Xbox: Was sich Spieler für zukünftige Xbox-Generationen wünschen

Die Xbox-Fangemeinde möchte Microsoft größtenteils treu bleiben. Dennoch gibt es einige Wünsche von Spieler, die immer wieder laut werden.

Es kann nicht mehr allzu lange dauern, bis die Xbox Series X endlich vorbestellt werden kann. Hinweise deuten ja bereits darauf hin, dass die Konsolen bald im Netz geordert werden können. Doch noch müssen sich Xbox-Fans ein wenig gedulden.

In dieser Zeit wird in Foren und unter Freunden und Kollegen natürlich aber schon eifrig diskutiert. Ist die Grafik gut genug? Reichen die Anschlüsse aus? Was könnten kommende Xbox-Generationen noch besser machen? Die größten Wünsche an alle kommenden Xbox-Konsolen der Zukunft haben wir einmal zusammengetragen.

Zeitgemäße Grafik

PC-Spieler belächeln Konsolen und deren Grafikleistung. Das war schon immer so und wird sich vermutlich auch nur schwer ändern. Nichtsdestotrotz wünschen sich auch Xbox-Fans immer wieder, dass zumindest die Grafikleistung kommender Generationen zum Zeitpunkt des Releases halbwegs mit High-End-PCs mithalten kann. Natürlich muss bedacht werden, dass Grafikkarten und entsprechend gute Prozessoren teuer sind. Wer PC-ähnliche Grafik erwartet, muss sich darauf einstellen, für eine Xbox dann auch noch tiefer in die Tasche greifen zu müssen.

Bestätigt ist für die Xbox Series X ja immerhin die Möglichkeit, 4K-Games in voller Blüte genießen zu können. Außerdem soll die Konsole 8K-ready sein. Da sich allerdings selbst 4K noch nicht als Standard etabliert hat, bleibt abzuwarten, wie weit Microsoft in den 8K-Bereich vorstoßen wird. Wenn nämlich auf 8K nur mit weniger als 60 FPS gespielt werden kann, macht das Ganze eher weniger Spaß.

Kürzere Ladezeiten

Jeder kennt das: Man freut sich nach Schule, Uni oder Arbeit darauf, endlich das aktuelle Lieblingsspiel weiterzocken zu können und dann muss die Xbox erst mal eine ganze Weile laden. Für das Öffnen von Spielständen und manchen Sequenzen in Spielen selbst ist Geduld angesagt. Spieler wünschen sich immer, dass diese Ladezeiten abnehmen. Immerhin fallen sie bei einigen Titeln – gerade Rockstar-Games kommen uns in den Sinn – doch immens ins Gewicht.

Für die Series X hat Microsoft immerhin schon deutlich verkürzte Ladezeiten aufgrund der starken Rechenleistung der Generation angekündigt. Wer sich nicht erinnern kann, es sollen enthalten sein:

  • Achtkern-CPU mit jeweils 3,8 Ghz Taktung (Custom Zen 2)
  • GPU: 12 TeraFLOPS, 52 CUs (Custom RDNA 2)
  • Arbeitsspeicher: 16GB GDDR6
  • Festplatte: 1 TB (Custom NVME SSD)
  • Erweiterbarer Speicher: 1 TB Expansion Card
  • Externer Speicher: USB 3.2
  • Laufwerk: 4K UHD Blu Ray-Drive

Ebenfalls spannend dürfte die neue Funktion Quick Resume (Schnelle Wiederaufnahme) sein. Sie soll es ermöglichen, nahtlos zwischen mehreren Titeln zu wechseln und sofort wieder dort zu beginnen, wo die Spieler zuletzt aufgehört haben.

Mehr und coolere Exklusivtitel

Wer an Exklusivtitel für Konsolen denkt, die PC-Spieler manchmal gar nicht, manchmal erst viele Monate nach Release auf dem Rechner spielen können, dem kommen Titel in den Kopf wie

  • Ghost of Tsushima,
  • God of War,
  • The Last of Us (1 und 2),
  • Days Gone,
  • oder auch Uncharted 4.

Richtig, dabei handelt es sich ausschließlich um PlayStation-Exklusivspiele. Genau das ist das Problem: Für die Xbox werden einfach immer noch zu wenig gute Exklusivtitel entwickelt. Diese wären auch ein Kaufargument für viele PC-Spieler, weshalb ein Schritt in diese Richtung für Microsoft nur sinnvoll wäre.

Immerhin können wir uns auf Spiele, wie Halo: Infinite, Hellblade II und die neuen Forza-Ableger auf der Series X freuen. Dennoch reicht das einfach nicht aus. Neue, spannende und gute Einzelspieler-Abenteuer sind dringend nötig. In Kombination mit dem Xbox Game Pass würden sie einfach Sinn ergeben.

Auch kleinere Spiele in physischer Form

Je mehr Konsolen und Spiele erscheinen und je weiter entfernt etwa die erste Xbox scheint, desto nostalgischer werden Spieler. Sammlungen alter Spiele werden immer angesagter. Manche Videospiele – vor allem, wenn ein Spiel noch unbenutzt oder gar eingeschweißt in Originalzustand ist – sind unvorstellbar viel Wert und gehen für Unsummen auf eBay und anderen Plattformen über den Tisch.

Heute allerdings sind viele Spiele gar nicht mehr in physischer Form erhältlich. Für Indie-Entwickler sind digitale Verkäufe oft einfach praktischer. Die Gewinne sind dadurch größer und es lassen sich schneller mehr Spiele vertreiben und sofort auf den Markt bringen. Spieler wiederum profitieren von weniger Abstürzen, weniger nötigem Stauraum für die Spiele und schnelleren Zugriffen auf diese. Was allerdings fehlt ist eben die Haptik. Ein Lieblingsspiel in der Hand halten zu können, es sich wie einen guten Film ins Regal zu stellen und immer wieder die Sammlung zu durchstöbern – das hat eben einfach etwas. Sammler und echte Nerds würden sich daher zukünftig mehr physische Kopien auch kleinerer Titel wünschen.

Bessere Browser

Noch ein Manko der Xbox gegenüber dem PC: Der Browser. Zwar ist bereits der Browser der Xbox One dank der Microsoft Edge Browser-Engine mit HTML5- und CSS3-Features wie WebGL und Canvas ausgestattet. Flash-Inhalte hingegen lassen sich auf dem Browser der derzeitigen Xbox-Generation nicht wiedergeben. Auch die Flash-Integration in den Browser der Xbox Series X ist mehr als fraglich.

Ein Xbox-Browser, der herkömmlichen PC-Browsern in nichts nachsteht, steht daher ebenfalls weit oben auf der Liste von Spieler. Man denke etwa an Casinospiele im Netz. Zwar gibt es diverse Xbox-Titel, die in Form von Minigames Glücksspiele integriert haben. Ob Red Dead Redemption, Fallout New Vegas oder auch Watchdogs – hier kann im Spiel gewürfelt, gepokert oder an Slots gesessen werden. Die volle Casino-Experience mit Echtgeldeinsatz gibt es bislang aber eben nur am PC. Auch in der Casino-Community findet stets reger Austausch dazu statt – Spieler diskutieren auch hier immer wieder die Integration in Konsolenbrowser. Hoffen wir, dass Microsoft irgendwann auf die Stimmen hört.

Mehr Anschlüsse

Auch die Anschlüsse an der Xbox sind so ein Thema: Warum schafft Microsoft es auch hier nicht, einfach einmal mit einem PC mitzuhalten. Immerhin sind USB 3.2, LAN und HDMI 2.1 bereits bestätigt. Auch der USB-C-Port des neuen Controllers ist schon einmal deutliche Verbesserung zur Xbox One.

Allerdings hätten sich die meisten Spieler auch über mehr USB-Ports und einen DisplayPort-Anschluss gefreut. Und auch der komplette Wegfall HDMI-In-Pass-through der Xbox One stößt eher sauer auf.

 

Freier gestaltbare, werbefreie Menüs

Auf dem Computerdesktop lassen sich Spiele, Programme und Dateien bequem so sortieren, wie man es als Nutzer*in möchte und wie sich am besten die Übersicht behalten lässt. Xbox-Nutzer dagegen müssen sich seit jeher mit der Menüstruktur zufriedengeben, die eben mitgeliefert wird.

Auf der Xbox One befinden sich der Mixer oder die Community-App vor dem Store und dem Xbox Game Pass. Warum eigentlich? Und warum kann man die Anwendungen nicht einfach dahinschieben, wo man möchte. Um viel genutzte Apps eben zumindest einmal weiter vorne in den Listen zu haben. Sony hat mit dem PS4-Menü ja immerhin auch schon ein ähnliches Feature verbaut. Hoffen wir also, dass wir bereits mit der Xbox Series X unsere Menüs halbwegs frei gestalten können.

Was sich Spieler zudem noch wünschen würden: Keine Werbebanner mehr auf dem Dashboard. Die haben da einfach nichts verloren. Außerdem wissen Xbox-Nutzer in der Regel sowieso, was wann als Nächstes erscheint. Da reicht doch Werbung jenseits der Konsole absolut aus.

Schlankere und kleinere Konsolen

Wenn man sich etwa Nintendos Switch anschaut, wird klar: Konsolen können eine passable Grafik und gute Spiele mit einem schlanken Design vereinen. Die Nintendo Switch passt in jeden Rucksack oder sogar in die Jackentasche. Klar, sie ist auch dafür gemacht, portabel zu sein. Das ist eine Xbox nicht unbedingt. Dennoch lässt sich am Design sicherlich noch etwas machen.

Spieler wünschen sich vor allem, dass die Konsolen schlanker, kleiner und noch eleganter werden, sodass sie im Regal oder auf dem Schreibtisch weniger Platz beanspruchen. Die wenigsten Spieler hingegen sind Fans von Hardware-Upgrades bei der Xbox. Sollte auch bei der Series X nach etwa der Hälfte des Lebenszyklus wieder eine leistungsstärkere neue Variante auf den Markt kommen, dürfte das einige Spieler verärgern – denn manche von ihnen fühlen sich dann fast schon zum Kauf gezwungen.

Nachhaltigere Konsolen

Auch der Umweltaspekt wird immer mehr Gamer wichtig. Beim Spielen auch noch ein gutes Gewissen zu haben und zu wissen, die Umwelt mit dem Kauf der Xbox nicht zu stark belastet zu haben, ist ein größer werdender Wunsch in der Zockergemeinschaft.

Microsoft ist sich dieser Tatsache bewusst. So wurde schon 2019 angekündigt, dass eine klimaneutrale Konsole entwickelt werden soll. Unklar ist allerdings noch, ob alleine die Herstellung oder auch der Betrieb der Konsole dem Anspruch der Klimaneutralität gerecht werden wird. In Zukunft will das Unternehmen zumindest auch weiter forschen, wie die CO²-Belastung in Hinblick auf Hardware verringert werden kann.

Crossplay mit Playstation-Spielern

Manche Spieler aus der Xbox-Gemeinde sind sich spinnefeind mit Playstation-Spieler. Andere wiederum finden diesen „Krieg“ albern und wünschen sich sogar, dass es endlich eine Crossplay-Funktion gibt, die es ermöglicht, mit einer Xbox auch gegen PS-Besitzer zocken zu können. Der erwähnte Krieg könnte dann außerdem einfach am Controller ausgetragen werden – eigentlich eine gute Sache.

Allerdings wird es auch in der kommenden Konsolengeneration wohl eher nicht zu einer solchen Crossplay-Funktion kommen. Das liegt aber weniger an Microsoft, als an Sony. Die sträuben sich nämlich gegen das gemeinsame Spielen. Schade, aber da lässt sich vorerst wohl einfach nur abwarten und hoffen.

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