Xbox Series S: Optimierung laut Remedy nicht so einfach wie man denkt

Die Optimierung von Spielen auf der Xbox Series S ist nicht so einfach wie man denken mag, sagt Control-Entwickler Remedy.

Control-Entwickler Remedy hat sich in einem Interview mit IGN über die Optimierung von Spielen für die aktuelle Konsolengeneration unterhalten. Dabei kam man auch auf die Xbox Series S Konsole zu sprechen.

Laut Communications Director Thomas Puha sei es mit dem Herunterdrehen von Auflösung und Texturqualität auf der Xbox Series S nicht getan, wenn es um die Anpassung an die Spezifikationen geht.

„Xbox Series S, nun, es ist nicht anders als bei den vorherigen Generationen, wo das System mit den niedrigsten Spezifikationen am Ende ein paar der Dinge diktiert, die man tun wird, weil es auf diesem System laufen muss, richtig? Es ist sehr einfach zu sagen, dass man nur die Auflösung und die Texturqualität heruntersetzt und los geht’s, aber so einfach ist es nicht.

Das klingt gut, wenn man es sagt, aber jede Engine ist auf eine andere Weise aufgebaut. Es ist eine andere Sache, wenn Gamer vielleicht sagen: „Diese Spiele-Engine macht all diese Dinge!“, nun, das kommt darauf an. Macht man eine Engine, die eher GPU-gebunden oder CPU-gebunden ist? Was wird mehr beansprucht? Nun, wir beanspruchen beides in Control, denn wir haben eine Menge Physik, aber auch viele Raytracing-Effekte. Das macht einen riesigen, riesigen Unterschied, besonders auf der Xbox Serie S.“

Puha sagte aber auch, dass die Anpassung von alten Spielen nur auf neuen Systemen schwieriger sei. Wenn man ein neues Spiel direkt mit dem Wissen der Spezifikationen der neuen Konsolen programmiere, kann man das berücksichtigen. Zudem weiß man bei Remedy die Xbox Series S als Einstiegskonsole zu einem niedrigen Preis zu schätzen.

„Es ist viel schwieriger, ein altes Spiel zu entwickeln, um sicherzustellen, dass es auf allen Systemen funktioniert. Aber jetzt, wo wir die zukünftigen Spiele entwickeln und wissen, auf welchen Systemen sie laufen müssen, berücksichtigen wir das vom ersten Tag an und können sicherstellen, dass alle Plattformen so gut wie möglich bedient werden.

Wir wissen es zu schätzen, dass es eine niedrigere Einstiegshürde für ein Action-Erlebnis mit der Xbox Serie S gibt, aber je mehr Hardware man hat, desto mehr muss man letztendlich ein wenig Kompromisse eingehen, wenn man ein kleineres Studio wie wir ist, wo wir einfach nicht so viel Zeit damit verbringen können, sicherzustellen, dass all diese Plattformen super gut sind. Natürlich müssen wir das tun, aber es ist einfach ein Unterschied, das zu tun, weil es eine riesige Menge an Ressourcen benötigt, nicht nur für die Technik, sondern auch für die QA, den riesigen QA-Aufwand, um so viele verschiedene Plattformen zu testen.“

89 Kommentare Added

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  1. Final18 20100 XP Nasenbohrer Level 1 | 22.03.2021 - 19:14 Uhr

    Ich hätte zumindest ein Laufwerk für die xeries s verbaut. Viele Spieler wollen immer noch disc kaufen. Dann hätte MS auch noch mehr an one Spielen mitverdient. Zumindest für xbox one angepasste Spiele ist xeries s cool. Was Zukunft angeht bin auch etwas skeptisch was xeries s angeht. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden, wenn einen die Leistung ausreicht und spass damit hat ist es ja gut. Für mich aber war sofort klar das es xeries x wird.

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  2. zxz eXoDuS zxz 24775 XP Nasenbohrer Level 2 | 22.03.2021 - 19:57 Uhr

    Ich pflichte @ Z0RN bei dass es sehr offt an den Ressourcen scheitert. Erst wenn der Endverbraucher schreit reagiert man.
    Vielleicht wissen die Entwickler im Vorfeld ja schon gewisse kommende Probleme etc. Aber riskieren es noch nicht vorher zu handeln.
    Wir werden es wohl nie genau wissen. 😅

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