Xbox Series X: Microsoft wird sich zu gegebener Zeit zu Preisen der First-Party-Spiele äußern

Laut Xbox CFO Tim Stuart wird sich Microsoft zu gegebener Zeit zu den Preisen seiner First-Party-Spielen äußern.

Eine der großen Kontroversen der neuen Konsolengeneration war beziehungsweise ist die Erhöhung der Spielpreise. So kündigte beispielsweise SONY an, seine First-Party-Titel für die PlayStation 5 zum Startpreis von 80 € anzubieten und auch andere Publisher wie Take-Two, Activision oder Gearbox denken über eine Erhöhung der Preise für ihre Spiele nach oder haben diesen Schritt bereits vollzogen.

Nun hat auch Microsoft zu dieser Thematik Stellung bezogen. Wie Xbox CFO Tim Stuart auf der Jefferies Interactive Entertainment Conference angab, werde sich das Unternehmen zu gegebener Zeit dazu äußern, diese sei aber noch nicht gekommen:

„Ich denke, wir machen noch keine konkreten Ankündigungen zu den Preisen unserer First-Party-Produktionen. Wir werden das zu gegebener Zeit tun. Aber noch einmal, wenn – dann denke ich, dass Publisher einen Preispunkt finden können, der für ihr Publikum funktioniert und einen Preispunkt definiert, der für die Maximierung von Benutzern und Umsatz funktioniert, weil Sie das Engagement fördern möchten. Ich spreche viel davon, dass Engagement gleich Währung ist. Engagement ist die Fähigkeit für Sie, die Monetarisierung im Großhandel voranzutreiben, die Aktivierung Ihrer Inhalte voranzutreiben und die Anzahl der Stunden in Ihrem Service zu steigern.“

„Ich denke, wir werden auf die Publisher schauen, um die richtige Entscheidung für ihre Inhalte zu treffen. Wenn sie einen Premium-Preispunkt oder einen höheren Preispunkt erzielen können, ist dies meiner Meinung nach gerechtfertigt. Und ich würde sagen, Ihr Punkt ist genau richtig. Die Preise sind seit ein paar Generationen nicht gestiegen, also ist es nicht ungewöhnlich, dass solche Dinge nun passieren.“

Zusätzlich sprach Stuart auch über die von vielen Unternehmen angesprochenen gestiegenen Produktionskosten, welche zwangsläufig zu steigenden Preisen führen:

„Die Kosten für die Entwicklung von Inhalten steigen. Und diese Publisher und Ersteller von Inhalten, einschließlich uns, möchten sicherstellen, dass Sie die richtigen Bruttomargen und die richtigen Erträge für die Entwicklung dieser neuen, fantastischen und erstaunlichen Spiele erzielen. Und man möchte sicherstellen, dass man einen guten Umsatz hat, um dies zu unterstützen.“

90 Kommentare Added

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  1. SPAMTROLLER 15120 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 18.11.2020 - 14:19 Uhr

    Irgendwo muss die Kohle ja herkommen, die 343 bei ihren “ Ton – Aufnahmen “ verpulvert.😉

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  2. Ranzeweih 60265 XP Stomper | 18.11.2020 - 14:20 Uhr

    Wenn man komplette Games ohne irgendwelche Pässe, Dlcs oder in-game shops verkauft, zahle ich auch gerne mehr, aber diesbezüglich wird sich eh nichts ändern und da es auf der X den Pass gibt, greife ich auf die Games dort zu und wenn jetzt was erscheint, was ich unbedingt will, warte ich halt 2 oder 3 Monate, dann gibts das meistens schon im Sale.

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  3. HK-51 940 XP Neuling | 18.11.2020 - 14:33 Uhr

    Ich finde eine Preiserhöhung kann man auch anders rechtfertigen. Nämlich mit Qualität. Der Aufwand und die finanziellen Mittel die in ein Spiel gesteckt werden sind garantiert nicht ausschlaggebend für mich als Käufer. Das erste Spiel von Sony das 80€ kostet, DemonSouls hat eine 92 bei metacritic. Auch wenn manche schrein „ist nur Remake“, das ist so ein 5% Bildzeitung-Wissen das einfach nach gegröhlt wird.

    anderes beispiel: angenommen Halo Infinte wäre so auf den Markt wie wir es gesehen haben. Letzte Info die ich habe war über 500 Millionen dollar. Oder ein ein Fallout 76, tippe jetzt mal 150 Millionen. Da stellt man jetzt ein Ori gegenüber, das jetzt zum wiederholten mal Bestenwertungen bekommen hat. Und Ori war weniger Arbeit, und kostete ein Bruchteil der 500 Millionen von Halo.

    Kann mir keiner erzählen das halo infinte (in so einem Zustand) oder dieser Fallout 76 Schmutz mehr Wert sind als Ori? Für mich als Käufer definitiv nicht. Deswegen ist ein DemonSouls (Remake) mehr Wert als zb ein Assassins’s Creed Valhalla ober oder ein Watch Dogs Legion, auch wenn es Raytracing hat.

    Wenn Microsoft wirklich diese „fantastischen und erstaunlichen Spiele“ bringt, dann kann man dafür auch mehr verlangen als für die ganzen Vollpreis-Durchschnittsspiele da draußen. Und wenn nicht dann halt nicht. Ich entscheide wer mein Geld bekommt.

    Wer sagt sich denn „das Spiel ist 70€ wert wegen des hohen Budgets? Wenn ein Spiel gut ist, kann man auch gutes Geld dafür verlangen.

    Nur die Qualität sollte entscheidend sein für den Preis eines Game. Für mich ist es auf jeden so.

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    • Miraska 5375 XP Beginner Level 3 | 18.11.2020 - 16:06 Uhr

      Theoretisch hast du Recht aber am Ende ist es Blödsinn was du von dir gibst.

      Du kannst ein Spiel nicht anhand von Kritiken / Qualität bemessen.
      „Auch wenn manche schrein „ist nur Remake“, das ist so ein 5% Bildzeitung-Wissen das einfach nach gegröhlt wird.“ Schreibst du selber und dann glänzt du mit Halbwissen über Halo Infinite. Es ist nicht ohne Grund so teuer. Es nützt eine von Grund auf neu entwickelte Grafik Engin. Dies treibt den Preis extrem nach oben. (Möchte nicht wissen was The Division damals an gelb verschlungen hat.)

      Heißt natürlich nicht das ein Remake teurer sein sollte als ein Remasterd.

      Zurück zu deinen Beispielen.
      Wenn man einen realistischen Preis für ein Spiel haben will dann müsste man sämtliche Kosten auflisten und diese dann in den Verkaufspreis einfließen lassen. Da dies keiner macht hat man eine einfachere Unterteilung genommen, zb Blockbuster Spiele, ect.
      Nun kann man sich gerne streiten was für einen ein Blockbuster Spiel ist und was nicht, aber das ist ein anderes Thema.
      Ich habe aber nun mal über 200 Personen die an einem Assassin’s Creed arbeiten und nur einen Bruchteil an Personal bei Ori. Du siehst es hat nichts mit Kritiken oder der Qualität zu tun warum ein Spiel 70€ und das andere 40€ kostet.

      Ich bin dafür daß Entwickler die uns in fremde Welten abtauchen lassen und Spaß, Angst, Spannung, ect erleben lassen gut für ihre Arbeit bezahlt werden.
      Ich bin auch gewillt wenn die Qualität stimmt mehr zu bezahlen (bei guter Qualität ist man generell gewillter mehr aus zu geben, hat nichts mit Produktionskosten zu tun).
      Aber ich bin auch dafür das kosten innerhalb der Entwicklung optimiert werden.
      Muss man unbedingt 1/3 der Produktionskosten für Marketing hin blättern?!? Ein klares Nein von meiner Seite aus. Vor allem die Blockbuster Spiele, die Spiele um die es bei der Preiserhöhung am meisten geht brauchen nicht solch Unsummen für Marketing.
      Jeder Spieler hat ein neues Assassin’s Creed, GTA, FIFA, CoD, ect auf dem Radar und Kauf es sich oder wartet auf einen Test. Der Endkunde profitiert kein wenig von zig Millionen teurer Super Bowl Werbung.

      Festzuhalten bleibt das Spiele anhand ihrer Produktionskosten ein 20€, 40€, 70€, ect Preisschild bekommt.

      Die Kritik oder Qualität einen Spiels hat nichts mit dem Preis zu tun. Aber man ist gewillter mehr zu zahlen wenn ein Spiel gute Kritiken und Qualitativ hochwertig ist.

      Rund 1/3 Der Produktionskosten fallen auf Marketing was vor allem für Blockbuster Spiele viel zu viel ist (meiner Meinung nach).

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  4. 20Phoenix 4840 XP Beginner Level 2 | 18.11.2020 - 14:47 Uhr

    Dann trennt mal SP und MP. Ich brauche diese zusätzlichen MP Entwicklungskosten nicht und andere vielleicht umgekehrt. Somit zahlt man schon drauf für etwas, was man nicht braucht. Und jetzt noch teurer machen ? Ein Witz. Wird nichts am Kaufverhalten ändern. Die einen kaufen einfach direkt ohne Nachzudenken. Andere wie geduldige Sammler werden auch nach Preiserhöhungen mit ihrem gewohnten Preislimit einkaufen können. Wobei manch großes Spiel wie z.B. Cyberpunk sicherlich seine 80€ Wert ist.

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  5. jamboi 1165 XP Beginner Level 1 | 18.11.2020 - 14:47 Uhr

    als ob ms nicht mitzieht, die warten wie doll der shitstorm gegen sony ausfällt und reagiert dementsprechend. Würde ich genau so machen

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  6. Miraska 5375 XP Beginner Level 3 | 18.11.2020 - 16:19 Uhr

    An und für sich habe ich nichts dagegen wenn die Preise von Spielen angepasst werden.
    Aber 80€ für ein Remake? Klar würde es von Grund auf neu programmiert aber ein Großteil der Arbeit wurde ja damals mit dem Original schon gemacht.

    Indie Spiele sollten nicht Vollpreis (70€-80€) kosten.
    Richtet sich aber bei den Spielen nach dem Aufwand und Personalstärke. Bin bei Indie Spielen, je nach Titel zwischen 1€-40€.

    Remasterd Spiele sollten wie Indie Spiele nicht Vollpreis kosten. Immerhin wurde ja schon alles entwickelt und hier passieren nur Anpassungen und Updates (Recht wenig Aufwand). (Gehe davon aus das Recht erfolgreiche spiele nur ein Remasterd bekommen.) Daher würde ich sagen so 10€-40€.

    Remake Spiele sind da schon wieder was anderes. Hier wird ja alles neu programmiert aber auch hier ist schon ein Teil der Arbeit getan worden und man fängt nicht bei 0 an. Also würde ich hier je nach Aufwand des Remakes mit einem Preis von 20€-60€ klar kommen.

    Neu Entwicklungen die eher im B Sektor oder AA Sektor zu finden sind wäre ich bei 30-70€.

    Blockbuster Spiele bin ich gewillt, je nach Qualität auch mehr zu bezahlen. 70€-80€ finde ich hier aufgrund der Personal Stärke einen angemessenen Preis.

    Dies ist natürlich nur eine grobe ein Sortierung. Am Ende entscheidet immer das Spiel, die persönliche Einstellung zu diesem und die Qualität wie viel man bereit ist zu bezahlen.

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