Xbox: Ex-Manager nennt Gründe für schwache Japan-Unterstützung

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Image: Microsoft

Ehemaliger Xbox-Manager Ed Fries schildert, warum Reihen wie Final Fantasy lange nicht auf der ersten Xbox erschienen.

Schon früh in der Geschichte der ersten Xbox-Konsole gab es offenbar deutlich mehr Interesse aus Japan, als letztlich sichtbar wurde. Ed Fries, damaliger Vizepräsident für Game Publishing bei Microsoft, hat nun erklärt, weshalb viele Partnerschaften nie zustande kamen.

Im Gespräch mit Expansion Pass schildert Fries, dass insbesondere die Final Fantasy-Reihe ganz oben auf seiner Wunschliste stand. Regelmäßige Treffen mit Square Enix sowie weiteren großen Namen wie Konami, Capcom und SEGA gehörten zum Alltag. Dennoch blieb der große Durchbruch oft aus.

Hinter den Kulissen herrschte laut Fries eine angespannte Situation. Viele japanische Publisher hätten sich durchaus Wettbewerb gewünscht, konnten ihre Unterstützung für Xbox jedoch nicht offen zeigen. Zu groß sei die Sorge gewesen, dass SONY negative Konsequenzen ziehen könnte.

Fries beschreibt eine Atmosphäre, in der Entwickler vorsichtig agieren mussten. Eine mögliche „Bestrafung“ hätte sich etwa darin äußern können, dass wichtige Entwicklerkits verzögert ausgeliefert werden oder Spiele weniger Marketing-Unterstützung erhalten. Entsprechend zurückhaltend fiel das Engagement vieler Studios aus, obwohl Interesse vorhanden war.

Einige Ausnahmen bestätigten diese Dynamik. So veröffentlichte Tecmo mit Dead or Alive 3 und Dead or Alive 4 zwei exklusive Titel für Xbox. Diese Entscheidung sei auch als bewusstes Signal zu verstehen gewesen, um für mehr Konkurrenz im Markt zu sorgen und eine mögliche Monopolstellung zu verhindern.

Trotz der anfänglichen Hürden gelang es Xbox später, bedeutende Kooperationen mit japanischen Partnern einzugehen. Square Enix brachte unter anderem Infinite Undiscovery und The Last Remnant auf die Plattform.

Mit Final Fantasy XI und Final Fantasy XIII schaffte es schließlich auch die traditionsreiche Rollenspielreihe auf Xbox-Systeme, wobei letzteres bis heute auf Xbox Series X|S abwärtskompatibel spielbar ist.

 

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30 Kommentare Added

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  1. Ralle89 145685 XP Master-at-Arms Gold | 13.04.2026 - 19:30 Uhr

    Ja Japan möchte halt keine Xbox ist halt so sollen bei Nintendo bleiben

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  2. SepGamer 8620 XP Beginner Level 4 | 13.04.2026 - 20:31 Uhr

    Xbox hätte in Japan so oder so nie wirklich Fuß fassen können, hätten die FF exklusiv gemacht wäre die Marke/das Spiel ziemlich irrelevant geworden.
    Aber ich glaub er hat Nintendo bewusst vergessen um es in eine Richtung zu lenken.

    Aber wie sagten einige Leute bei den Pete Hines Thema bezüglich MS „Wenn Ex Mitarbeiter über die eigene Firma auspacken hat es einen Faden Beigeschmack und man solle nicht immer alles glauben“
    Aber wenn es eine andere Firma ist ist immer so wie es dargestellt wird^^

    Sollte man sich durch den Kopf gehen lassen. 😉

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  3. BekBoss 5040 XP Beginner Level 3 | 14.04.2026 - 10:00 Uhr

    War oft in Japan und Sony war da kaum bis gaar nicht present. Nintendo überall.
    Kaum – bis gar nicht Sony und Playstation. Und ich habe echt aufmerksam geachtet.

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  4. Mech77 114275 XP Scorpio King Rang 2 | 14.04.2026 - 12:49 Uhr

    Damals waren halt die großen japanischen Unternehmen Sony: Namco, Capcom, Sega, Squaresoft (noch ohne Enix, nach dem Bruch mit Nintendo). Zu PSX- und PS2-Zeiten (als die erste Xbox raus kam) dominierte da einfach Sony.

    Was aber der Xbox 360 half, waren Blue Dragon und Lost Odyssey.

    Heute schert sich in Japan niemand mehr um Sony, weil Big N herrscht. Die großen Marken von Namco usw. sind nicht mehr so existent wie früher, Ridge Racer gar nicht mehr oder erscheinen sowieso Multiplattform. Könnte aber vielleicht eine neue Chance für MS mit der Helix sein.

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