Xbox One: Schluckt Vivendi Ubisoft?

Vivendi kauft immer mehr Anteile an Ubisoft und schon machen sich Übernahmegerüchte breit.

Nachdem Vivendi 2015 ihren Anteil an Ubisoft Aktien von 6,6 % auf 10 % aufstockte, klingelten schon ganz leise die Alarmglocken. Seitdem haben Ubisoft, weitere Investoren und selbst die kanadische Regierung ein Auge darauf, was passiert, denn man will seine Unabhängigkeit auf keinen Fall verlieren. Doch nun hat Vivendi seine Anteile nochmals aufgestockt!

Wie nun bekannt wurde, hat Vivendi seinen Aktienanteil an Ubisoft von 10% auf 17,73% aufgestockt und hält damit knapp 15,66% der Stimmrechtsaktien.

Schon im letzten Jahr hatte Vivendi kräftig eingekauft und so mancher Investor wurde etwas unruhig. Niemand weiß genau, welche Auswirkungen der Aktienkauf von Vivendi auf Ubisoft haben könnte. Allerdings ist Ubisoft einer der weltweit größten Spielhersteller und wird ein wachsames Auge darauf haben, was Vivendi wirklich vor hat.

Ubisoft hat gegenüber dem GameInformer Magazin mitgeteilt, dass die Wahrung der Unabhängigkeit des Unternehmens oberste Priorität hat.

Außerdem meldete sich Ubisoft-CEO, Yves Guillemot, zu Wort und sagte: „Eine feindliche Übernahme von Ubisoft durch Vivendi würde die Kreativität töten.“

Weiterhin sei man nicht überrascht über das letzte Statement von Vivendi und der Absicht die dahintersteckt. Es sei wohl die übliche Vorgehensweise zu sagen, man habe kein Interesse daran etwas zu bestimmen oder zu verändern, aber im Hintergrund bereite man sich wohl schon auf die nächste Hauptversammlung vor, um genau dies zu tun.

Dies kann und wird keine Grundlage für eine gute Zusammenarbeit sein, hieß es weiter. Auf direkte Anfragen an Vivendi bezüglich der Aufstockung und deren Gründe, wurden ebenfalls keine Absichten oder Details mitgeteilt. Es bleibt also weiter unklar, wie eine Zusammenarbeit funktionieren soll.

Ubisoft betonte nochmals, dass man seinen Aktionären verpflichtet sei. Unabhängigkeit und eine langfristige Wertschöpfung sei das Ziel.

Ihr könnt also gespannt sein inwieweit Ubisoft ihre Unabhängigkeit weiter ausleben kann, oder ob – wie so oft – der schnöde Mammon am Ende siegen wird.

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