Xbox: Asha Sharma nennt bis zu zehnmal niedrigere Margen als Konkurrenz

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Image: Microsoft

Xbox-CEO Asha Sharma beschreibt die wirtschaftliche Lage der Gaming-Sparte als ungesund und begründet damit die umfassende Restrukturierung.

Bereits im ersten Abschnitt ihres heutigen Schreibens an die Belegschaft zu den 3.200 Entlassungen macht Xbox-CEO Asha Sharma deutlich, weshalb das Unternehmen einen tiefgreifenden Konzernumbau für notwendig hält. Die aktuelle wirtschaftliche Situation der Gaming-Sparte bezeichnet sie dabei als „nicht gesund“.

Zunächst richtet Sharma persönliche Worte an die von den Stellenstreichungen betroffenen Mitarbeiter. Sie betont, dass die Entscheidungen nicht die Leistungen oder das Engagement der Beschäftigten widerspiegeln. Viele seien nach Übernahmen zu Xbox gekommen oder hätten sich bewusst für das Unternehmen entschieden, weil sie die Gaming-Branche und Xbox schätzen.

Im Anschluss beschreibt Sharma die wirtschaftlichen Herausforderungen. Nach ihren Angaben erwirtschaftet Xbox derzeit Gewinnmargen, die drei- bis zehnmal niedriger ausfallen als bei vergleichbaren Plattform- und Publishing-Unternehmen. Gleichzeitig sei Xbox mit einer kleineren Installationsbasis als die Konkurrenz in die aktuelle Konsolengeneration gestartet und habe höhere Kosten zu tragen.

Als Wachstumsstrategie habe das Unternehmen auf Game Pass, Multiplattform-Veröffentlichungen und ein deutlich breiteres Spieleportfolio gesetzt. Diese Bereiche hätten zwar einen wichtigen Beitrag zum Geschäft geleistet, seien jedoch nicht mit der Geschwindigkeit gewachsen, die Xbox erwartet habe. Währenddessen habe sich das Kerngeschäft abgeschwächt, obwohl zusätzliche Teams aufgebaut und weitere Investitionen getätigt worden seien.

Als weiteren Belastungsfaktor nennt Sharma die ihrer Aussage nach schwerste Hardwarekrise in der Geschichte der Branche. Vor diesem Hintergrund sei ein grundlegender Neustart der Xbox-Sparte unausweichlich geworden.

Darüber hinaus begründet Sharma den Strategiewechsel mit der Entwicklung des Spielemarktes. Seit 2018 habe Xbox das eigene Studioportfolio massiv ausgebaut, während die Zahl neuer Spieleveröffentlichungen branchenweit stark gestiegen sei. Inzwischen konkurriere Microsoft nicht nur mit den größten Publishern, sondern auch mit einer Vielzahl unabhängiger Entwicklerstudios.

Es sei weder möglich noch sinnvoll, jedes erfolgreiche Indie-Studio zu übernehmen. Zudem habe das Unternehmen erkannt, dass Xbox nicht für jede Art von Studio das passende Umfeld biete.

Nach Angaben von Sharma verlor Microsoft in einem typischen Geschäftsjahr 64 Cent für jeden investierten Dollar in diesem Bereich. Künftig wolle Xbox unabhängige Entwickler stattdessen verstärkt mit offenen Entwicklungswerkzeugen und dem Zugang zur eigenen Spielerbasis unterstützen, anstatt weitere Studios zu übernehmen.

Mit den angekündigten Maßnahmen will Microsoft die Organisation verschlanken und Xbox langfristig wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs bringen.

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122 Kommentare Added

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  1. Phonic 304125 XP Xboxdynasty Veteran Gold | 07.07.2026 - 06:54 Uhr

    Tja, Margen sind da, aber zu wenig, da drücken dann die Aktionäre wenn sie sehen was bei anderen geht, nennt sich Gewinnmaximierung, vor allem auf Kosten der kleinen Mitarbeiter aber Hauptsache den Posten des/der COO schaffen die wahrscheinlich so viel kostet wie 5 „normale“ Mitarbeiter nur um dann als erstes in Visier zu kommen, ekelhaft aber typisch Kapitalismus

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  2. Kugelblitz 2430 XP Beginner Level 1 | 07.07.2026 - 08:38 Uhr

    Der Xbox-Reset zeigt vor allem eins: Orientierungslosigkeit.

    Die treuesten Fans haben jahrelang investiert und wurden mit wertlosen Versprechen abgespeist. Vertrauen baut man so jedenfalls nicht auf.
    Statt einer klaren Vision gibt es ständig neue Kurswechsel.
    Während die Konkurrenz ihre Marken stärkt, verwässert Xbox ihre eigene Identität.
    Eine Konsole braucht Gründe, gekauft zu werden, nicht nur Versprechen.
    Wer alles überall veröffentlicht, nimmt der eigenen Plattform ihren Wert.
    Am Ende bleibt eine Marke, die ihrem Markt hinterherläuft, statt ihn anzuführen.

    Der Reset wirkt nicht mutig, sondern notwendig, weil die alte Strategie nicht funktioniert.
    Die eigentliche Rechnung zahlen die langjährigen Xbox-Spieler.
    Strategie ersetzt keine Identität.
    Und ohne Identität verliert eine Plattform ihre Daseinsberechtigung.
    Der Reset ist weniger ein Neuanfang als das Eingeständnis jahrelanger Fehlentscheidungen.

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  3. Mech77 142915 XP Master-at-Arms Silber | 07.07.2026 - 19:38 Uhr

    Ihre Aufgabe ist nicht leicht und sicher war es auch nicht leicht, die armen Mitarbeiter zu entlassen – aber es ist nunmal ihre Aufgabe und ihre Verantwortung (und die ihres Teams), XBOX wieder auf Kurs zu bringen und zu schauen, dass das Ganze wieder erfolgreich läuft und genug Gewinn abwirft.

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  4. Lord Hektor 407140 XP Xboxdynasty Veteran Onyx | 07.07.2026 - 23:43 Uhr

    Sie versucht jetzt halt alles damit die Marke Xbox wieder stärker dasteht.
    Diese ganzen Studios die MS da zusammen gekauft hat sind anscheinend einfach zu viele geworden.

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