Aragami: Shadow Edition: Test zum Ninja Schleichspiel im alten Japan

Allein, gemeinsam oder pazifistisch

Aragami

Natürlich dürfte ihr die Macht der Dunkelheit nicht unendlich nutzen. Jeder Sprung verbraucht eure Fähigkeiten, ebenso wie das Licht, das sie aufzehrt. Symbole auf eurem Umhang zeigen euch, wie es um eure Macht bestellt ist. Zum Glück lässt sich diese automatisch aufladen, sobald ihr euch in den Schatten aufhaltet. Dieses Haushalten mit der Schattenessenz ist eine weitere taktische Komponente in Aragami, die das Stealth-Abenteuer zu einem knackig-spaßigen Ausflug macht. Und diese Taktik benötigt ihr auch, denn anders als in anderen Schleichspielen, in denen auch mal pure Gewalt Mittel zur Lösung sein kann, ist in Aragami beim ersten Treffer Schicht im Schacht. Ebenfalls mit dabei: Der DLC Nightfall, der die Geschehnisse des Hauptspiels durch seine beiden Protagonisten Hyo und Shinobu weiterspinnt.

Die Geschichte im erneuten Kampf Licht gegen Schatten dürft ihr hier sogar im Co-op erleben. Das klappt zwar nur online, sorgt aber dennoch für nette Stunden. Gemeinsam schleicht ihr durch die Level, zieht Gegner für Gegner aus dem Verkehr und könnt sogar mit einer Spezialattacke zwei Feinde gleichzeitig ins Jenseits befördern. Dafür markiert einer von euch den Feind des anderen mit der Y-Taste. Sobald ihr euren Angriff starten möchtet, betätigt ihr ebenfalls den Y-Button und knöpft euch den Fiesling per Schattensprung vor. Das Schöne für Einzelspieler: Der Move lässt sich auch mit einem KI-Begleiter ausführen. Habt ihr die jeweiligen Gebiete allein oder zu zweit durchlaufen, beglückt euch der Titel mit einer Abschlusswertung sowie einem finalen Skill-Rang für euer Können. So bekommt ihr beispielsweise auch Bonuspunkte, wenn ihr einen Run abschließt, ohne jemanden zu töten oder entdeckt zu werden.

Grafisch setzt Aragami voll auf Cel Shading. Der Look passt außerordentlich gut zur Atmosphäre sowie zum Setting des Spiels. Gleichzeitig überspielt er ein wenig die manchmal doch recht kargen Objekte und Umgebungen, die bei einem normalen visuellen Stil wahrscheinlich negativer aufgefallen wären. Leider hat der Schleichtitel wie einige Xbox One Spiele mit der Unity Engine mit Tearing und gelegentlichen Rucklern zu kämpfen. Der Sound ist dafür umso besser gelungen. Dabei stammt der Soundtrack aus der Feder von Two Feathers, die bereits mit den Kompositionen zu Hammerwatch und Angry Birds 2 Bekanntheit erlangten. Die Japan-Nostalgiker unter euch dürfen sich außerdem auf eine japanische Sprachausgabe freuen.

Inhaltsverzeichnis

3 Kommentare Added

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  1. Crusader onE 80465 XP Untouchable Star 1 | 15.06.2018 - 10:24 Uhr

    Ach Leute,
    Geiler Test. Wollte das Spiel deshalb gerade schon kaufen und dann seh ich: KEIN Couch Coop ?
    Hab so auf Couch Coop gehofft. Dann wirds erstmal nicht geholt ?

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  2. Colton 115575 XP Scorpio King Rang 3 | 15.06.2018 - 13:39 Uhr

    Ich hab die ganzen Tage schon überlegt, es mir zu kaufen. Der Test liest sich gut. werde dann demnächst zuschlagen 😀

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