Xbox Series X: So werdet ihr ein besserer Spieler Kapitel 2 – Weniger Ablenkung

So werdet ihr ein besserer Spieler! In Kapitel 2 geht es darum die Ablenkung vom eigentlichen Spielgeschehen zu minimieren.

Mit neuen Einsteigertipps möchte ich euch im zweiten Kapitel von „So werdet ihr ein besserer Spiele“ verraten, wie ihr für weniger Ablenkung sorgt, euren Fokus richtig setzt und sogar eine Pre-Workout-Mahlzeit einbauen könnt! Verrückt, oder?

Ein Beitrag von Tobias Schulte

Nachdem ich euch bereits im ersten Kapitel einige grundlegende Einsteigertipps für eine bessere Performance im Versus-Multiplayer vorgestellt habe, möchte ich im zweiten Kapitel auf die „Ablenkung“ eingehen, während wir dann ab Kapitel 3 tiefer in die Materie einsteigen und weitere Bereiche beleuchten werden, die euch zu einem besseren Spieler machen.

Zuerst möchte ich mich bei allen von euch für die positiven Rückmeldungen vielmals bedanken. Das positive Feedback hat dermaßen gutgetan und mich motiviert weiter für euch in die Tasten zu hauen. Also weiter geht’s auf der Suche nach dem Skill!

Zu Beginn dieses Specials bin ich auf den allgemeinen Fokus auf das Spielumfeld, die eigentliche Spielausstattung und mehr eingegangen. Falls ihr das erste Kapitel verpasst habt, kann ich euch nur empfehlen dort einzusteigen:

In dem besagten ersten Kapitel bin ich dazu schon leicht auf das Thema „Ablenkung“ vor dem Bildschirm eingegangen. Dennoch hat es ein eigenes Kapitel verdient, da in der heutigen Zeit die „Zerstreuung des Fokus“ vom eigentlichen Ziel an jeder Ecke lauert.

Gerade die sozialen Medien sind Fluch & Segen gleichermaßen. Aber viele weitere Faktoren lenken vom eigentlichen Spielgeschehen ab, das euch nicht nur ermüdet, sondern euch so weit von der Partie entfernt, dass ihr immer wieder neu einsteigen müsst. Dabei muss ein guter Spieler selbst von der Respawn-Ersatzbank seine Hausaufgaben machen, um sein volles Potenzial ausschöpfen zu können, doch dazu später mehr.

In diesem zweiten Kapitel geht es darum die „Ablenkung“ vom eigentlichen Spielgeschehen während der Partie möglichst zu vermeiden. In Kapitel 3 und 4 geht es dann richtig ans Eingemachte für alle Profis, wobei Kapitel 2 sicher einige neue Erkenntnisse mit sich bringen wird, hoffe ich zumindest. Gebt mir hier gerne wieder Feedback in den Kommentaren.

Also fangen wir an uns besser vorzubereiten und die Ablenkung während einer Online-Partie auf ein Minimum zu reduzieren.


Mindset: Das richtige Mindset sollte vor jedem Match bedacht und kurz selbstreflektierend abgefragt werden. Wie ist mein aktueller Zustand? Fühle ich mich fit oder bin ich eher schlapp? Bin ich bereit mich mit den besten Spielern der Welt in einem Ranglisten-Match zu messen, oder sollte ich doch lieber ein Nickerchen machen? Vielleicht ist mir gerade gar nicht danach und ich spiele erst einmal eine „Casual-Spielliste“ und probiere Waffen aus, die ich sonst nicht gerne nehme.

Solltet ihr euch für ein Ranglisten-Versus-Match entschieden haben, dann heißt es besondere Vorkehrungen zu treffen, denn ihr habt euch soeben dazu entschieden mit den besten der Welt in einen Ring zu steigen und um den Titel zu kämpfen.

Stellt euch also mental darauf ein, dass ihr mit einem Klick auf Rangliste in einen virtuellen Boxkampf oder meinetwegen in einen Octagon-Mixed-Martial-Arts-Ring steigt und euch die besten Kämpfer aus der ganzen Welt bereits erwarten. Ihr setzt mit dieser bewussten Entscheidung für die Herausforderung den Fokus auf das bevorstehende Match und erzeugt den sogenannten Tunnelblick – und während ihr gerade wie Rocky in den Ring marschiert, klingelt das Telefon! Adrian?

Smartphone: Das Smartphone muss für viele Spieler in jedem Sekundenbruchteil herhalten, wenn gerade Ladezeiten im Spiel angezeigt werden oder man gerade gekillt wurde. Zwar kann man so super die Ladezeiten überbrücken, dennoch kann ich euch nur empfehlen das Smartphone vom Zockerplatz zu verbannen.

Grund ist, dass euch das Phone immer rausreißt! Das Display leuchtet auf und ihr wollt natürlich wissen, was passiert ist. Manche Nachrichten lest ihr dann nur kurz und denkt darüber nach, was ihr eventuell antworten werdet, sobald die Partie vorbei ist – und alles während das Spiel „nebenbei“ läuft. Nebenbei, das ist der Knackpunkt!

Der Fokus liegt nicht mehr auf der eigentlichen Partie, sondern euer Gehirn ist mit anderen Sachen im Hinterkopf beschäftigt. Im dritten Kapitel werden wir auf die vielen verschiedenen Aufgaben eingehen, die ein guter Spieler einzuhalten hat und da ist ein Handy – mit nur einer Ausnahme – einfach fehl am Platz. Wenn ihr euch nicht von eurem Smartphone an der Konsole trennen könnt, dann stellt es wenigstens auf „Bitte nicht stören“ bis ihr mit eurem Match oder Zockerabend fertig seid und nehmt es nur in großen Pausen in die Hand.

Oder glaubt ihr wirklich, dass Rocky in seinem Kampf des Jahrhunderts gegen Ivan Drago in der letzten Runde gewonnen hätte, wenn er nach jeder Boxrunde mit Adrian SMS geschrieben hätte?

Xbox LIVE Benachrichtigungen: Die Notify-Banner von Xbox LIVE sind zwar hilfreich, aber nicht, wenn ihr euch gerade in einer Online-Partie befindet. Deswegen empfehle ich euch die Nachrichten bzw. euren Xbox LIVE-Status immer auf „Nicht stören“ zu stellen, nachdem ihr alles für eure Partie eingestellt habt und beispielsweise in der Chat-Party aufgenommen wurdet. Ab dem Zeitpunkt, an dem ihr im Spiel auf „Rangliste“ klickt, solltet ihr dies alles erledigt haben.

Batterie-Status: Es gibt nichts Ärgerlicheres als ein Controller-Ausfall mitten in einer Partie. Allein deswegen solltet ihr entweder mit Kabel spielen oder dieses wenigstens immer in Reichweite haben. Bestenfalls schon angesteckt an der Konsole, damit ihr schnell reagieren könnt.

Wer lieber kabellos spielt, der sollte aufgeladene Batterien in der Nähe haben oder dafür sorgen, dass sein Elite Series 2 immer ausreichend aufgeladen ist.

Fremde Party-Chats: Häufig beobachte ich, dass sich verschiedene Spieler in ein und derselben Party-Chat-Gruppe befinden und dabei gar nicht miteinander spielen.

Einer spielt Fortnite, der andere Apex: Legends und ein weiterer DOOM Eternal. Lasst den Quatsch einfach sein und verbindet euch – wenn überhaupt – mit euren Squad-Mitgliedern in einer Gruppe und beschränkt die Kommunikation auf das eigentliche Spielgeschehen.

Kein Geschreie, kein Rage-Gesülze, nichts! Welche Ansagen man wie und wann anbringt, verrate ich euch zu einem späteren Zeitpunkt. Sicher kann man sich vor dem Match absprechen und vieles mehr. Taktiken sollte man aber gegen Bots nicht nur besprechen, sondern gleich spielen.

Party-Chats: Prüft vor dem Spiel, ob euer Party-Chat für alle Teilnehmer funktioniert und stellt nicht erst mitten in einem Spiel fest, dass eine Person zu leise ankommt oder jemand ein Echo verursacht, weil er nebenbei seine Anlage voll aufgedreht hat. Stellt eure Party auf „privat“, denn niemand, der nicht mitspielt, hat etwas in eurer Party während des Spiels verloren.

Text-Nachrichten: In manchen Spielen, vor allem bei Cross-Play mit PC-Spielern, besteht die Möglichkeit in einem Text-Chat seine Nachrichten öffentlich abzusenden, die sich dann als Overlay-Chat-Fenster über das Spielgeschehen legen.

Da dieser Chat meist von Spielern missbraucht wird, die sowieso gerade gekillt wurden und sich auf der Verliererstraße befinden, schaltet diesen sofort ab. Meistens wird dort nur irgendein Rage-Mist geschrieben, der euch ablenkt.

Familienmitglieder: So manch einer von euch hat mittlerweile Familie, Frau und Kinder. Das Zocken in den Alltag unterzukriegen ist sowieso schon schwer, dennoch gibt es Abende, da entflieht man gerne diesem „Stress“ und will abschalten.

Kündigt es bei der Familie an. Sagt, dass ihr euch jetzt vor die Xbox setzt – zwar immer erreichbar seid, wenn was ist – ihr aber möglichst nicht gestört werden möchtet.

Nur so haben eure Familienmitglieder eine Chance sich auch an diese Bitte von euch zu halten. Andersherum bringt es nichts die Ehefrau vor der verschlossenen Zockerzimmertür ständig Randale machen zu lassen, denn das lenkt ebenfalls nur ab und meistens könnt ihr am gleichen Abend die Nacht auf der Couch verbringen.

HUD-Display: Das Hud-Display ist die Anzeige über dem eigentlichen Spiel. Meistens werden euch in den Ecken bestimmte Hinweise angezeigt: Ausgwählte Waffe, Runden bis zum Sieg, eigene Energie, Map-Radar und vieles mehr.

Leider bieten heutzutage nicht alle Videospiele die Möglichkeit an, das HUD-Display individuell zu gestalten oder gar zu verschieben. Sollte dies aber in eurem bevorzugten Spiel der Fall sein, dann reduziert die Anzeigen auf ein nötiges Minimum.

Waffen-Tipps, Anleitungen, Tutorial-Hinweise, Untertitel und vieles mehr könnt ihr online in einem Versus-Match getrost ignorieren. Anzeigen, wer was gerade auf der Karte aufgenommen hat, wer wen mit was gekillt hat usw. sind hingegen absolute Pflicht. Doch dazu später mehr!

Internetbelastung: Ihr zockt online, die Frau schaut ihre On-Demand-Serie, die Kinder streamen Musik und erledigen Aufgaben am Laptop? Versucht wenigsten für eure Partie die möglichst geringste Belastung eurer Internetleitung hinzubekommen.

Wer sich mit seinem Router auskennt, kann seinen Xbox-Lan-Anschluss bevorzugen, womit die bessere Leistung garantiert ist. Ansonsten muss eben die Ausrede einer „Internetstörung“ herhalten, die Kinder müssen ein Buch lesen und die Frau einen Blu-ray-Film gucken – kleiner Spaß!

Updates im Hintergrund für Spiele etc. müssen abgebrochen und angehalten werden. Oder ihr wartet, bis alles auf dem neuesten Stand ist, bevor ihr online einer Partie beitretet.

Musik: Das Thema Musik hatten wir schon im ersten Kapitel. Deswegen hier noch einmal kurz und knapp: Die Hintergrundmusik in einem Spiel muss auf 0 gesetzt werden. Sämtliche Soundeffekte, die vom Spiel ausgegeben werden, müssen dazu so ausbalanciert sein, dass ihr vor allem Waffen-Pickups jederzeit orten könnt.

Es ist auch von Vorteil, wenn man „Emote-Gejubel“ etwas aufdreht, um so diese verräterischen Audio-Signal einzuordnen. Gleichzeitig solltet ihr solche enttarnenden Nebensächlichkeiten im Spiel sein lassen, es sei denn, ihr macht den letzten Kill in der finalen Runde – dann ist es stylisch, aber auch nur dann!

Eigene Musik: Viele Headsets bieten mittlerweile die Möglichkeit neben dem Spiel auch via Bluetooth einfach Musik abzuspielen. Dies solltet ihr gerade bei einem Ranglisten-Spiel unbedingt vermeiden und eure Sound-Optionen so weit optimieren, dass ihr wirklich jeden noch so kleinen Sound-Effekt im Spiel richtig orten könnt, anstatt euch mit Hardcore-Mukke vollzuballern.

Darüber hinaus gibt es einige Spieler, die genau das Gegenteil machen, um ihre Reaktionszeit zu verbessern. Soll heißen, dass das komplette Spiel stummgeschaltet wird und im Headset nur treibende Beats zu hören sind.

Solche Experimente können dabei helfen Hinweise auf dem Bildschirm besser wahrzunehmen und auf gegnerische Angriffe schneller zu reagieren. Hierbei solltet ihr aber eher auf „Schnelles Spiel“-Matches ausweichen und keinerlei Experimente in Ranglisten-Spielen machen.

Süßigkeiten und Naschzeug: Während eines Online-Matches kann das Adrenalin schnell steigen und somit auch das Verlangen sich ständig Süßigkeiten in den Mund zu stopfen. Nicht nur, dass das ganze Zeug auf Dauer unbewusst kiloweise in eurem Mund landet und somit für einen ungesunden Lebensstil führt, es lenkt einfach ab!

Finger rein in die Süßigkeitenschale, Finger am Hosenbein abwischen – bah, kommt schon! Belohnt euch mit dem nächsten Kill, aber nicht mit der nächsten Chips-Tüte.

Alkohol und Energy-Drinks: Gleiches gilt für Alkohol oder Energy-Drinks. Während Alkohol generell für den Körper immer ungesund ist und euch „verlangsamt“, da der Körper bei der Zufuhr von Alkohol nur noch damit beschäftigt ist das Gift in eurem Körper abzuarbeiten, sind Energy-Drinks nicht nur höchst kalorisch, sondern bringen nach dem kurzen Kick einen heftigen Crash mit sich.

Soll heißen, dass euer Gemütszustand für kurze Zeit hochgepusht wird, der „Fall Down“ aber noch tiefer als vor dem Drink ist.

Wer unbedingt Energy-Drinks zu sich nehmen möchte, der sollte wenigstens Zero-Drinks trinken. Aber denkt daran, mit jedem Energy-Drink erhöht ihr im Anschluss eure Ermüdungserscheinungen. Das liegt an den großen Mengen an Koffein, Zucker und weiteren puschenden Zusatzstoffen. Diese lassen euren Adrenalin-, Dopamin- und Insulinpegel für kurze Zeit in die Höhe schießen. Sobald es vom Körper abgebaut wird, kommt der bekannte Energy-Crash und man fühlt sich noch schlapper als vorher.

Ernährung: Leider für viele Menschen ein zu sehr unterschätztes und sogar leidiges Thema – und über die richtige Ernährung könnte ich nicht nur seitenlange Texte schreiben, sondern ewig diskutieren.

Die richtige Ernährung ist eine echte Offenbarung, aber ich versuche es hier auf das Gaming umzustrukturieren und selbst, wenn ihr nur ein Bruchteil für euch umsetzt, werdet ihr nach einer gewissen Zeit merken, dass es wirklich etwas bringt.

Wenn ihr euch also für einen Zockerabend pushen wollt, dann solltet ihr nicht literweise Zucker-Drinks in euch hineinkippen, sondern vor oder meinetwegen bei dem Match (wenn es nicht anders geht) auf kurzkettige Kohlenhydrate setzen.

Eine Schale gepuffter Weizen mit Honig (auch als Smacks bekannt) mit Mandelmilch mit ein paar Nüssen oder Erdbeeren circa 30 Minuten vor der ersten Partie gibt euch alles was nötig ist, um euren Fokus zu steigern.

Als Naschzeug sollte in den größeren Pausen zwischen den Matches Obst wie Äpfel und Bananen zu sich genommen werden. Müsliriegel oder ähnliches sind auch sehr gut. Wer es gesund mag, kann auf rote Paprika, Gurken, Kohlrabi, Möhren uvm. zurückgreifen. Ansonsten hilft das bewährte Kaugummi.

Ihr merkt schon, das klingt fast schon für viele wie die Ernährung eines Spitzenspsportlers und obwohl das weit davon entfernt ist, ja, gut erkannt, auch Gaming ist Sport – die Belastung auf Geist, Körper, Konzentration und vieles mehr sind Faktoren, die man keinesfalls außer Acht lassen sollte und gehören nun mal dazu.

Gründe auf die Ernährung zu achten gibt es viele. Ein gesünderes Leben ist immer erstrebenswert, dennoch ist der „Einfachzucker“ durch den Fruchtzucker in Obst schnell vom Körper aufgespalten und setzt sofort Energie frei, die der Körper braucht, denn auch Videospiele zehren an eurem Gemütszustand.

Nicht umsonst ist die Pre-Workout-Mahlzeit mit die wichtigste und man sollte auch nicht gefastet zur Olympiade gehen! Und das gilt auch für euer Online-Match.

Wer sich eine fettige Pizza aus der Tiefkühltruhe in den Backofen knallt, dabei ein frisches Bier reinzischt und sich dann mit vollgestopftem Bauch vor die Konsole hockt, wird sicher seinen Spaß haben, aber hinter seinen Möglichkeiten zurückbleiben! Hier gibt es den größten Optimierungsbedarf für viele Videospieler und so manche Änderung kann wirklich Wunder bewirken.

Als Getränk empfehle ich Wasser. Schlicht und einfach Wasser, das ruhig literweise getrunken werden kann. Soll es unbedingt etwas mit süßlichem Geschmack sein, könnte man auf EAA zurückgreifen, ein Supplement, das alle essenziellen Aminosäuren enthält. Ich bevorzuge den Geschmack: Green Apple.

Versteht mich nicht falsch, es geht nicht darum sein komplettes Leben und seinen Ernährungsplan umzustellen, aber es ist nie verkehrt sich Gedanken über seinen Lebensstil und ein paar Anpassungen zu machen. Lebensmittel, die einen ermüden solltet ihr von eurer Speisekarte streichen – zocken ist eben auch (e)Sport – und Mord im virtuellen Sinne des Wortes!

Bewegung: Da wir schon beim Thema „Ernährung“ angekommen sind, sollten wir auch kurz den Punkt der Bewegung ansprechen. Ein Zockerabend von vier bis acht Stunden – und wie viele Schritte habt ihr dabei gemacht? Vielleicht 100? Kühlschrank, Toilette? Vielleicht noch Balkon zum Rauchen?

Ein Arzt würde sagen: „Sie riskieren eine Thrombose!“ So krass würde ich es jetzt nicht ausdrücken, aber Fakt ist: Das ist zu wenig Bewegung!

Die Durchblutung muss ein wenig angekurbelt werden. Versucht also zwischen den Runden und in den Pausen wenigstens aufzustehen, um so ein bisschen für eure Durchblutung zu sorgen. Ihr sollt jetzt nicht unbedingt mit Kniebeugen oder ähnliches anfangen, aber ein eingeschlafener Blutkreislauf ist in jedem Fall nicht förderlich, wenn es darum geht Höchstleistungen zu bringen.

Kleiner Tipp: Falls ihr eine Smartwatch mit einem „Schnecken“-Modus habt, der euch daran erinnert, dass ihr euch zu wenig bewegt habt, dann stellt ihn auf alle 15 Minuten. Ihr werdet schnell merken, dass ihr euch 1. zuvor wirklich kaum bewegt habt und euch 2. die neue Bewegung wirklich guttun wird.

Sitzabstand: Warum ich empfehle alle Multiplayer-Partien vor einem Monitor zu absolvieren, habe ich schon im ersten Kapitel erläutert. Dazu sollte der Sitzabstand von eurem Display maximal so groß sein, dass ihr jederzeit alles im Blickwinkel habt.

Also nah genug, um beim Blick von leicht oben herab in die Mitte auch die Ränder des Bildschirms zu erkennen. Wer weiter weg sitzt lenkt das Auge mit allem ab, was sich neben dem Bildschirm befindet.

Beleuchtung: Die Beleuchtung sollte wohltuend für die Augen sein. Soll heißen, dass Lampen oder LED-Leuchten, die in euer Auge strahlen unbedingt vermieden werden sollten.

Dazu sehe ich auch immer wieder Zockerecken, die einer beleuchteten Kirmes gleichen und mit den abgedrehtesten Beleuchtungseffekten sich sogar zum Spielgeschehen oder dem Bass des Spiels verändern. Alles nicht gut, um für Konzentration zu sorgen und die Ermüdung gering zu halten.

Besser ist ein warmes Licht, dass eher versteckt als leichte Hintergrundbeleuchtung dient oder aber von hinten strahlt. Komplett im Dunkeln zu spielen ist ebenfalls kontraprduktiv, da es das Auge zu sehr anstrengt.

Spectator-Modus: Sollte es in eurem Spiel eurer Wahl einen Spectator-Modus geben, dann nutzt ihn auch! Wurdet ihr durch einen gegnerischen Kill auf die Respawn-Ersatzbank versetzt, dann ist für euch die Partie noch lange nicht zu Ende. Ihr könnt über den Spectator-Modus erkennen, wer euch wie und wo gekillt habt.

Ebenso könnt ihr vielleicht Gewohnheiten auskundschaften, um zu erkennen, welcher Spieler immer mit der gleichen Routine vorgeht. Genauso behaltet ihr das Spielgeschehen im Auge, seht wer gerade mit welcher Waffe an welcher Stelle der Map seine Position eingenommen hat und bleibt fokussiert.

In der NHL darf der Auswechselspieler auch nicht sein Smartphone rausholen und seiner neuen Flamme schreiben, sondern bleibt an der Bande mit Blick auf das Spiel oder bekommt sogar vom Co-Trainer ein Tablet in die Hand gedrückt, um sich die Entwicklung und den Spielzug zum letzten Gegentreffer noch einmal genauer anzuschauen. Der Spectator-Modus ist euer Co-Trainer samt Tablet, womit ihr entscheidende Faktoren aus einem anderen Blickwinkel betrachten könnt.

Bequeme Sitzposition: Ein weiterer Faktor, der einen unterbewusst ablenken kann, ist die richtige Sitzposition. Normalerweise sollte man möglichst nah am PC-Monitor sitzen, um so alles im Blickwinkel zu haben.

Gleichzeitig muss aber auch der Stuhl, die Rückenlehne und die Sitzgelegenheit bequem sein. Nichts sollte abgeklemmt werden oder in einer krummen Haltung enden. Aufrecht und gelassen sitzen, die Hände legen viele gerne an der Tischkante ab, wobei eine kleine Polsterung wunderbar für die Arme sein kann. Manch einer schmeißt sich lieber in einen Sitzsack und hat den Blick nach oben gerichtet.

Egal, wie ihr euch platziert, euer Kopf sollte angelehnt sein. Solltet ihr nach längerer Spielzeit wie ein alter Mann mit Krückstock aufstehen und euch kaum bewegen können, dann müsst ihr eure Sitzposition komplett ändern und mehr Bewegung in den Pausen einbauen. Viele Gamer, die Kampfspiele spielen, zocken beispielsweise noch immer im Stehen, wie sie es aus der Spielhalle gewöhnt sind.

Pause: Je länger ihr spielt, desto wichtiger wird es kleine Pausen einzulegen. Eine Pause sollte aber wirklich eine Pause sein und nicht nur ein kleiner Schwenk im Zockersitz rüber zum PC-Bildschirm.

Aufstehen, den Raum wechseln, Wasser trinken, ein bisschen die Beine vertreten, vielleicht sogar ein bisschen frische Luft am Fenster oder auf dem Balkon und den Kopf frei kriegen, das ist eine kurze und erholsame Pause. Gleichzeitig kann man noch einen Toilettengang einlegen, denn eine volle Blase lenkt immer vom Spiel ab!

 

Somit wären wir am Ende von Kapitel 2 angekommen und ich freue mich schon auf euer Feedback in den Kommentaren. Wenn euch dieser Beitrag gefällt, dann teilt ihn bitte mit euren Freunden, in euren Gruppen und mit euren Clan-Mates. Ich hoffe auch, dass ihr weiter dabei bleibt und jetzt schon gespannt auf „Kapitel 3 – Das richtige Spielverständnis“ seid, das weitere wichtige Themen beleuchten wird.

So werdet ihr ein besserer Spieler – Inhaltsverzeichnis:

107 Kommentare Added

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  1. Z0RN 338575 XP Xboxdynasty Veteran Gold | 06.04.2021 - 11:49 Uhr

    So, ich glaube ich habe alle Fragen und Kommentare so weit beantwortet. Falls ihr noch mehr Fragen habt, taggt mich einfach mit @Z0RN – Z NULL R N, die Null steht übrigens für den Skill! 😀

    Mit Kapitel 3 inklusive bin ich jetzt bei 10.000 Wörtern.

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    • Robilein 434045 XP Xboxdynasty Veteran Onyx | 06.04.2021 - 16:54 Uhr

      „die Null steht übrigens für den Skill!“

      Danke dafür, hab gut gelacht 😂😂😂😂

      0
  2. WolfSkin87 7720 XP Beginner Level 4 | 06.04.2021 - 16:51 Uhr

    Meine Güte du legst dich ganz schön ins Zeug. Finde ich klasse wie du so viele Bereiche beleuchtest und so gut erklärst, warum du sie ansprichst. Bringt einen schon ein bisschen zum Nachdenken aber nur ein bisschen! !!

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  3. NGDestiny90 15310 XP Sandkastenhüpfer Level 3 | 07.04.2021 - 19:56 Uhr

    Danke @Z0RN für die beiden tollen Teile. Ich habe mir beides zu Gemüte geführt. Super geschrieben. Und es gab viele nützliche Tipps. Hoffentlich schaffe ich es, ein besserer Gamer zu werden.

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    • Z0RN 338575 XP Xboxdynasty Veteran Gold | 07.04.2021 - 20:15 Uhr

      Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, um ein Feedback zu hinterlassen. Der eine oder andere Tipp sollte auf jeden Fall helfen.

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  4. biowolf 20240 XP Nasenbohrer Level 1 | 10.04.2021 - 16:19 Uhr

    Danke für den gut geschriebenen Bericht… vielen davon sollte eigentlich selbstverständlich sein… ist es aber leider nicht… wie z.B. das Thema kurze Pause einlegen oder die Ernährung…

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  5. pavogear 4500 XP Beginner Level 2 | 10.04.2021 - 16:39 Uhr

    Körperliche Fitness wirkt sich auf alles, bei der Arbeit, beim Autofahren gutes Beispiel Formel 1.

    Und bei so einem Online Multiplayer Spiel, braucht muss man schon fit sein 💪, deshalb immer schön Fitness betreiben 😁.

    Guter Beitrag 👍

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  6. Kitomy 14050 XP Leetspeak | 11.04.2021 - 01:12 Uhr

    Bei meine Ex Freundin in LoL.
    wie oft ist sie gestorben weil sie immer das Knabber Zeugs daneben stehen hatte ….
    Vielen ist gar nicht bewusst wie wichtig der Focus ist.

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