Xbox Series X: Randy Pitchford disst Phil Spencer und macht sich lächerlich

Randy Pitchford von Gearbox Software hat Phil Spencer schräg angemacht und sich letztendlich mehr als lächerlich gemacht.

Was hat sich Randy Pitchford nur dabei gedacht? Mit seinen Tweets schlägt sich Randy auf die Seite von Sony und faselt etwas von Ausreden! Kein Wunder, schließlich, entwickelt Gearbox Software derzeit „Godfall“ exklusiv für die PlayStation 5 – über die gerade niemand redet!

Doch fangen wir ganz von vorne an. Alles beginnt damit, dass Phil Spencer einen Artikel von Digital Foundry und Eurogamer kommentiert. Dabei durchleuchtet Eurogamer die Ankündigung der Xbox Series X und die verbaute Power der neuen Konsole, das mutige Design und vieles mehr. In dem Bericht erklären die Technikexperten voller Begeisterung, dass die Xbox Series X mehr Power hat, als alles was AMD im Jahr 2019 für Navi ausgeliefert hat. Eine Aussage, die vor allem Xbox-Fans begeistern wird.

Eurogamer titelt: “Die Xbox Serie X schreibt die Regeln des Konsolendesigns neu – und das Powerlevel wird außergewöhnlich sein.”

In der Xbox Series X Ankündigung von Microsoft war aber nicht nur von roher „gewaltvoller“ Power die Rede, sondern auch von neuen Techniken wie beispielsweise Variable Rate Shading (VRS), ein von Microsoft patentiertes Verfahren, um noch mehr Leistung aus der GPU herauszukitzeln.

Eurogamer erwähnt, dass die Leistungssteigerung für die Serie X gegenüber der ursprünglichen Xbox One und Xbox One X wahrscheinlich durch eine erhöhte Prozessorfrequenz statt durch die Transistordichte erreicht wird.

Auf den Artikel von Eurogamer hat Phil Spencer reagiert, lobte die Arbeit und gab bekannt, dass sich das “Moore’sche Gesetz” dem Ende neigt bzw. dessen Umsetzung langsamer wird, da mittlerweile viel mehr Design-Innovationen möglich sind.

Das Moore’sche Gesetz besagt, dass sich die Anzahl der Transistoren auf einem Mikrochip etwa alle zwei Jahre verdoppelt, obwohl die Kosten für Computer halbiert werden. Nach dem Moore’schen Gesetz sollte sich die Transistordichte also auf einem Mikrochip etwa alle zwei Jahre verdoppeln, aber dieses „Tempo“ verlangsamt sich seit Jahren, da auch die Chips nicht noch kleiner als bisher werden können.

Eurogamer berichtete weiter: “Die Transistordichte hat sich wahrscheinlich nicht verdoppelt, was bedeutet, dass der primäre Weg zur Leistungssteigerung die Frequenz ist – und zwar eine Menge davon“, schrieb Digital Foundry. „Die Erhöhung der Taktrate bringt mehr Leistung und damit mehr rohe Power aus dem Chip, aber je mehr man ‚Druck‘ ausübt, desto mehr Leistung benötigt man. Und je mehr Leistung man benötigt, desto mehr Wärme produziert man – was Innovationen in Bezug auf die Wärmeabfuhr erfordert.”

Phil zwitcherte: “Da das Moore’sche Gesetz langsamer wird und unsere Perfektionsansprüche steigen, führt es zu Design-Innovationen. Software-Innovationen wie VRS werden ebenfalls entscheidend sein.”

Gearbox-Gründer und Borderland-Mitbegründer Randy Pitchford scheint hingegen von der Xbox Serie X bisher nicht beeindruckt zu sein und machte Spencer nach seinem Tweet schräg von der Seite an. Dabei stellte er infrage, dass das Moore’sche Gesetz wirklich langsamer wird.

Randy antwortete an Phil: “Wird das Mooresches Gesetz langsamer? Wie viele Transistoren gibt es in der Serie X? Was ist, wenn das Moore’sche Gesetz wie die 4-Minuten-Meile ist? Deine ehrgeizige Botschaft für die Xbox One X war inspirierend, aber für die Serie X, nun, das fühlt sich eher wie eine Ausrede an.”

Darüber hinaus macht sich Randy mit seiner Aussage mehr als lächerlich und Phil Spencer, Eurogamer und Digital Foundry haben mit ihren Aussagen recht – und in diesem Twitter-Austausch liegt Pitchford ganz klar falsch, wie schon diverse Medien bestätigten. Fakt ist: Moore’s Law wird langsamer und das ändert das Konsolendesign in Zukunft.

Warum Randy in einem derartigen Ton auf den Tweet von Phil Spencer reagiert ist unbekannt. Aber vieles deutet darauf hin, dass das exklusive “Godfall”-Projekt für die PlayStation 5 der Grund dafür ist. Dennoch versucht Randy Pitchford sich im Anschluss noch zu retten, weil er einen Xbox Gamertag hat und faselt etwas davon, dass sich Sony und Microsoft zusammentun sollen und wird danach ganz schnell, ganz leise!

Randy erntete für seinen Tweet, seine Unwissenheit und den Seitenhieb gegen Phil Spencer reichlich Hohn und Spott.  Man fühlt sich fast an Alien Colonial Marines zurückerinnert.

Darüber hinaus scheint Randy nicht ganz zu Ende gedacht zu haben, denn sollte die PlayStation 5 wirklich schwächer als die Series X sein, wovon Phil Spencer ausgeht, dann dürfte Mister Pitchford wohl schon sehr bald in Erklärungsnot kommen und selbst nach Ausreden für die PlayStation 5 suchen. Ein klassisches Eigentor – und Randy macht sich wieder keine Freunde.

146 Kommentare Added

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  1. Creasy 8020 XP Beginner Level 4 | 23.12.2019 - 19:10 Uhr

    ist es nicht egal was der eine oder andere mal wieder von sich gibt? am ende wird schon jeder auf seine kosten kommen, egal ob series x oder ps5. weiß garnicht warum manche meinen, sich ein jahr vor release schon ein finales urteil bilden zu können. über das wichtigste, nämlich die spiele, wissen wir noch nicht wirklich viel aussagekräftiges

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  2. Mighty 8380 XP Beginner Level 4 | 24.12.2019 - 01:31 Uhr

    Das zurückrudern ist ja auch mal geil. Ich besorg mir nen PSN Account dann kann ich ungehemmt gegen Playstation bashen.

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  3. Vincent26 7965 XP Beginner Level 4 | 30.12.2019 - 15:32 Uhr

    Also, grundsätzlich ist es tatsächlich so, dass sich das Moore-Gesetz aktuell nicht mehr anwenden lässt. Wie hat ein alte Bekannter einst gesagt, „Nichts ist für ewig.“
    Für mich klingt es so, als hätte MS kein Interesse an Godfall gehabt und hat es deswegen nicht mit finanziert und der Typ ist deswegen sauer. Wenn das Game crap ist, kann man MS aber durchaus verstehen.

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