Xbox One

Microsoft: Wir werden unser Gaming-Business über Konsolen hinaus weiter ausbauen

Microsoft hat eine Vision und will bis 2020 zwei Milliarden Spieler erreichen.

Microsoft will seine Gaming-Business-Strategien weiter ausbauen. Dabei sollen Konsolen keinesfalls zurückfallen, denn auch in diesem Markt will man weiter große Investitionen tätigen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Microsoft die bisher größte Präsenz auf der E3 2018 – erstmals sogar viel größer als Sony mit der PlayStation 4 – in Los Angeles starten wird. Die Konsolen sorgen derzeit für die „Gaming-Entertainment-Wohnzimmer-Erfahrung“ und mit der Xbox One X hat Microsoft die derzeit leistungsstärkste Konsole veröffentlicht. Und wer die bisherigen Updates verfolgt hat, muss anerkennen, dass Microsoft für Gamer einiges leistet. Von Dolby Atmos über 1440p, FreeSync 2, Mixer-Remote-Play bis hin zu einem wachsenden App-Angebot, vielen Entertainment-Schmankerln und der grandiosen Abwärtskompatibilität, die sogar 4K Enhanced Upgrades kostenlos für Xbox One X ermöglicht.

Doch auch in den weiteren Gaming-Bereichen möchte Microsoft sein Geschäftsfeld ausbauen und seit Phil Spencer befördert wurde, scheint das Geld für die Gaming-Sparte etwas lockerer zu sitzen. Aber die Zukunftsvisionen im Bereich „Gaming“ verlangen auch nach mehr Investitionen, wovon letzendlich auch die Xbox-Marke, wenn nicht sogar alle Gamer am Ende profitieren werden.

Bis zum Jahr 2020 werden schätzungsweise zwei Milliarden Menschen Videospiele spielen und Microsoft möchte alle davon auf irgendeine Art erreichen und ansprechen. Um so viele Menschen zu erreichen, versucht Microsoft aber nicht in den nächsten Jahren zwei Milliarden Konsolen zu verkaufen, was sowieso unmöglich wäre und selbst wenn, würden diese Spieler gar nicht alle zur Konsole selbst greifen wollen. Viele spielen am PC, am Smartphone oder am Handheld.

Doch egal, wo es Spiele gibt, da will auch Microsoft „seine Finger im Spiel haben“. Beispielsweise gibt es 144 Millionen Minecraft-Spieler. Jeder von ihnen ist ein Xbox-Kunde – auch die, die Minecraft auf der PlayStation 4 oder dem Nintendo Switch spielen. Alle Sea of Thieves-Piraten auf dem Windows 10-PC ist ebenfalls ein Xbox-Kunde. Selbst diejenigen, die sich PlayerUnknown’s Battlegrounds-Streams auf Mixer ansehen, sind irgendwie Xbox-Kunden.

Und dann gibt es Spiele wie „Idle Miner Tycoon“. Ein Simulationsspiel für iOS und Android, das von Fluffy Fairy entwickelt wurde. Es ist ein Spiel, das Microsofts PlayFab-Plattform und Azure Cloud-Technologie verwendet. Obwohl in diesem Fall der „Xbox-Kunde“ eher der Entwickler als der Spieler ist, bedeutet dies immer noch, dass Microsoft stillschweigend eine Rolle in der Erfahrung dieser Spieler spielt. Irgendwie hat Microsoft jetzt schon fast überall seine Finger im Spiel!

„Als Phil zum Executive Vice President befördert wurde und an Satya [Nadella, CEO von Microsoft] berichtet, wurde er gefragt, wie man Spiele im gesamten Microsoft-Umfeld ausbauen könnte“, sagt Kevin Gammill, GM Gaming-Cloud bei Microsoft.

„Ich werde Minecraft als Beispiel nehmen. Wir haben jetzt 144 Millionen Kopien über PC, Xbox, PlayStation, Nintendo und mobile Geräte verkauft. Wenn wir uns anschauen, wohin wir gehen, geht es wirklich darum, wie wir unser Geschäft über die Konsole hinaus ausbauen.“

„Wir lassen das Konsolengeschäft keineswegs zurück. Wir investieren weiter dort. Die Premium-Wohnzimmererfahrung ist heute auf der Xbox One X, und wir hoffen, dass dies auch in den kommenden Jahren so bleibt. Aber wenn man darüber nachdenkt ´wie wir es tun´ werden, so müssen wir unser Geschäft erweitern, wir müssen über die Konsole hinaus denken, um erfolgreich zu sein.“

Es ist keinesfalls unüblich, dass ein riesiger Konzern wie Microsoft seine Visionen und Geschäftsstrategien erweitert. Virtual Reality- und HoloLens-Erfahrungen könnten in den nächsten Jahren eine noch entscheidendere Rolle spielen. Vor allem, wenn Smartphones immer leistungsstärker werden. Ebenso könnten Services wie „Play Anywhere“ nur eine Vorstufe von dem sein, was Spieler vielleicht in 10 oder 20 Jahren erwartet. Ein Modell wie „Movies Anywhere“ bei dem ihr Filme auf jeglicher Plattform kaufen und abspielen könnt, dürfte für viele Gamer zwar noch Zukunftsmusik sein, ist aber durchaus denkbar – wenn nicht sogar wünschenswert.

= Partnerlinks

18 Kommentare Added

Mitdiskutieren
  1. Premiumpils 39755 XP Bobby Car Rennfahrer | 16.03.2018 - 07:56 Uhr

    Naja… die alle als Xbox Kunden zu bezeichnen… dann kommt man natürlich schnell auf 2mrd !

    1
    • snickstick 89135 XP Untouchable Star 4 | 16.03.2018 - 08:15 Uhr

      Ja also viele Menschen benutzen auf der Arbeit einen PC mit Windows oder das Programm das sie benutzen wurde unter Windows als Betriebssystem geschrieben. Also sind diesel Leute Quasi Xbox Kunden. Schwupps die 2 Mrd. voll bekommen 🙂 🙂
      Ja ist nen bisl übertrieben die Zählweise aber man muss sich ja Ziele setzen 😉

        • snickstick 89135 XP Untouchable Star 4 | 16.03.2018 - 12:23 Uhr

          Bist du bei Microsoft hast du ein microsoftkonto und damit gleich ein Xbox Live konto.
          Ist wie bei Google. Wer eine Google Mailadresse hat hat auch gleich ein YouTube Konto mit dem gleichen Benutzernamen. Wissen die meisten nicht, ist aber so.

          1
    • Ash2X 94800 XP Posting Machine Level 2 | 16.03.2018 - 09:02 Uhr

      Sie sind Teil des XBox-Ökosystems und auch wenn es viele nicht gerne hören: Das ist was zählt.MS kann es egal sein ob du auf PC oder XBox was kaufst,das Geld ist verdient.

      5
  2. olsystems 9255 XP Beginner Level 4 | 16.03.2018 - 08:00 Uhr

    Halte ich auch für etwas übertrieben, da dies in meinen Augen keine XBox Kunden sind.
    Aber ein ehrgeiziges Ziel was sich MS gesetzt hat.

    1
    • rusuck 41840 XP Hooligan Krauler | 16.03.2018 - 09:54 Uhr

      MS will den Gedanken „Xbox als Hardware“ langsam aber sicher loswerden. Xbox soll sich als Marke etablieren. Was vorallem für die Zukunft relevant sein wird wenn keine Konsolen mehr notwendig sind. Und Xbox-(Plattform) sowie Xbox Live ist ja jetzt schon auf PC vorhanden und die Smartphones und alles künfitge soll da mit ins System einfließen.

      Die reden hier auch nicht von der nächsten E3 sondern von den nächsten 10 – 20 Jahren eher

      3
  3. snickstick 89135 XP Untouchable Star 4 | 16.03.2018 - 08:17 Uhr

    Ja aslo alle diese Bereiche kann man annehmen das MS da Kunden hat, AUßER auf dem Smartphone Markt. Wenn die meinen die könnten sich da auch nur einen Kunden ihr eigen nennen gehören die geohrfeigt. Pff diese Smartphoneversenker von MS habens nicht geschissen bekommen nen Ökusystem zwischen Windows Xbox und Handy herzustellen. Die hätten es beim Communicator 9210 in der Jahr 2010 version mit WIndows Mobil machen sollen statt immer der Konkurenz nachzulaufen und nachzumachen.
    MS sorry ich liebe dich aber den Smartphonemarkt hast du verckakt!

    1
    • ArkaVik6802 45380 XP Hooligan Treter | 16.03.2018 - 09:29 Uhr

      In dem Punkt gebe ich Dir Recht, aber ich denke, Microsoft will mehr in den Publischer- oder Backbone-Anbieter Bereich rein. Die wissen selbst, dass sie Windows Mobile und Nokia kaputt gemacht haben, da gibt es nix. Ich denke, deren Ausflug in die Mobile Hardware ist Geschichte.

      Was ich mir allerdings eher vorstellen könnte ist, dass Microsoft wirklich über Akquisitionen im Gaming Bereich nachdenkt. Warum nicht auch Valve? Stellt Euch mal vor, dass Microsoft Valve schlucken und damit Steam auf die Xbox bringen würde. Das würde die Anzahl der Xbox Kunden mit einem Schlag vervielfachen.

      Wenn ich mir manchmal Artikel und News der Blauen Fraktion durchlese, habe ich bisher immer das Gefühl gehabt, dass Microsoft behäbig und langsam im Mark reagiert. Seit Spencer am Ruder ist, habe ich jedoch den Eindruck, dass die Jungs langsam aber sicher „fahrt aufnehmen“. Ich bin mir sicher, wenn die erstmal in die Pötte kommen, dann muss sich die Konkurrenz warm anziehen.

      2
      • snickstick 89135 XP Untouchable Star 4 | 16.03.2018 - 09:36 Uhr

        Behäbig und LOangsam ja das gefühl hatte ich auch immer und recht haste, seit der gute Philly das ganze schmeist hat man das Gefühl das da ein Gamer das Ruder in der Hand hat, ich hoffe auf gute dicke dinger nach seiner Beförderung.
        Und das mit Steam kaufen hab ich mir auch schonmal überlegt und fände es sau geil und die nächste Xbox wird ne mischung zwischen X und Steam Big Picture Box in 3 verschieden Hardwarausführungen um jeden Geldbeute zu bedienen und BÄM wäre die verschmelzung von Xbox und PC fertig. Ich fänds geil.

        1
      • rusuck 41840 XP Hooligan Krauler | 16.03.2018 - 09:55 Uhr

        Steam Kunden sind bereits MS-Kunden. MS will auch die junge Zielgruppe ins ökosystem binden, samt Office und co. Da sind die Gamer auf dem PC besser aufgehoben als auf der Xbox. Den die Kundenbindung steht weit über den Verkaufszahlen der Xbox. Die Xbox ist mehr ein Medium für die strategische Zielerreichung.

    • rusuck 41840 XP Hooligan Krauler | 16.03.2018 - 10:55 Uhr

      Naja der Marke Nokia kam das ja zugute. HMD bringt die Marke Nokia in eine neue Renaissance

      • snickstick 89135 XP Untouchable Star 4 | 16.03.2018 - 12:24 Uhr

        Genau, HMD macht was MS hätte tun sollen. Einfach die geilen Dinger von damals rausbringen statt versuchen Samung und Abbel zu kopieren.

        • rusuck 41840 XP Hooligan Krauler | 16.03.2018 - 13:38 Uhr

          Eigentlich hat MS ein eigenes OS eingeführt. Weiß nicht was daran kopieren sein soll im Vergleich zu Samsung (Bloatware Android) und HMD Nokia (Stock Android). Die Hardware optisch war nicht kopiert und auch im inneren wurde nicht auf High-End gesetzt.

  4. swagi666 42550 XP Hooligan Schubser | 16.03.2018 - 09:17 Uhr

    Die stationären Konsolen sind locked-down x86 PCs. Das ist der wahre Cut von X1/PS4 gewesen. Ist nur den Fanboys Wurscht.

    So lange die PS5 keine neue RISC-Konsole wird, ist der Weg doch klar. Der Hardware Unterschied besteht nicht und die vermeintliche Exklusivität ist in dem Augenblick hin, wo eine leistungsfähige PS4 VM da ist.

    Das weiß auch Sony und bringt deswegen PS Now auf PC.

    Und LIVE Kunden benutzen den XBox Service, weil MS seinen Store inklusive GamePass jetzt schon von der stationären Konsole abkoppelt. Daher sind die Ziele zwar ambitioniert, aber nicht unmöglich.

    Ja, wer den GamePass hat, kann MS PlayAnywhere Titel auch auf dem PC installieren! Ist live!

    4
  5. BuBBLe is Live 19850 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 16.03.2018 - 14:52 Uhr

    In den nächsten Jahren wird sich noch viel tun. Klar, dass M$ da ein großes Stück vom Kuchen abhaben will.

Hinterlasse eine Antwort