Xbox Series X: John Carmack schlägt Konsolen-Auktionen vor, um Scalping zu eliminieren

Id Software-Mitbegründer John Carmack hat einen neuartigen Ansatz vorgeschlagen, um die Geißel der Scalper und Reseller zu bekämpfen.

Id Software-Mitbegründer John Carmack schlägt Konsolen- und GPU-Auktionen vor, um Markt-Scalping zu eliminieren. Die Konsolen würden bei einer Auktion natürlich zu einem hohen Preis verkauft werden, aber zumindest würden Scalper keinen Gewinn machen, so Carmacks Vorschlag.

Um die Geißel der Scalper und Reseller zu bekämpfen, die die weltweite Knappheit ausnutzen, soll die Versteigerung neuer Konsolen und PC-Hardware dazu beitragen. Dies würde Bots davon abhalten, die Konsolen sofort zu kaufen, sobald sie in den Verkauf gehen. Aber es würde auch einige eigene Komplikationen mit sich bringen.

Das Angebot an PS5- und Xbox-Konsolen der Series X/S konnte mit der Nachfrage nicht mithalten, während PC-Hardware wie Nvidias neueste RTX-Grafikkarten ebenfalls von Scalpern geschnappt und zu einem Preis weiterverkauft wurden, der einen saftigen Aufschlag beinhaltet. Als die Zahlen zuletzt erhoben wurden, schätzte man, dass Wiederverkäufer über 82 Millionen Dollar Gewinn gemacht haben.

Carmacks Idee ist es, dass Sony, Microsoft und Nvidia die Zwischenhändler aus dem Geschäft ausschalten und die Konsolenbestände selbst versteigern. Würde dies zunächst zu unglaublich hohen Geboten von interessierten Käufern führen? Auf jeden Fall, aber Carmack glaubt, dass diese Strategie die Zwischenhändler davon abhalten würde, die Konsolen der neuen Generation in die Hände zu bekommen und danach einen Gewinn zu machen.

„Angesichts von Engpässen und Spekulationen auf Dinge wie 3090-GPUs und neue Konsolen scheint es, als wären wir mit einem transparenten Auktionssystem direkt von den Herstellern und einem effizienteren Markt wirklich besser dran“, schrieb Carmack. „Die Welt der Verkaufskanäle hat das in der Vergangenheit verhindert, aber vielleicht bewegen wir uns für viele Produkte darüber hinaus. Es gäbe viel Empörung über gemeldete Preise, aber das Entfernen von Zwischenhändlern sollte am Ende besser für die Verbraucher ausfallen.“

In einem anderen Posting erwähnte Carmack auch, dass die derzeitige geringe Verfügbarkeit dieser Konsolen für das Geschäft von Sony und Microsoft von Vorteil ist, da die Konsolen immer innerhalb von Minuten ausverkauft sind, wenn neue Ware auf den Markt kommt. Den Wiederverkäufermarkt zu bekämpfen, indem man die Preise für diese Konsolen höher ansetzt, könnte der aktuellen Nachfrage der Verbraucher nach diesen hochwertigen Produkten schaden.

Wiederverkäufer schnappen sich die Konsolen sofort, indem sie eine Armee von Malware und Bots einsetzen, was die britische Ministerin für Digitales und Kultur, Caroline Dinenage, dazu veranlasst hat, einen Gesetzesentwurf vorzuschlagen, der den Scalp von Konsolen illegal machen würde.

105 Kommentare Added

Mitdiskutieren
  1. greenkohl23 65825 XP Romper Domper Stomper | 20.02.2021 - 17:01 Uhr

    Selten sowas Dummes gelesen. Wem außer den Konzernen würde das helfen? Die Kunden müssten trotzdem viel zu viel Geld ausgeben. Ich sehe das Problem, aber dieser Vorschlag ist nicht die Lösung.

    1
  2. OzeanSunny 164160 XP First Star Silber | 20.02.2021 - 17:54 Uhr

    Der hat sie ja auch nicht mehr alle. Was eine Logik 🤦‍♂️🤦‍♂️

    1
  3. Linkie 31740 XP Bobby Car Bewunderer | 20.02.2021 - 18:03 Uhr

    Also ich hatte auch Probleme aber war nicht unmöglich eine Series X zu holen.

    0
  4. HaLoFaN91 100445 XP Profi User | 20.02.2021 - 18:04 Uhr

    Und das wäre dann auch der letzte sargnagel für den stationären Handel… Online shhoopen schön und gut, aber das würde m. E. An der falschen Stelle ansetzen, dann doch lieber ein Gesetz, welches zu überwachen aber wohl schwierig sein dürfte.
    Oder man gibt die Ware nur noch direkt an offizielle Händler ab, und bestimmt den Preis vertraglich, bei verstoßen gibt es ku ftig nix mehr

    0
  5. PureDarkness35 37570 XP Bobby Car Rennfahrer | 20.02.2021 - 18:13 Uhr

    Carmack war schon immer unbequem und visionär, sowohl zum Guten als auch zum Schlechten. Ob es die Lösung wäre? Keine Ahnung, es würde den Einzelhandel brutal erwischen. Für Deutschland und andere Länder kein Problem, der Einzelhandel ist tot und wird auch nicht wieder kommen in der Form wie er gewesen ist dank Corona.

    0
  6. Ranzeweih 73655 XP Tastenakrobat Level 2 | 20.02.2021 - 20:32 Uhr

    Das ist doch Schwachsinn, da zahl ich ja dann trotzdem horrende Preise…

    0
  7. Xbox117 22680 XP Nasenbohrer Level 2 | 20.02.2021 - 20:46 Uhr

    Na ja vom Prinzip her wäre das schon besser. So würden Sony und MS von ihren Fanboys noch mehr Geld für die Konsolen bekommen.
    Und lieber sollen die Fanboys Sony und MS das Geld zahlen, wie dass man es an Scalper abdrückt.
    Vom Ansatz her also gar nicht mal dumm, auf Dauer aber keine Lösung, den sobald die Fanboys ihre Day One Konsole haben und man dann auf die Casual User abzielt, wird man kaum noch Konsolen verkaufen. Welche Mutter kauft ihrem Sohn eine Konsole für 1000€? Wohl die allerwenigsten.
    Also zum Anfang einer Konsolengeneration würden Auktionen tatsächlich Sinn machen, da am Anfang eh nur die Fanboys die Konsolen haben müssen.
    Und den Fanboys macht es ja nichts aus mehr für ihre Lieblingskonsole zu zahlen.

    0
  8. Max Cady 4340 XP Beginner Level 2 | 20.02.2021 - 22:45 Uhr

    Es muss doch irgendwie technisch möglich sein, dem ganzen einen Riegel vor zu schieben.

    Also dass Bots erkannt werden und ein Kauf unmöglich ist.

    Oder im Nachgang, wenn mehrere Konsolen an eine Adresse geliefert werden sollen.

    Den Vorschlag mit den Auktionen finde ich ehrlich gesagt ziemlich schwachsinnig.

    Dann bekommt nämlich niemand mehr die Konsolen zur UVP.

    0

Hinterlasse eine Antwort