgliederungen einzelner Teams, die Rückkehr in die Unabhängigkeit sowie potenzielle Übernahmen durch andere Publisher.
Schreier betonte, dass viele Entscheidungen noch nicht endgültig getroffen worden seien. Deshalb könnten aktuelle Berichte über Studioschließungen zwar grundsätzlich zutreffen, das vollständige Bild sei jedoch deutlich komplexer.
Nach seinen Angaben laufen hinter den Kulissen weiterhin Verhandlungen über die Zukunft mehrerer Entwicklerstudios. Welche Teams am Ende geschlossen, verkauft oder eigenständig weitergeführt werden, sei derzeit noch offen.
Gleichzeitig machte Schreier deutlich, dass die entscheidenden Schritte erst in den kommenden Wochen erfolgen dürften. Entsprechend sei damit zu rechnen, dass in naher Zukunft weitere Informationen über die Zukunft verschiedener Xbox-Studios bekannt werden.
Die Aussagen unterstreichen die angespannte Situation innerhalb der Xbox-Organisation, die sich aktuell in einer umfassenden Umstrukturierungsphase befindet.
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Studioschließungen sind an sich heutzutage nichts ungewöhnliches, aber dem Schreier traue ich ehrlich gesagt nicht…
Also dafür muss man kein Branchenkenner sein um das zu erwarten…
Schreier ist einer der wenigen, dem man vertrauen kann.
Da kommen turbulente Zeiten auf MS zu.
Ein Problem das Microsoft, sowie auch Sony hat. Manche Studios hatten irgendwann mal einen Hit, waren aber nie AAA Entwickler (Housemarque, Double Fine, Compulsion Games).
Dann überschüttest du sie über Nacht mit Geld und erwartest dir auf einmal AAA Qualität. Das passt einfach nicht. Da waren die Erwartungen einfach zu hoch.
Nicht nur Geld, sondern gibt denen spitz formuliert unendlich Zeit..
Das ist auch ein Problem, ja.
Obsidan ist in meinen Augen auch eher ein AA Entwickler. Ich meine das gar nicht abwertend. Solche sind auch wichtig, aber einem AA Entwickler hebe ich nicht 100 Mio in die Hand. (und bin dann enttäuscht).
Genau das ist es ja.
Wer so schnell wächst, verliert die Übersicht und das scheitert immer.
Weil dadurch viel zu viele dazu kommen, die von tuten und blasen keine Ahnung haben.
Das stimmt absolut. Man hätte auf organisches Wachstum gehen sollen. Lieber von 20 auf 25 bis 30 Entwickler rauf, statt direkt das AAA-Produkt zu erwarten.
Schaut euch Ninja Theory an. Die haben sich, meiner Meinung nach, bei extremen Details verrannt. Beeindruckenden Landschaftsaufnahmen, Darstellung der Gesichter usw. und das eigentliche Gameplay blieb dafür irgendwie völlig auf der Strecke.
Hätte sie den riesen Sack Geld von Microsoft nicht bekommen hätten sie sich vielleicht auf andere Dinge mehr fokusiert.
Sie haben am Ende eine Grafikpracht erschaffen, die mir als Walking Simulator zu träge war. Da ging zu viel Geld in die falschen Features.
So ist es!
Weniger aufwendige Grafik, dafür mehr „Spiel“ wäre mir weit lieber gewesen.
Jetzt bekommen sie zwar noch eine Chance bei MS, aber es fühlt sich wie die letzte Chance an.
eigentlich muss man wieder dahin:
Studio stellt Projekt XY vor Geldgeber sagt ja.
Es wird ein Budget + Zeit vereinbart.
Mehr gibt es nicht…..
Denn so wie es aktuell läuft das man quasi keine Limits mehr hat, so kann es nicht weiter gehen…
Budgetobergrenze + Meilensteine, die eingehalten werden sollten.
PRINCE2
Wer Ahnung hat weiß was damit gemeint ist.
Skulls and bones von Ubi ist ein gutes Beispiel. Das Game hat so viel Kohle verschlungen, dass es in 100 Jahren nicht profitabel werden kann.
Besser wäre gewesen irgendwann den Stecker zu ziehen und dann aufarbeiten wie es so weit kommen konnte?
Bei Skull and Bones war es etwas anders, da UbiSoft Geld von Singapur genommen hat, wodurch man gezwungen war das Spiel fertigzustellen.
Hätte sie das Geld von Sinapur einfach zurückgezahlt wäre es vermutlich in Summe noch deutlich günstiger gewesen UND man heute das gebundene Personal längst auf andere Projekte ansetzen können.
Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende…
Das ist alles so übel. Erst alles gekauft dann alles geschlossen. Einfach nur noch furchtbar was Microsoft da tut. Die bekommen von mir keinen Cent mehr NICHTS!
Warum ist Microsoft da Schuld?
Ich sehe hier die Schuld fast nur bei den Studios selber….
Alle viel zu behäbig geworden.
Immer brav die Taschen aufhalten, aber kaum bis gar nicht liefern und wenn was kommt, ist es sehr oft der Fall das es bei der Zielgruppe völlig baden geht…
Und dieses problem ist nicht nur bei Microsoft zu beobachten..
Ganz deiner Meinung. Das es irgendwann kracht war abzusehen. Wollte nur niemand hören
Wenn du einen AA Entwickler mit Geld überschüttest und dir erwartest das alleine lässt ihn schon zum AAA Entwickler mutieren, bist du selber Schuld wenn du am Ende enttäuscht bist.
Ich will nicht die Rolle des Firmenanwalt einnehmen aber ich finde in diesem Fall ist Microsoft nicht der Böse.
Die Studios haben so wie ich das verstanden habe ein gigantisches Budget bekommen und hätten die Möglichkeit frei arbeiten. Die Ergebnisse stimmen halt nicht.
Da kann man jetzt Microsoft den Vorwurf machen, dass sie die Strukturen nicht optimiert haben.
Wenn ich Ninja Theory richtig gelesen habe, die waren 8 Jahre dabei und haben keine Millionen Spiele verkauft. Da ist halt fraglich, ob da ohne Microsoft nicht schon vor Jahren die Lichter ausgegangen wären.
Würde mich fragen wenn sie die Studios ausgliedern wollen, behalten sie deren Spielelizenzen oder lassen sie sie dann komplett gehen?
Wäre dann aber auch ne dumme Nummer wenn zB Hellblade weg wäre.
Das ist eine Sache des Vertrages.
Zum Beispiel Bungie: Halo gehört zu Microsoft, aber Bei ihrem Activision Deal hatten die vereinbart das die Sachen die Bungie macht, auch bei Bungie bleiben werden.
habe gelesen dass xbox sich auch von hellblade und dem mocap-studio trennen würde. es hakt wohl eher daran, dass ninja theory lieber unabhängig wäre, als sich verkaufen zu lassen.
Wie will dieses Studio denn unabhängig sein?
Seit 2003 haben die 7 Spiele released, wo von nur „eins“ ein kommerzieller Erfolg war und das war 2013 Devil May Cry…
so ein Studio ist so heute nicht mehr Überlebens Fähig…
sie haben es vor dem kauf ja auch hingekriegt. ganz unfähig können sie also nicht sein.
Waren aber damals andere Zeiten, Studios von damals überleben nicht mehr so leicht wie früher, schau dir Remedy an, Quantic Dreams, die strugglen alle irgendwie.
sie können ja an neue herausforderungen adaptieren. konnten sie damals auch.
Kommt auf die Verträge an.
Bei Tango wurde Hi-Fi-Rush z.b. mit verkauft.
ausgliederungen/verkauf wären ok. schließungen finde ich einfach respektlos gegenüber den devs, die diese studios aufgebaut haben. die fehler lagen im xbox-management, nicht bei ihnen. wenn man sie nicht los wird, soll man halt weiter mit ihnen arbeiten, probleme beheben, prozesse optimieren.
Auch hier.
Die Studios sind nicht ganz unschuldig, „ich“ sage sogar das diese die Hauptschuld tragen.
Man sollte nicht immer nur auf den großen hauen, denn dieser ist nicht immer der Böse, auch wenn es leichter fällt dies zu glauben.
xbox hat funktioniert, bis sie zu gierig wurden und actiblizz gekauft haben, inklusive vieler franchises, die einfach nicht ins gamepass-konzept passen. jetzt müssen die kleinen dafür büßen, obwohl sie imo finanziell ziemlich irrelevant sein dürfen.
studios so wachsen zu lassen, dass sie reihenweise blockbuster produzieren, kann jahrzehnte dauern. compulsion hatte den ersten schritt gemacht, ein bei der fanbase sehr beliebtes spiel gemacht, sogar awards gewonnen. was erwartet man bei xbox, dass die mit ihrem ersten inhouse-release naughty dog-zahlen erreichen? für sowas braucht man einen guten ruf und der ist heute vermutlich schwerer zu erreichen als je zuvor.
Auch ohne den ABK Deal, wäre es jetzt so gekommen.
Denn dieser DEAL hat ja überhaupt nichts mit dem eigentlich Problem zu tun das die Studios einfach zu „faul“ geworden sind…
hast du da tiefere einblicke in die „faulheit“ der studios? oder ist das nur deine theorie?
Einfache Mathematik.
Dazu halt andere Beispiele wo es „deutlich“ besser läuft.
Wie schon wo anderes erwähnt:
Clair Obscure ca 33 Mitarbeiter 10 Millionen.
Pragmata hat 80 Millionen gekostet und Resi 9 ca 150… und da sieht man das Budget am fertigen Produkt auch…
Baldur’s Gate 3 soll ein Budget von 100 Millionen gehabt haben.
Das Spiel ist ein Umfangs-Monster mit sehr viel komplizierten Mechaniken und schaut dazu grandios aus…
Eben wurde ein 72min State of Decay 3 hier auf der Seite gepostet.
die vorhanden Zahlen lassen vermuten: ca 200 Millionen Euro Entwicklungskosten. Aber diese 200 Millionen sehe ich da nirgends!!
SoD3 wird mindestens 8 Jahre Entwicklungszeit gehabt haben …
Wenn es nicht die Faulheit ist, ist es die Unfähigkeit!!
unfähig… naja. falls es keine externen faktoren sind, würde ich eher auf ziellosigkeit spekulieren. ständige resets und neue iterationen, weil irgendwas am konzept nicht gefällt. leider eine häufige künstlerkrankheit, die tatsächlich durch fehlenden druck gefördert werden kann (nicht, dass ich druck als lösung sehe). könnte man als unfähigkeit interpretieren, aber das wäre zu lösen mit fokussierten köpfen (oder methoden) wie bei obsidian.
zum thema bg3: larian ist seit fast 30 jahren am markt, hat auch seine fails produziert die keiner wollte und legt wert auf ressourcennutzung statt hire&fire. wenn xbox solche studios will, muss es ihen zeit geben zu wachsen. das kann 10 jahre und mehr dauern.
Der Deal und der Gamepass hat Ms nur über Wasser gehalten, man hatte nix mehr in der Pipeline, jetzt kommt die Quittung, aber man kann Ms in dem Sinne keinen Vorwurf machen, ausser vorher keine Anreize mehr geschafft zu haben, nach dem One Desaster hätte man zu Release der Series X einfach wenigstens 2 Hochkaräter bringen müssen und Infinite wurde dann auch noch mal verschoben nach dem Shitstorm. Der Release der SX hätte das One Desaster ausmerzen können.
Der Deal mit ABK war in meinen Augen keine Gier. Eher ein verzweifelter Versuch den Umschwung zu schaffen. Jahrelange Subventionen, schwindende GP-Zahlen und stagnierende Hardware-Verkäufe ließen es wohl nicht anders zu.
Es hätte sicherlich klappen können, wenn Spiele wie CoD exklusiv auf Xbox gekommen wären. Das hätte möglicherweise den GP gepusht und auch Hardware-Verkäufe begünstigt.
Jap, genauso sehe ich das auch, das meinte ich auch mit über Wasser halten.
die gp-zahlen waren nicht schwindend sondern stagnierned bis leicht ansteigend. es wurde immer wieder betont, dass gamepass und xbox als gesamtes profitabel sind. vermutlich war es den verantwortlichen einfach nicht genug.
Der GP und Xbox sind profitabel? Die letzten News nicht mitbekommen?
ich rede von den aussagen vorm abk-kauf
Nur wer kauft ein Unternehmen wie Compulsion, das beim letzten Projekt gefühlt 90 Millionen Verlust eingefahren hat?
Da muss man ja bereit sein, den Verlust bei künftigen Projekten zu tragen. Man kann noch so viele Preise gewinnen. Am Ende müssen Unternehmen mehr einnehmen als sie ausgeben.
was für 90 mios verlust? bei 100 mios kosten und 500k verkäufen a 50€ komme ich auf 75 minus, dazu kommt aber der schwer zu beziffernde beitrag zum gamepass.
Würdest Du denn ein Unternehmen mit 30 oder 50 Millionen Verlust kaufen oder in deren neues Spiel investieren? Ohne Schutzschirm Microsoft überlebt das nicht.
Der Vollpreis auf Steam war 40 Euro. Abzüglich 25 % für Steam und 19 % fürs Finanzamt bleiben davon 25 Euro Nettoerlös in Deutschland. In anderen Ländern je nach Umsatzsteuer mehr oder weniger. Das Spiel war auch schon im Sale.
Auf Steam wurden nur rund 100T Verkäufe umgesetzt. Das macht 2,5 Millionen Euro Nettoumsatz. Schwer vorstellbar, dass es sich auf der Xbox mehr verkauft hat. Der Game Pass regelt dann auf 10 Millionen hoch.
south of midnight mit diesem budget hätte ohne gamepass vermutlich nicht funktioniert. aber neue projekte kann man anders kalkulieren. und vermutlich haben compulsion, die es noch nicht soo lange gibt, durch die entwicklung jede menge ressourcen aufgebaut (erfahrung, technik), die die arbeit in zukunft geschmeidiger machen.
als käufer würde ich mögliche projekte und budgets klar abstecken, aber ein studio mit interessanten ressourcen ist das schon.
Der Kaufmann in mir sieht das ein wenig anders. Denn das geschaffene Produkt kam am Markt nicht an. Als selbstständiges Studio werden die in meinen Augen nicht lange überleben.
kann man doch gar nicht so sagen. ein game wird sich logischerweise mehr verkaufen, wenn es nicht im gamepass ist. die frage ist nur, wieviel. es ist auch nicht ausgeschlossen, dass xbox von indie-compulsion für den gamepass einkaufen würde.
100-mio budgets werden sie sich aber als indie erstmal nicht ansatzweise leisten können.
Und für ein AA Budget von 20 bis 40 Millionen werden sie massiv entlassen müssen.
das steht wohl am ende des prozesses, trotzdem besser als schließen. aber erstmal sollten sie schneller produzieren als 1 game in 7 jahren.
Ich bin da gsr nicht mal so sicher ob South of Midnight sich ohne GamePass besser verkaufen hätte.
Da es das typische GamePass Spiel ist. Im Abo spielen gern, weil fürs Abo zahlt man ja eh schon. kaufen Nein.
Also wird es wohl noch Wochen mit Gerüchten weitergehen, bis MS endlich sagt, was Sache ist 😐
Eine dunkle Zeit für die Branche. Schade, da hat sich MS wohl verkalkuliert oder einfach übernommen
Sie haben einfach zu lange eine viel zu lange Leine gelassen.
Ich denke das ist auch der Grund warum Spencer gegangen ist.
Er ist jemand der sich damit schwer tut, da mal nach zu gehen.