ZeniMax Media: Sammelklage wegen Fallout 4 könnte Übernahme von Microsoft verzögern

Eine Sammelklage wegen Fallout 4 könnte die Übernahme von ZeniMax Media durch Microsoft verzögern.

Wegen Fallout 4 könnte sich die Übernahme von ZeniMax durch Microsoft verzögern.

Grund dafür ist eine Sammelklage gegen Bethesda Softworks. Konkret geht es um den Season Pass für Fallout 4. Dieser wurde im September 2015 so beworben, dass alle zukünftigen DLCs für das Spiel darin enthalten sein werden.

2017 kamen dann weitere DLCs hinzu, die als „eine Sammlung von neuen Inhalten für Fallout 4 und Skyrim“ über die Bezeichnung Creation Club vertrieben wurden. Diese Inhalte, die sowohl von Bethesda als auch von externen Partnern erstellt wurde, waren aber nicht im Season Pass enthalten.

Filippo Marchino und Thomas Gray von The X-Law Group, die Anwälte der Sammelklage sind der Ansicht, dass auch diese DLCs im Season Pass hätten enthalten sein müssen.

Die Sammelklage wurde bereits im Juli 2019 eingereicht und könnte jetzt den Verkauf von ZeniMax an Microsoft verzögern.

Gegenüber GamesBeat sagte Marchino, dass man versuche werde, den Kauf von Bethesda zu stoppen.

„Was wir versuchen werden, ist, einen Richter zu bitten, den Verkauf zwischen Microsoft und Bethesda zu stoppen, um die Vermögenswerte zu erhalten. Und das ist bekannt als ein Antrag auf eine einstweilige Verfügung.“

Bei einem Prozess könnten bis zu 1,1 Milliarden US-Dollar Schadensersatz insgesamt im Raum stehen.

Marchino sagte über die Klage:

„Einfach ausgedrückt, Bethesda verkaufte einen Season Pass mit dem Verständnis, dass es den Inhabern des Season Passes jeglichen DLC-Inhalt, der für das Spiel Fallout 4 erstellt werden würde, auf einer fortlaufenden Basis geben würde.“

„Sie haben eine begrenzte Menge an DLC veröffentlicht. Dann brachten sie eine zweite Welle von DLCs heraus, entschieden sich aber, diese Inhalte Creation Club zu nennen und entfernten sie künstlich aus der Definition von DLC. Das bedeutet, dass sie den Leuten am Anfang versprochen haben, wir geben euch alles, was wir gemacht haben. Und dann haben sie dieses Versprechen gebrochen, und zwar zu ihrem Vorteil oder zum Nachteil der Kläger. Das ist also der Punkt, an dem sie etwas falsch gemacht haben. Sie haben gelogen. Sie haben Geld von den Spielern genommen, und dann haben sie noch mehr Geld gemacht.“

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